Magisterarbeit, 2005
125 Seiten, Note: 1,15
1 Einleitung
2 Annäherung an die „Problemgruppe“ der älteren Arbeitnehmer
2.1 Wer sind die älteren Arbeitnehmer?
2.2 Beschäftigungsrisiken älterer Arbeitnehmer
3 Erwerbsbeteiligung und Erwerbstätigkeit Älterer
3.1 Erwerbsbeteiligung Älterer im Vergleich mit anderen Altersgruppen
3.2 Anteil der älteren Bevölkerung an Erwerbstätigen und Erwerbspersonen
3.3 Beschäftigung Älterer nach Branchen und Betriebsgrößen
3.4 Europäischer Vergleich der Erwerbsbeteiligung Älterer
4 Arbeitslosigkeit Älterer
4.1 Entwicklungen
4.2 Zugänge, Abgänge und Dauer der Arbeitslosigkeit
4.3 Langzeitarbeitslosigkeit
Zwischenfazit
5 Demographischer Wandel – Entwicklungen und Auswirkungen
5.1 Aktuelle Grunddaten
5.2 Deutschland im europäischen Vergleich
5.3 Annahmen und Prognosen für die Zukunft
5.4 Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt der Zukunft
6 Sichtweisen und Maßnahmen ausgewählter betrieblicher Akteure
6.1 Ältere Erwerbstätige
6.1.1 Interessen
6.1.2 Selbsteinschätzung
6.2 Betriebe bzw. betriebliche Interessensvertreter
6.2.1 Interessen
6.2.2 Einstellungen zu älteren Mitarbeitern
6.2.3 (Fehl-)Entscheidungen betrieblicher Personalpolitik
6.2.4 Betriebliche Handlungsfelder
6.2.4.1 Zeitliche Differenzierungen
6.2.4.2 Inhaltliche Differenzierungen
6.2.5 Betriebliche „Good-Practice“-Beispiele
7 Fazit
Die Arbeit untersucht die gegenwärtige Situation älterer Erwerbspersonen auf dem deutschen Arbeitsmarkt unter dem Einfluss des demographischen Wandels. Dabei wird analysiert, inwiefern betriebliche Personalstrategien auf die Herausforderungen alternder Belegschaften reagieren und welche Maßnahmen zur Förderung der Alterserwerbstätigkeit geeignet sind, um die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen langfristig zu sichern.
Qualifikationsrisiko:
Mit der fortlaufenden Entwicklung von betrieblichen Produktionsprozessen und technischen Arbeitsgeräten sowie den Veränderungen in der Arbeitsorganisation ist eine permanente Forderung der Arbeitgeber nach Qualifikationsanpassung auf Seiten der Arbeitnehmer verbunden. Das Problem älterer Mitarbeiter ist hierbei, dass ihre in der Ausbildung und im Berufsleben erworbenen Fähigkeiten oft nicht mehr ausreichen und mit zunehmender Geschwindigkeit veralten. Abhängig ist dies allerdings vom Grad der Qualifikationsanforderungen, die je nach Beschäftigungsbereich, Arbeitsorganisationsform oder Produktionstechniken variieren.
Bei älteren Arbeitnehmern lassen sich im Bereich der Qualifikationsrisiken drei Unterkategorien feststellen.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Bedeutung des demographischen Wandels für den Arbeitsmarkt und definiert das Ziel, die Situation Älterer zu analysieren und betriebliche Lösungsstrategien aufzuzeigen.
2 Annäherung an die „Problemgruppe“ der älteren Arbeitnehmer: Dieses Kapitel nähert sich einer Definition der Gruppe älterer Arbeitnehmer und erörtert die mit dem Alter verbundenen spezifischen Beschäftigungsrisiken.
3 Erwerbsbeteiligung und Erwerbstätigkeit Älterer: Hier werden aktuelle Daten zur Erwerbssituation Älterer ausgewertet und ein Vergleich nach Branchen sowie ein europäischer Vergleich vorgenommen.
4 Arbeitslosigkeit Älterer: Dieses Kapitel untersucht die Entwicklung der Arbeitslosigkeit unter Älteren, beleuchtet die Dauer der Arbeitslosigkeit und thematisiert das spezifische Problem der Langzeitarbeitslosigkeit.
5 Demographischer Wandel – Entwicklungen und Auswirkungen: Das Kapitel thematisiert die demographischen Trends wie Geburtenhäufigkeit und Lebenserwartung und analysiert deren Auswirkungen auf den zukünftigen Arbeitsmarkt.
6 Sichtweisen und Maßnahmen ausgewählter betrieblicher Akteure: Dieser Teil beleuchtet die Interessen und Einstellungen von Arbeitnehmern und Betrieben und diskutiert konkrete Handlungsfelder sowie Good-Practice-Beispiele.
7 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf die Notwendigkeit einer nachhaltigen und altersgerechten Personalpolitik.
Demographischer Wandel, Ältere Arbeitnehmer, Arbeitsmarkt, Erwerbsbeteiligung, Arbeitslosigkeit, Personalpolitik, Beschäftigungsrisiko, Qualifizierung, Leistungsfähigkeit, Betriebliche Integration, Lebenslanges Lernen, Altersstruktur, Frühverrentung, Good-Practice, Innovationsfähigkeit
Die Arbeit befasst sich mit der Situation älterer Menschen auf dem deutschen Arbeitsmarkt und untersucht, wie Betriebe auf die Auswirkungen des demographischen Wandels reagieren.
Zentrale Themen sind die Beschäftigungsrisiken Älterer, ihre Erwerbsbeteiligung, die Problematik der Arbeitslosigkeit sowie konkrete betriebliche Ansätze zur Integration und Qualifizierung.
Das Ziel ist es, die aktuelle Situation Älterer darzustellen, diese mit den Folgen des demographischen Wandels zu verknüpfen und Wege aufzuzeigen, wie Alterserwerbstätigkeit durch betriebliche Praxis gestärkt werden kann.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literatur- und Datenanalyse, insbesondere unter Heranziehung statistischer Datenquellen wie dem Mikrozensus, der Bundesagentur für Arbeit und der OECD.
Der Hauptteil analysiert differenziert die Beschäftigungssituation Älterer, die demographischen Prognosen für Deutschland und die Einstellungen sowie Maßnahmen von betrieblichen Akteuren.
Wichtige Begriffe sind Demographischer Wandel, Ältere Arbeitnehmer, Personalpolitik, Erwerbsbeteiligung und Betriebliche Integration.
Die Arbeit identifiziert die Externalisierung älterer Mitarbeiter über Frühverrentung als eine bislang kostengünstige, aber langfristig problematische Strategie, die durch nachhaltigere Personalkonzepte abgelöst werden muss.
Die Befragungsergebnisse zeigen ein mehrheitlich positives Bild der Betriebe hinsichtlich der Leistungsfähigkeit Älterer, obwohl Vorurteile und die Sorge vor Qualifikationsmängeln in der Praxis oft zu einer jugendzentrierten Personalpolitik führen.
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