Masterarbeit, 2017
95 Seiten, Note: 1,8
1. EINLEITUNG
1.1. Forschungsinteresse
1.2. Forschungsdesign
1.3. Forschungslücke und Relevanz der Arbeit
1.4. Hinführung zur Fragestellung
2. THEORIE: DER FORSCHUNGSSTAND
2.1. Grundannahmen
2.1.1. Der Prozess des Übergangs: Von der Schule in den Beruf
2.1.2. Jugendliche mit Migrationshintergrund im deutschen Bildungssystem
2.1.3. Die Verschränkung von Migrationshintergrund, Geschlecht und sozialer Herkunft
2.2. Beeinflussende Faktoren
2.2.1. Individuelle Faktoren
2.2.2. Gesellschaftliche Faktoren
2.3. Individuelle Persönlichkeitseigenschaften
2.3.1. Das Konzept der Selbstwirksamkeit
2.3.2. Selbstwirksamkeit als Persönlichkeitsmerkmal
2.3.3. Selbstwirksamkeit im Kontext von Schule und Beruf
2.4. Zwischenfazit: der Forschungsstand
3. EMPIRIE: DIE METHODE
3.1. Grundsätze des methodischen Vorgehens
3.2. Das problemzentrierte Interview
3.2.1. Der Leitfaden
3.2.2. Der Kurzfragebogen
3.3. Die Auswertung
4. DIE FORSCHUNG
4.1. Der Feldzugang und das Forschungssample
4.2. Durchführung der Interviews
4.3. Kurzporträts der Gesprächspartnerinnen
5. DIE ERGEBNISSE: ZUKUNFTSERWARTUNGEN
5.1. Werte und Lebenseinstellung
5.1.1. Innere Überzeugungen und Persönlichkeitsmerkmale
5.1.2. Ziele
5.1.3. Zukunftsvorstellungen
5.1.4. Eigene Familienplanung
5.2. Schule
5.2.1. Bewertung der Lebenswelt Schule
5.2.2. Berufsorientierungsangebote in der Schule
5.2.3. Die Bedeutung des Schulabschlusses
5.3. Berufsvorstellungen
5.3.1. Berufswünsche
5.3.2. Auseinandersetzung mit Zugangsbedingungen zum Beruf
5.3.3. Informationsbeschaffung
5.3.4. Erwartungen an den Beruf
5.4. Das soziale Umfeld
5.4.1. Die Geschwister
5.4.2. Die Mütter
5.4.3. Die Väter
5.4.4. Vorbilder
5.4.5. Bildungseinstellung der Eltern
5.4.6. Unterstützung
5.5. Die (Migrations-)Biographie
5.5.1. Rückkehrabsichten
5.5.2. Unterschiede zwischen den Schulsystemen
5.5.3. Leben in Deutschland
5.6. Gerechtigkeit und Gesellschaft
5.6.1. Migrationsbedingte Schwierigkeiten
5.6.2. Chancengleichheit
5.6.3. Geschlechterrollen
6. DISKUSSION: DIE ERGEBNISSE UNTER EINBEZUG VON LITERATUR
6.1. Schule, Gesellschaft und sozialer Hintergrund
6.2. Der Migrationshintergrund
6.3. Geschlechterrollen
6.4. Unterstützung und Bildungsaspirationen im familiären Umfeld
6.5. Chancengleichheit
6.6. Selbstwirksamkeit und individuelle Persönlichkeitsmerkmale
7. FAZIT
Die vorliegende Arbeit untersucht die Zukunftserwartungen von fünf weiblichen Jugendlichen mit Migrationshintergrund im Übergang von der Schule in den Beruf. Im Fokus steht dabei die Forschungsfrage, wie sich diese Erwartungen im Spannungsfeld zwischen den eigenen Persönlichkeitsmerkmalen (insbesondere der Selbstwirksamkeit) und verschiedenen äußeren Einflussfaktoren wie Familie, Schule und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen gestalten.
5.1.1. Innere Überzeugungen und Persönlichkeitsmerkmale
Emily vertritt sehr individualistische Ideale und Werte, diese kommen im Gespräch im Bezug zu ihren Plänen von ihr immer wieder zur Sprache.
„I: Und glaubst du, dass du das [Abitur] schaffen kannst?
E: Klar. Ich meine es gibt nix, was man nicht schaffen kann. Weil, es ist ja eine andere Sache, wenn man sagt, ‚ja, ich kann das nicht‘ aber man hat kein‘ Bock oder ich kann das nicht ‚ich KANN das nicht‘. […] Aber, wenn man das wirklich als Ziel hat, dann kann gibt man ja alles dafür, weil es gibt so viele Sachen womit man lernen kann. […] Manche sind halt weiter entwickelt als Teenager und mache nicht, und manche wollen halt nur so, so was, was in ist, so keine Ahnung, Handys, Kopfhörer, Kleidung, und manchen ist das gar nicht so wichtig, weil wenn die ein Ziel haben, dann wollen sie alles dafür tun. Es gibt Bibliotheken, Bücher, Computer, Nachhilfe, man kann alles so oft suchen, wenn man wirklich zum Beispiel ((lacht)) sag ich mal einfach so in die Oberstufe kommen will, dann kann man auch wirklich dafür lernen und gute Arbeiten schreiben und sich halt n bisschen vorbereiten.“ (Emily: 83-87)
In Emilys Aussage kommen mehrere Überzeugungen von ihr deutlich zur Sprache. Einerseits ist sie überzeugt davon, dass Anstrengung in jedem Fall zum Erfolg führt, das wird bereits durch den aufgeladenen Einleitungssatz demonstriert. Andererseits muss man sich Erfolg ihrer Meinung nach auf jeden Fall auch hart erarbeiten. Sie ist außerdem überaus selbstständig und scheint Dinge selbstverantwortlich in Angriff zu nehmen. Für sie ist tatsächlich jedes Ziel erreichbar, und wenn man tatsächlich etwas „nicht kann“, dann gibt es genügend Wege, sich Hilfe zu holen.
1. EINLEITUNG: Einführung in die Problematik des Übergangs von der Schule in den Beruf und Darlegung des Forschungsinteresses sowie des Forschungsdesigns.
2. THEORIE: DER FORSCHUNGSSTAND: Zusammenführung des Forschungsstandes zu Übergängen, individuellen Einflussfaktoren (Kapital, Habitus) und dem Konzept der Selbstwirksamkeit.
3. EMPIRIE: DIE METHODE: Erläuterung der methodischen Vorgehensweise anhand der Grounded Theory und Beschreibung des problemzentrierten Interviews.
4. DIE FORSCHUNG: Darstellung des Feldzugangs, des Forschungssamples sowie der Interviewsituation und Kurzporträts der fünf Gesprächspartnerinnen.
5. DIE ERGEBNISSE: ZUKUNFTSERWARTUNGEN: Analyse der empirischen Daten in sechs Kategorien, angefangen bei Werten und Lebenseinstellungen bis hin zu Gerechtigkeit und Gesellschaft.
6. DISKUSSION: DIE ERGEBNISSE UNTER EINBEZUG VON LITERATUR: Diskussion der Ergebnisse vor dem Hintergrund des theoretischen Rahmens und Einordnung in aktuelle Forschungskontexte.
7. FAZIT: Zusammenfassung der Ergebnisse, Reflexion der Reichweite der Forschung und Ausblick auf weiterführende Untersuchungen.
Zukunftserwartungen, Jugendliche, Migrationshintergrund, Übergang Schule Beruf, Selbstwirksamkeit, Bildungsaspirationen, Berufsfindung, Bildungsungleichheit, Soziale Herkunft, Geschlechterrollen, Grounded Theory, Qualitatives Interview, Bildungsaufsteiger.
Die Arbeit befasst sich mit der Untersuchung, wie Jugendliche mit Migrationshintergrund ihre Zukunftschancen und den Übergang von der Schule in das Berufsleben wahrnehmen und gestalten.
Zentrale Themen sind die Berufsfindung, die Rolle von Selbstwirksamkeit als Persönlichkeitsmerkmal, der Einfluss des familiären Umfelds und die Wahrnehmung von gesellschaftlicher Chancengerechtigkeit.
Die Forschungsfrage lautet: „Wie gestalten sich die Zukunftserwartungen von Jugendlichen im Spannungsfeld zwischen eigenen Persönlichkeitsmerkmalen und äußeren Einflussfaktoren?“ Ziel ist es, diese Prozesse qualitativ zu durchleuchten.
Die Arbeit nutzt die Methode des problemzentrierten Interviews in Anlehnung an die Grounded Theory, um explorativ subjektive Sichtweisen und Handlungsstrategien der Jugendlichen zu erfassen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung des Forschungsstandes, die methodische Begründung, eine Vorstellung des Samples sowie eine detaillierte Ergebnisanalyse anhand von sechs generierten Kategorien.
Die Arbeit wird wesentlich durch Begriffe wie Selbstwirksamkeit, Bildungsaspirationen, Habitus, Migration, Bildungsungleichheit und das Konzept der Lebenswelten geprägt.
Die Jugendlichen orientieren sich stark an Familienmitgliedern, oft den Vätern, denen sie eine Vorbildfunktion zuschreiben, da diese trotz schwieriger Bildungswege ihren Weg gemacht haben.
Die Sprachkenntnisse und die Wahrnehmung der Lehrkräfte bezüglich der Sprachkompetenz der Jugendlichen spielen eine zentrale Rolle bei der Zuweisung von Chancen und dem Entstehen von Nachteilen im Bildungssystem.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

