Bachelorarbeit, 2018
59 Seiten, Note: 1,7
1 EINFÜHRUNG
2 EIGENSCHAFTEN EINES START-UP UNTERNEHMEN
2.1 Lebenszyklen von Unternehmen und Produkten
2.2 Definition von Start-Ups
3 VORAUSSETZUNGEN DER BEWERTUNGSMETHODIK
3.1 Definition Unternehmenswert
3.2 Funktionen der Unternehmensbewertung und Bewertungsanlässe
3.3 Wertdeterminanten einer Unternehmensbewertung
3.3.1 Cash Flow
3.3.2 Terminal Value
3.3.3 Kapitalkosten
3.3.4 Multiplikatoren
3.4 Anforderungen an das Bewertungsverfahren für ein Start-Up
4 BEWERTUNGSVERFAHREN UND DEREN ANWENDBARKEIT
4.1 Gesamtbewertungsverfahren (Kapitalwertorientiert)
4.1.1 Ertragswertverfahren
4.1.2 Discounted Cashflow Verfahren (DCF)
4.1.2.1 Weighted Average Cost of Capital
4.1.2.2 Adjusted-Present-Value
4.1.3 Anwendbarkeit von kapitalwertorientierten Verfahren in Start-Up Unternehmen
4.2 Einzelbewertungsverfahren (Substanzwertorientiert)
4.2.1 Substanzwertverfahren
4.2.2 Anwendbarkeit von substanzwertorientierten Verfahren in Start-Up Unternehmen
4.3 Mischverfahren (Marktwertorientiert)
4.3.1 Multiplikatorverfahren
4.3.2 Anwendbarkeit von marktwertorientierten Verfahren
4.4 Situationsbezogene Verfahren
4.4.1 Venture Capital Verfahren
4.4.2 Anwendbarkeit von situationsbezogenen Verfahren
5 BEISPIELHAFTE ANWENDUNG EINER START UP UNTERNEHMENSBEWERTUNG
5.1 Kurzdarstellung des Start-Ups „HelloFresh SE“
5.2 Unternehmensbewertung anhand der VC-Methode
5.2.1 Untersuchung der aktuellen Marktstellung
5.2.1.1 Marktvolumen/ Wachstumsrate
5.2.1.2 Marktanteil von HelloFresh SE
5.2.1.3 Analyse der wichtigsten Märkte
5.2.1.4 Analyse des Nahrungsmittelmarktes
5.2.1.5 Zusammenfassung und Ausblick
5.2.2 5-Jahes-Forecast HelloFresh SE
5.2.3 Berechnung VT
5.2.4 Berechnung V0
6 FAZIT
Die vorliegende Arbeit untersucht die Eignung klassischer Unternehmensbewertungsverfahren für junge, innovative Start-up-Unternehmen. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, wie die methodischen Stärken und Schwächen existierender Ansätze zu bewerten sind, um zu einem fundierten Unternehmenswert trotz fehlender historischer Daten und hoher Unsicherheiten zu gelangen.
3.4 Anforderungen an das Bewertungsverfahren für ein Start-Up
Die traditionellen Verfahren sind vor allem auf Unternehmen mit einer langen wirtschaftlichen Existenz, einem gut ausgebauten Rechnungswesen und mit repräsentativen Vergangenheitswerten für die Bewertung in der Zukunft abgestimmt.40
Diese nicht vorhandenen historischen Daten bei Start-Ups erschweren es, bei diesen eine Unternehmensbewertung durchzuführen.
Zudem haben junge Unternehmen oftmals keine, beziehungsweise nur sehr geringe, Zahlungsüberschüsse.41
Ein Beispiel hierfür ist der Onlinehandel Zalando. In den ersten Jahren wurden dort Millionenverluste in Kauf genommen, allerdings mit Blick auf das zu erwartende, enorme Potential in der Zukunft.
An diesem Beispiel sieht man, dass eine Bewertung von Zalando in den Anfangsjahren auf Grundlage von Cashflows nicht möglich und vor allem auch nicht angemessen gewesen wäre, denn das zukünftige Potential des jungen Unternehmens wäre unberücksichtigt geblieben.42
Bewertungen auf zu geringen Cashflows würden dem zukünftigen Potential des Start-Ups womöglich nicht gerecht werden.
1 EINFÜHRUNG: Diese Einleitung beleuchtet die wirtschaftliche Bedeutung von Start-ups und definiert die Herausforderungen bei deren Unternehmensbewertung aufgrund fehlender historischer Daten.
2 EIGENSCHAFTEN EINES START-UP UNTERNEHMEN: Dieses Kapitel beschreibt die Lebenszyklusphasen und definiert Start-ups anhand ihrer Innovationskraft und ihres hohen Risikoprofils.
3 VORAUSSETZUNGEN DER BEWERTUNGSMETHODIK: Hier werden theoretische Grundlagen wie der Unternehmenswert, die Funktionen der Bewertung und zentrale Wertdeterminanten wie Cashflow und Kapitalkosten erläutert.
4 BEWERTUNGSVERFAHREN UND DEREN ANWENDBARKEIT: Dieses Kapitel analysiert kritisch verschiedene Bewertungsmodelle und deren spezifische Eignung oder Unzulänglichkeit bei der Anwendung auf Start-ups.
5 BEISPIELHAFTE ANWENDUNG EINER START UP UNTERNEHMENSBEWERTUNG: Eine praktische Anwendung der Venture-Capital-Methode am Beispiel der HelloFresh SE demonstriert die Vorgehensweise bei der Prognose und Bewertung eines jungen Unternehmens.
6 FAZIT: Das Fazit resümiert, dass traditionelle Methoden zwar wichtige Bausteine liefern, aber für Start-ups individuell angepasst werden müssen, wobei die Venture-Capital-Methode als besonders zweckmäßig hervorgehoben wird.
Unternehmensbewertung, Start-ups, DCF-Verfahren, Substanzwertverfahren, Multiplikatorverfahren, Venture Capital Methode, HelloFresh, Kapitalkosten, Unternehmenswert, Finanzplanung, Risikobewertung, Exit-Wert, Wachstumsrate, Marktanteil, Unternehmensentwicklung
Die Arbeit analysiert kritisch, ob und inwieweit klassische, etablierte Verfahren der Unternehmensbewertung geeignet sind, um den Wert von Start-up-Unternehmen zu bestimmen.
Thematisiert werden insbesondere die Eigenschaften von Start-ups in ihren frühen Lebensphasen, theoretische Grundlagen der Bewertungsmethodik sowie die praktische Anwendbarkeit von Kapitalwert-, Substanzwert- und Mischverfahren.
Ziel ist es, die Schwachstellen traditioneller Methoden bei der Anwendung auf Start-ups aufzuzeigen und herauszuarbeiten, wie eine fundierte Bewertung trotz hoher Unsicherheit und fehlender Historie gelingen kann.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse der gängigen Bewertungstheorien sowie einer fallorientierten Anwendung der Venture-Capital-Methode anhand von Finanzdaten der HelloFresh SE.
Im Hauptteil werden verschiedene Bewertungsmethoden wie das DCF-Verfahren (WACC, APV), das Substanzwertverfahren und das Multiplikatorverfahren detailliert erklärt und auf ihre Eignung für Start-ups geprüft.
Die Arbeit ist zentral durch Begriffe wie Unternehmensbewertung, Start-ups, Venture Capital Methode, Cashflow-Planung und Marktanteilsanalyse charakterisiert.
Das Verfahren vernachlässigt die Zukunftsorientierung und das Potenzial des Unternehmens, da es primär auf Vergangenheits- oder Substanzwerte blickt, die bei jungen, immateriell geprägten Start-ups oft nicht aussagekräftig sind.
Sie vereint Aspekte aus DCF- und Multiplikator-Verfahren und fokussiert sich auf einen Exit-Zeitpunkt in der Zukunft, was dem illiquiden Charakter von Start-up-Investitionen besser gerecht wird.
HelloFresh dient als ideales Beispiel, da es trotz seiner jungen Geschichte bereits an der Börse notiert ist und somit die für die Bewertung notwendigen Finanzdaten öffentlich zugänglich sind.
Der Terminal Value hat bei Start-ups eine überdurchschnittliche Bedeutung und kann bis zu 90 % des gesamten Unternehmenswertes ausmachen, weshalb seine präzise Annahme kritisch ist.
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