Bachelorarbeit, 2016
131 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung und Darstellung des Forschungsinteresses
2 Theorie und Hintergründe der Jagd von Motorjournalisten auf neue Modelle
2.1 Klärung zentraler Begriffe
2.1.1 Erlkönig
2.1.2 Erlkönig-Jagd
2.1.3 Erlkönig-Jäger
2.1.4 Tarnung
2.1.5 Ergänzung zum Begriff Motorjournalist
2.2 Aktuelle Erkenntnisse über die Jagd von Motorjournalisten auf Erlkönige
2.2.1 Aktuelle Berichterstattung über Erlkönige
2.2.2 Geschichtliche Hintergründe der Jagd auf Erlkönige
2.2.3 Juristische Hintergründe der Jagd auf Erlkönige
2.2.4 Journalistisches Ethos und Pressekodex in Bezug auf die Jagd auf Erlkönige
2.2.5 Vergleiche mit anderen Bereichen der alltäglichen Berichterstattung
2.2.6 Hintergründe der Arbeit von Journalisten mit verschiedenen Berufsbildern
3 Empirische Untersuchung anhand von qualitativen Interviews
3.1 Methoden
3.1.1 Methodenauswahl
3.1.2 Entwicklung der Interviewfragen
3.1.3 Entwicklung des Frageleitfadens
3.1.4 Systematische Auswahl der Interviewpartner
3.1.5 Durchführung der Untersuchung
3.1.6 Methodenkritik
3.2 Ergebnisse der qualitativen Interviews
3.3 Auswertung und Interpretation der Ergebnisse
3.3.1 Kategorisierung der Ergebnisse
3.3.2 Spektrum der Ergebnisse
3.3.3 Kategorisiertes Spektrum der Ergebnisse
3.3.4 Auswertung der Ergebnisse
3.3.5 Interpretation der Ergebnisse
4 Schlussbetrachtung
4.1 Zusammenfassung
4.1.1 Ergebnisse zu der zentralen Fragestellung
4.1.2 Reliabilität und Validität der Ergebnisse
4.2 Ausblick
4.2.1 Repräsentativität der Ergebnisse
4.2.2 Aufgeworfene und offengebliebene Fragen
Die Arbeit untersucht die Methoden, Ziele und Rahmenbedingungen der Jagd von Motorjournalisten auf noch nicht veröffentlichte Automobilmodelle, sogenannte Erlkönige. Dabei liegt der Fokus auf der Analyse unterschiedlicher journalistischer Berufsbilder und deren subjektiver Erfahrungen.
2.2.3 Juristische Hintergründe der Jagd auf Erlkönige
Auf den ersten Blick scheinen sich die Erlkönig-Jäger bei ihrer Jagd nach Informationen, besonders die Fotografen bei der Jagd nach den Modellen selbst, auf rechtlich dünnem Eis zu bewegen. Sie versperren bisweilen den Testfahrern den Weg und machen Bilder von Fahrzeugen, die ihnen nicht gehören. Eine klare Rechtsprechung in Bezug auf das Handeln von Erlkönig-Jägern gibt es zum momentanen Zeitpunkt nicht. Allerdings lassen sich Querverbindungen aus bereits bestehenden Gesetzen ziehen. Bei der Betrachtung der Rechtsprechung ist zu beachten, dass die Erlkönige auf dem ganzen Globus getestet werden. Somit gelten je nach Land in dem getestet wird, auch die dortigen Gesetze. In dieser Arbeit liegt der Fokus auf der deutschen Rechtsprechung und Gesetzeslage.
Zu Anfang „ist festzuhalten, dass es kein sog. Recht am Bild der eigenen Sache gibt.“ Dabei würde es sich um das Recht des Eigentümers einer Sache an dem Bild, auf dem diese Sache zu sehen ist, handeln. Ein solches Gesetz gibt es nicht. Das hat zur Folge, dass Autohersteller aufgrund dieser Eigenschaft nicht gegen Verlage oder Fotografen vorgehen können. Im Bezug auf die Ablichtung der Kennzeichen gibt es einen Unterschied zum normalen Straßenverkehr, da ein Privat-PKW auf eine Privatperson zugelassen ist und ein Erlkönig i.d.R. auf ein Unternehmen, den Hersteller. Dabei ist zu beachten, dass für Privatpersonen und Unternehmen die Gesetze nicht immer gleich gelten.
In Bezug auf die Berichterstattung über Erlkönige und die Fotografie von Erlkönigen ist einmal das Urheberrecht zu betrachten. Bestandteile des Automobils, wie z.B. Karosserieteile oder andere Gegenstände des Industriedesigns, können urheberrechtlich geschützt sein. Daraus schlussfolgernd ist eine Veröffentlichung und Abbildung des festgehaltenen Designs „nur mit der Einwilligung des Rechteinhabers zulässig.“ Das würde die Erlkönig-Fotografen vor ein großes Problem stellen. Ein geeignetes Schlupfloch stellt die sog. Panoramafreiheit dar.
1 Einleitung und Darstellung des Forschungsinteresses: Einführung in das Thema Erlkönige, Begründung der Relevanz und Vorstellung der Forschungsfrage.
2 Theorie und Hintergründe der Jagd von Motorjournalisten auf neue Modelle: Definition zentraler Begriffe und Darstellung des aktuellen Stands der Forschung sowie rechtlicher und ethischer Aspekte.
3 Empirische Untersuchung anhand von qualitativen Interviews: Detaillierte Beschreibung der gewählten Interviewmethode, des Auswahlprozesses der Experten und Auswertung der geführten Gespräche.
4 Schlussbetrachtung: Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse, Überprüfung der Validität der Ergebnisse und Ausblick auf zukünftigen Forschungsbedarf.
Erlkönig, Motorjournalismus, Automobilindustrie, qualitative Interviews, Berichterstattung, Testfahrzeuge, Tarnung, Erlkönig-Jäger, Pressefreiheit, Pressekodex, Recherchemethoden, Automobil-Design, Medienethik, Industriekooperationen, Modellzyklen
Die Arbeit analysiert die journalistischen Praktiken, Ziele und Rahmenbedingungen bei der Jagd nach getarnten Prototypen der Automobilindustrie, den sogenannten Erlkönigen.
Es werden sechs Motorjournalisten mit unterschiedlichen Berufsbildern befragt, darunter Print- und Onlineredakteure, ein Fotograf und ein Automobil-Designer.
Das Ziel ist es, ein breites Spektrum der berufsspezifischen Handlungsweisen und subjektiven Erfahrungen der Journalisten bei der Berichterstattung über neue Modelle zu erfassen und wissenschaftlich darzustellen.
Die empirische Forschung basiert auf der Methode des qualitativen Interviews, um tiefgehende Einblicke in die individuellen Arbeitsweisen der Experten zu gewinnen.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil über Hintergründe, Recht und Ethik sowie einen praktischen Teil, der die Durchführung, Auswertung und Interpretation der Interviews umfasst.
Zu den prägenden Begriffen gehören Erlkönig, Motorjournalismus, Recherchemethoden, Medienethik, Industriekooperationen und Modellzyklen.
Die Interviews legen nahe, dass zwar Verbindungen zwischen Herstellern und Medien existieren, die meisten befragten Journalisten jedoch betonen, dass ihre inhaltliche Arbeit weitgehend unabhängig von Werbebudgets erfolgt.
Die Tarnung stellt eine zentrale Herausforderung für die Identifikation dar, wobei die Journalisten unterschiedliche Strategien – von optischer Analyse bis hin zu Insidernetzwerken – nutzen, um das Design neuer Modelle zu entschlüsseln.
Die Meinungen sind zwiegespalten: Während einige einen dauerhaften Bedarf sehen, solange Autos existieren, sehen andere durch die zunehmende Digitalisierung und das autonome Fahren langfristige Veränderungen im Berufsbild.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

