Examensarbeit, 2004
210 Seiten, Note: 1,0
Didaktik für das Fach Englisch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
1. Einleitung
2. Lehrwerke im Kontext des Lehrens und Lernens fremder Sprachen
2.1. Begriffsklärung
2.1.1. Lehrwerke – Lehr- und Lernmaterialien
2.1.2. Lehrwerkforschung: Analyse, Erprobung, Evaluation, Kritik
2.1.2.1. Lehrwerkanalyse
2.1.2.2. Lehrwerkevaluation
2.1.2.3. Lehrwerkkritik
2.2. Die formale Zusammensetzung gegenwärtig existierender Lehrwerke
2.3. Stellenwert, Bedeutung und Funktion von Lehrwerken im Kontext des Lehrens und Lernens fremder Sprachen
2.3.1. Lehrwerke als Teil eines komplexen Bedingungsgefüges
2.3.2. Lehrwerke im historischen Wandel: „Auslaufmodell oder Innovationsträger?“
2.3.3. Der Stellenwert des Lehrwerks im Fremdsprachenunterricht der Grundschule
3. Die Entwicklung und Erforschung von Lehrwerken im Kontext des Lehrens und Lernens fremder Sprachen
3.1. Notwendigkeit der Erforschung und Evaluation von Lehrwerken
3.2. Schwierigkeiten, Ziele und Perspektiven bei der Erforschung und Beurteilung von Lehrwerken
3.2.1. Zur Situation der Lehrwerkforschung
3.2.2. Kriterienkataloge
3.2.3. Berücksichtigung und Beteiligung der Lehrkräfte
3.2.3.1. Lehreraus-, -fort- und -weiterbildung
3.2.3.2. Involvierung der Lehrenden in die Prozesse der Lehrwerkforschung und -entwicklung
3.2.4. Lehrwerkentwicklung
3.2.4.1. Theorien der Lehrwerkautoren
3.2.4.2. Politik der Verlage
3.2.5. Kooperation der an Lehrwerkentwicklung, -forschung und -benutzung Beteiligten
3.2.6. Komplexität von Sprachlernprozessen
3.2.7. Vielfalt an Forschungstheorien und -methoden
4. Grundschulspezifische Aspekte und Kriterien für qualitativ hochwertige Lehr- und Lernmaterialien
4.1. Theorien und Forschungserkenntnisse darüber, wie Kinder Sprachen lernen, sowie ihre Konsequenzen für die Lehrwerkgestaltung
4.1.1. Piaget und Konstruktivismus: Das Kind als aktiver Konstrukteur seines Wissens
4.1.2. Sprachenlernen: ein allmählicher Prozess, der Zeit erfordert
4.1.3. Die Fähigkeit von Kindern, besonders auf Klang und Prosodie zu achten, und die gleichzeitige Notwendigkeit gezielter Aufmerksamkeitslenkung auf neue Sprachelemente
4.1.4. Die geringere Fähigkeit von Kindern, einzelnen Aufgaben über längere Zeit Aufmerksamkeit zu schenken
4.1.5. Die Notwendigkeit von Lerner- und Lernorientierung von Lehrwerken
4.2. Theorien und Forschungserkenntnisse zur Rolle der Sprache als Kommunikationsmittel und ihre Konsequenzen für die Lehrwerkgestaltung
4.2.1. Sprachenlernen durch Sprachverstehen
4.2.2. Sprachenlernen durch das Erfahren authentischen Sprachgebrauchs
4.2.3. Sprachenlernen durch Interaktion und Kommunikation mit Sprache
4.3. Theorien und Forschungserkenntnisse über die Rolle der Lehrkraft beim Sprachenlernen und ihre Konsequenzen für die Lehrwerkgestaltung
4.3.1. Einstellungen zu und Umgang der Lehrenden mit Lehrwerken
4.3.2. Einfluss der Lehrkraft auf affektive Faktoren lehrwerkgestützter Sprachlernprozesse
4.3.3. Die Lehrkraft als Vermittler (mediator) der Zielsprache
4.3.4. Die Lehrkraft als Inputprovider und Sprachvorbild (model)
5. Die Analyse und Evaluation von Magicland 1
5.1. Hintergrundinformationen zum Untersuchungsverfahren
5.1.1. Methoden, Instrumente und Gegenstand der Untersuchung
5.1.2. Schwierigkeiten und Grenzen der Untersuchung
5.2. Kurs- und Lehrwerksbeschreibung (deskriptive Daten)
5.2.1. Anforderungen und Zielsetzung
5.2.2. Lehrwerksbestandteile
5.2.2.1. Class Book
5.2.2.2. Activity Book
5.2.2.3. Magic Me-Book
5.2.2.4. Audio-CD
5.2.2.5. Lehrerhandreichungen
5.2.2.6. Handpuppe „Dizzy“
5.2.2.7. Flashcards
5.2.2.8. Story Posters
5.2.2.9. „Well done“-Stickers
5.2.3. Kursstruktur
5.2.4. Abriss des Entstehungsprozesses
5.3. Analyse einzelner materialbezogener Kriterien von Magicland 1
5.3.1. Übersicht der Untersuchungskriterien
5.3.2. Qualität der Aufmachung
5.3.3. Qualität der Textauswahl (Themen bzw. Inhalte, Sprache und Vertonung)
5.3.4. Qualität der Aufgaben und Aktivitäten
5.3.4.1. Hörverstehensaufgaben
5.3.4.2. Ausspracheschulung durch Lieder, Reime und „Chants“
5.3.4.3. Spiele
5.3.4.4. Storytelling
5.3.4.5. Theater- und Rollenspiele
5.3.4.6. Bastelarbeiten (Listen and do)
5.3.4.7. Zeichen- und Malaufgaben („Pen-to-paper“-Aktivitäten)
5.3.4.8. Kommunikative Aktivitäten der ganzen Klasse
5.3.4.9. Aufgaben zum interkulturellen Lernen
5.3.5. Qualität der (optionalen) Zusatzmaterialien
5.3.5.1. Flashcards
5.3.5.2. Story Posters
5.3.5.3. Handpuppe Dizzy
5.3.5.4. Well Done-Stickers
5.3.6. Qualität der Lehrerhandreichungen
5.3.6.1. Inhaltsverzeichnis
5.3.6.2. Einführung in das Lehrwerk
5.3.6.3. Aufbau und Struktur
5.3.6.4. Optische Lese- und Arbeitshilfen
5.3.6.5. Sprache und Inhalt der Vorschläge, Anregungen und Hinweise
5.3.6.6. Vorschläge für Optionen, Alternativen und zusätzliche Quellen
5.3.6.7. Abschlussgedanke zum Lehrerhandbuch
5.3.7. Abschlussgedanke zu den Ergebnissen der theoretischen Analyse der Qualität des Gesamtlehrwerks
5.4. Exemplarische Erprobung und Evaluation von Magicland 1 am Beispiel von Unit 4 (Toys)
5.4.1. Deskriptive Daten zu den situativen Gegebenheiten der Erprobung
5.4.2. Evaluierung deskriptiver Beobachtungsdaten zum generellen Verhalten und zur Arbeitsweise der Erprobungslehrerin
5.4.3. Introspektive Daten der einleitenden Befragung der Erprobungslehrerin zur Klasse (Fragebogen 8.1.1.)
5.4.4. Introspektive Daten der einleitenden Befragung der Erprobungslehrerin zu ihren bisherigen Erfahrungen mit Englischlehrwerken für die Primarstufe (Fragebogen 8.1.2.)
5.4.5. Introspektive Daten der einleitenden Befragung der Vergleichsgruppen-Lehrerin zur Klasse (Fragebogen 8.2.1.)
5.4.6. Introspektive Daten der einleitenden Befragung der Vergleichsgruppen-Lehrerin zu ihren bisherigen Erfahrungen mit Englischlehrwerken für die Primarstufe (Fragebogen 8.2.2.)
5.4.7. Auswertung der Beobachtungsdaten (Videoaufzeichnungen) in Relation zu den Daten der introspektiven Unterrichtskommentierungen der Eprobungsgruppen-Lehrerin (A) und ihrem anschließenden Vergleich mit den Unterrichtskommentaren der Vergleichsgruppen-Lehrerin (B)
5.4.7.1. Die erste Stunde (Lesson 1)
5.4.7.2. Die zweite Stunde (Lesson 2)
5.4.7.3. Die dritte Stunde (Lesson 3)
5.4.7.4. Die vierte Stunde (Lesson 4)
5.4.8. Evaluation der Qualität des Lehrwerks durch die Erprobungsgruppen Lehrerin (Daten der introspektiven Materialkommentierung, Fragebogen 8.1.4.)
5.4.9. Abschlussgedanke zu den Ergebnissen der exemplarischen Erprobung von Magicland 1, Unit 4
6. Schlussfolgerung
7. Bibliografie
8. Anhang
Die Arbeit evaluiert das Lehrwerk „Magicland 1“ für den Englischunterricht in der Grundschule durch eine theoretische Analyse und eine praktische Erprobung in der Unterrichtspraxis, um dessen Potenzial und Effektivität als Lehrmittel zu bestimmen.
2.3.1. Lehrwerke als Teil eines komplexen Bedingungsgefüges
Das Lehrwerk ist Teil des äußerst komplexen, dynamischen, multidimensionalen Bedingungsgefüges von Sprachlehr- und -lernprozessen, stellt aber gleichzeitig selbst ein vielschichtiges, „multifaktorielles Gebilde“ dar (Christ, 1999: 41; vgl. Barkowski, 1999: 9). Bei der Bemühung, Lehr- und Lernmaterialien im Gesamtkontext des Lehrens und Lernens fremder Sprachen einzuordnen und sie auf diverse (formale, inhaltliche, sprachliche, methodische, didaktische) Aspekte hin – und zwar innerhalb der drei Perspektiven „Produktion, [...] Rezeption und Nutzung“ sowie „Wirkung“ (ebd.: 42) – zu untersuchen, kommt man nicht umhin, sie in der Komplexion der verschiedenen Faktoren und Interessen, die auf sie einwirken, zu sehen und zu erforschen (Christ, 1999: 46; Reinfried, 1999: 177 f.; Edmondson, 1999: 53 f.; Bell/ Gower, 1998), da „die Veränderung eines Faktors nicht ohne Auswirkungen auf andere Faktoren bleibt“ (Leupold, 1999: 140).
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die bildungspolitische Einführung des frühen Englischunterrichts in der Grundschule und die damit verbundene Notwendigkeit für Lehrkräfte, geeignete, professionelle Lehr- und Lernmaterialien zur Unterrichtsgestaltung zu finden.
2. Lehrwerke im Kontext des Lehrens und Lernens fremder Sprachen: Dieses Kapitel klärt grundlegende Begriffe der Lehrwerkforschung und ordnet Lehrwerke als komplexe Bestandteile des Unterrichts in einen historischen sowie didaktischen Kontext ein.
3. Die Entwicklung und Erforschung von Lehrwerken im Kontext des Lehrens und Lernens fremder Sprachen: Hier werden Notwendigkeit und Schwierigkeiten der Lehrwerkforschung sowie die Rollen der Beteiligten (Lehrkräfte, Autoren, Verlage) kritisch analysiert.
4. Grundschulspezifische Aspekte und Kriterien für qualitativ hochwertige Lehr- und Lernmaterialien: Das Kapitel definiert spezifische Qualitätskriterien, die sich aus kognitiven und sprachlernorientierten Erkenntnissen über Kinder ableiten.
5. Die Analyse und Evaluation von Magicland 1: Dieser Hauptteil beinhaltet die detaillierte theoretische Analyse und die empirische Erprobung des Lehrwerks „Magicland 1“ anhand der ausgewählten „Unit 4“.
6. Schlussfolgerung: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer kontinuierlichen, wissenschaftlich fundierten Evaluation von Lehrmaterialien im Primarbereich.
Fremdsprachenunterricht, Grundschule, Lehrwerkanalyse, Evaluation, Magicland 1, Sprachlernprozesse, Lehrerrolle, Unterrichtsmaterialien, Grundschulenglisch, Didaktik, Aufgabenanalyse, interkulturelles Lernen, Storytelling, Unterrichtspraxis, Sprachverstehen
Die Arbeit befasst sich mit der Evaluation des Englisch-Lehrwerks „Magicland 1“ für die Grundschule. Es wird untersucht, wie Lehrwerke die Qualität und Effektivität des Unterrichts beeinflussen und welche Kriterien für ihre Auswahl entscheidend sind.
Zentrale Felder sind die theoretischen Grundlagen des Fremdsprachenlernens bei Kindern, der Aufbau von Lehrwerken, die Rolle der Lehrkraft als Vermittler sowie die spezifische Analyse und praktische Erprobung von „Magicland 1“.
Das Ziel ist es, auf Basis einer theoretischen Analyse und einer exemplarischen Erprobung in der Praxis das Potenzial und die Effektivität des Lehrwerks als Hilfsmittel für den Englischunterricht in der Grundschule zu beurteilen.
Es wird eine methodologische Triangulierung angewandt: Eine theoretisch-hermeneutische Analyse des Lehrwerks wird mit einer empirischen Wirkungsforschung kombiniert, die Beobachtungsdaten und Lehrer-Fragebögen beinhaltet.
Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Beschreibung der Bestandteile von „Magicland 1“ sowie der Analyse ihrer Qualität, ergänzt durch eine praktische Erprobung der „Unit 4 (Toys)“ in zwei Klassen.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie „Fremdsprachenunterricht“, „Grundschule“, „Lehrwerksevaluation“ und „Sprachlernprozesse“ charakterisiert.
Die Lehrerinnen bewerten das Lehrwerk positiv als wertvolle Unterstützung und „roten Faden“, insbesondere für fachfremd unterrichtende Lehrkräfte, kritisieren jedoch punktuell die hohe Dichte an Materialien und die Qualität einzelner Audio-Aufnahmen.
Die Handpuppe „Dizzy“ wird als zentrale Motivationsfigur und zentraler Bestandteil des „Magicland“-Ensembles hervorgehoben, der besonders kindgerecht und identitätsstiftend wirkt, obwohl die Stimme auf der CD teilweise kritisch gesehen wurde.
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