Bachelorarbeit, 2018
119 Seiten, Note: 2,2
1. Einleitung
1.1 Allgemeine Problemdarstellung
1.2 Fragestellung und Zielausrichtung der Bachelorarbeit
1.3 Aufbau und Methodik der Arbeit
2. Grundlagen und Begriffe
2.1 Allgemeine Etymologie und Definition von Narzissmus
2.2 Definition von Karriereentwicklung und Berufserfolg
2.3 Definition von Persönlichkeitsstörung
3. Forschungsstand und Theorie
3.1 Theoretische Modelle von Narzissmus
3.1.1 Narzissmus nach Kohut
3.1.2 Narzissmus nach Kernberg
3.1.3 Modellvergleich
3.2 Abgrenzung gesunder und pathologischer Narzissmus
3.2.1 Die narzisstische Persönlichkeitsstörung
3.2.2 Destruktive narzisstische Persönlichkeitseigenschaften
3.2.3 Konstruktive narzisstische Persönlichkeitseigenschaften
3.3 Darstellung von Berufserfolg
3.3.1 Definition von Berufserfolg
3.3.2 Objektiver Berufserfolg
3.3.3 subjektiver Berufserfolg
3.4. Der Zusammenhang zwischen Narzissmus und Berufserfolg
4. Empirische Untersuchung zu narzisstischen Persönlichkeitseigenschaften und Berufserfolg
4.1 Empirische Datenerhebung – Das problemzentrierte Interview nach Witzel
4.1.1 Grundlagen des problemzentrierten Interviews
4.1.2 Instrumente des problemzentrierten Interviews
4.2 Auswertung der Datenerhebung anhand der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring
4.2.1 Die qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring
4.2.2 Die inhaltlich-strukturierende qualitative Inhaltsanalyse
4.3 Durchführung der Datenerhebung
4.3.1 Fallbeschreibung
4.3.2 Darstellung der Teilnehmerauswahl
4.3.3 Erstellung eines Interviewleitfadens
4.3.4 Ablauf der Interviews
4.3.5 Transkription der Interviews
4.4 Datenauswertung
4.4.1 Bildung der Oberkategorien
4.4.2 Bildung der Unterkategorien
4.4.3 Nebenkategorien
4.4.4 Anwendung des Kategoriensystems
5. Darstellung und Auswertung der Ergebnisse
5.1 Auswertung der Haupt- und Unterkategorien
5.2 Konstruktiver Narzissmus
5.2.1 Grandioses Selbst
5.2.2 Leistungsmotivation
5.2.3 Empathiefähigkeit/Manipulation
5.2.4 Kognitive Leistung/Handlungsorientierung
5.3 Destruktiver Narzissmus
5.3.1 Narzisstische Kränkung/Innere Labilität
5.3.2 Selbstüberschätzung/Übertreibung
5.3.3 Egoismus/Rücksichtslosigkeit
5.4 Berufliche Entwicklung
5.4.1 Berufliche Entwicklung früher
5.4.2 Heutige berufliche Entwicklung
5.5 Auswertung der Nebenkategorie „Narzissmusentwicklung“
5.5.1 Hemmende Faktoren
5.5.2 Begünstigende Faktoren
5.6 Auswertung der Nebenkategorie „Prognose narzisstischer Tendenzen“
5.7 Zusammenfassung der Ergebnisse
6. Diskussion der Ergebnisse und Praxisbezug
6.1 Beantwortung der Fragestellung
6.2 Diskussion der praktischen Anwendbarkeit
6.3 Empfehlung für weitere Forschung
6.4 Kritische Würdigung
Diese Bachelorarbeit untersucht die Relevanz narzisstischer Persönlichkeitsmerkmale für die berufliche Entwicklung. Das primäre Ziel besteht darin zu klären, ob verstärkt ausgeprägte narzisstische Charaktereigenschaften eher förderlich oder hinderlich für den beruflichen Erfolg des Individuums sind und welche Mechanismen dabei wirken.
3.1.2 Narzissmus nach Kernberg
„Ich brauche ja gar nicht zu fürchten, abgelehnt zu werden, weil ich meinem Idealbild nicht so entspreche, wie ich es müsste, um von der Idealperson, an deren Liebe mir liegt, überhaupt geliebt werden zu können. Nein, diese ideale Person und mein eigenes Ideal und mein wirkliches Selbst sind ein und dasselbe; ich bin selbst mein Ideal, und damit bin ich viel besser als diese Idealperson, die mich hätte lieben sollen, und brauche niemanden.“ (Kernberg O. F., 1983, S. 266)
Genau wie Kohut sieht Kernberg (1983) Narzissmus als Störung des Selbstwertgefühls mit spezifischen Störungen in den Objektbeziehungen, allerdings unterscheidet er grundlegend zwischen normalem und pathologischem Narzissmus. Das oben genannte Zitat beschreibt Kernbergs Annahme des pathologischen Narzissmus. Es basiert demnach auf der erneuten Verschmelzung von verinnerlichten Selbst- und Objektimagines auf einer Entwicklungsstufe, in der die Ich-Grenzen bereits stabilisiert sind. Als Selbstschutz und zur Abwehr gegen äußere, nicht vereinbare Einflüsse im sozialen Umfeld werden Ideal-Selbst, Ideal-Objekt und Real-Selbst miteinander verschmolzen. Dieser Prozess steht in Verbindung mit der Entwertung und Zerstörung von inneren Objektimagines und Objekten der Außenwelt. Dabei werden auch inakzeptable Selbstanteile dementiert und auf Objekte der Außenwelt übertragen. So wird die Spannung zwischen innerem grandiosem Selbstkonzept und ungenügendem Real-Selbst aufgehoben (Kernberg O. F., 1983). Das Individuum ist in der Lage, seine Angst vor Kränkung und Abwertung auf äußere Gegebenheiten abzulegen. Die Integration des Über-Ichs wird durch derartig realitätsfremde Annahmen und die Verschmelzung somit verhindert und verbleibt auf einer rudimentär aggressiven Vorläuferebene.
1. Einleitung: Die Arbeit beleuchtet die aktuelle gesellschaftliche Relevanz von Narzissmus und stellt die zentrale Forschungsfrage nach dessen Auswirkungen auf die berufliche Karriereentwicklung.
2. Grundlagen und Begriffe: Dieses Kapitel definiert die zentralen Begrifflichkeiten Narzissmus, Karriereentwicklung und Persönlichkeitsstörung im psychologischen Kontext.
3. Forschungsstand und Theorie: Hier werden theoretische Modelle von Kohut und Kernberg gegenübergestellt und eine Differenzierung zwischen gesundem, pathologischem, konstruktivem und destruktivem Narzissmus vorgenommen.
4. Empirische Untersuchung zu narzisstischen Persönlichkeitseigenschaften und Berufserfolg: Das Kapitel erläutert die methodische Vorgehensweise, basierend auf dem problemzentrierten Interview nach Witzel und der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring.
5. Darstellung und Auswertung der Ergebnisse: Die erhobenen Interviewdaten werden in Haupt- und Unterkategorien systematisiert, um konstruktive und destruktive narzisstische Anteile sowie deren Einfluss auf die Berufswelt aufzuzeigen.
6. Diskussion der Ergebnisse und Praxisbezug: Die Ergebnisse werden interpretiert, die Forschungsfrage beantwortet und die praktische Anwendbarkeit von Persönlichkeitstests in der Personalauswahl kritisch reflektiert.
Narzissmus, Berufserfolg, Karriereentwicklung, Konstruktiver Narzissmus, Destruktiver Narzissmus, Problemzentriertes Interview, Qualitative Inhaltsanalyse, Selbstwertregulierung, Leistungsmotivation, Persönlichkeitsstörung, Selbstvermarktung, Selbstbild, Empathiefähigkeit, Personalauswahl, Arbeitspsychologie.
Die Arbeit befasst sich mit der in den Medien oft postulierten Frage, welchen Einfluss narzisstische Charaktereigenschaften auf die berufliche Entwicklung und den Erfolg eines Individuums haben.
Die zentralen Felder umfassen die theoretische Narzissmus-Forschung (insb. Kohut und Kernberg), die Abgrenzung von konstruktivem zu destruktivem Narzissmus sowie deren Bedeutung in der heutigen Arbeitswelt.
Das primäre Ziel ist zu untersuchen, ob bestimmte Merkmale narzisstischer Persönlichkeitsstrukturen bei der Karriereentwicklung hilfreich sind oder ob sie eher ein Hindernis darstellen.
Es wurde ein qualitativer Forschungsansatz gewählt. Drei psychologische Fachkräfte wurden in problemzentrierten Interviews nach Witzel befragt, deren Ergebnisse mittels strukturierender Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet wurden.
Im Hauptteil wird der theoretische Forschungsstand detailliert analysiert, gefolgt von einer umfangreichen empirischen Untersuchung und Auswertung, die persönliche Einschätzungen von Experten zu konstruktiven und destruktiven narzisstischen Aspekten im Berufsalltag zusammenführt.
Wichtige Schlagworte sind Narzissmus, Berufserfolg, Karriereentwicklung, konstruktiver/destruktiver Narzissmus und qualitative Inhaltsanalyse.
Das „Grandiose Selbst“ wird als konstruktive narzisstische Eigenschaft eingestuft, die sich in hohem Selbstbewusstsein, positivem Auftreten und der Fähigkeit zur Selbstvermarktung äußert.
Die Experten stehen dem Einsatz standardisierter Tests zur Erfassung von Narzissmus in der Personalauswahl skeptisch gegenüber, da sie diese für manipulierbar halten und die Gefahr des „Schubladendenkens“ betonen.
Konstruktiver Narzissmus äußert sich durch leistungssteigernde Motive und hohe Selbstkontrolle, während destruktiver Narzissmus durch innere Labilität, Selbstüberschätzung und rücksichtsloses Verhalten gegenüber Mitmenschen gekennzeichnet ist.
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