Fachbuch, 2018
78 Seiten
1 Einleitung
1.1 Hintergrund
1.2 Fragestellung
1.3 Zielsetzung
1.4 Vorgehensweise und Ablauf der Arbeit
2 Abgrenzung Integration und Migration
3 Situation der Geflüchteten, die derzeit Zugang zum Arbeitsmarkt suchen
4 Zusammenhang zwischen dem Ausgang des Asylverfahrens und dem Aufenthaltsstatus bis zur Möglichkeit einer Arbeitsmarktintegration
5 Herausforderungen bei der Integration von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt
5.1 Gesetzliche und rechtliche Hindernisse
5.2 Persönliche Hindernisse
5.3 Sonstige Herausforderungen
6 Chancen durch die Integration von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt
7 Bereitschaft von Unternehmen, Geflüchtete einzustellen
7.1 Methodik der Befragung
7.2 Ergebnisse aus der Befragung von Unternehmen
7.3 Ergebnisse aus der Befragung von Flüchtlingsberatungsstellen
7.4 Diskussion
8 Handlungsempfehlungen für Arbeitsmarktorganisationen und Beratungseinrichtungen für Geflüchtete
9 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die aktuelle Situation und die Herausforderungen der Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten in Deutschland. Das primäre Ziel ist es, die Bereitschaft von Unternehmen unterschiedlicher Größenordnungen zu ermitteln, Geflüchtete zu beschäftigen, und dabei sowohl förderliche als auch hemmende Faktoren zu identifizieren.
5.2 Persönliche Hindernisse
Neben den rechtlichen und gesetzlichen Hürden gibt es aber auch noch einige persönliche Probleme, die die Integration in den Arbeitsmarkt erschweren oder sogar verhindern.
Dabei sind zunächst die fehlenden oder nicht ausreichenden Sprachkenntnisse zu erwähnen. Acht von zehn Unternehmen sehen Sprachkenntnisse als Hemmnis, um Geflüchtete in ihrem Unternehmen zu beschäftigen. Dabei sind jedoch Unterschiede zwischen den verschiedenen Branchen erkennbar. Im Dienstleistungs- und Baubereich sehen 80,2 % die Sprachkenntnisse als großes Hemmnis. Im verarbeitenden Gewerbe ist der Anteil mit 73,6 % etwas geringer. Hierbei sind neben dem Sprechen der Sprache ebenso Kenntnisse im Schreiben und Lesen erforderlich. Dies ist wichtig, um z.B. die Sicherheitsanweisungen der Betriebe lesen zu können.
Auch im Hinblick auf Ausbildung sind Sprachkenntnisse wichtig. Die Auszubildenden müssen den in der Berufsschule vermittelten Inhalt verstehen und über diese Inhalte Prüfungen ablegen – mündlich sowie schriftlich (vgl. Frintrup, 2018, S. 131). Die Studie der KOFA zeigt, dass ein Großteil der Unternehmen (85,9 %) mangelnde Sprachkenntnisse als Hemmnis sehen. Unternehmen, die bereits Erfahrungen mit der Beschäftigung von Geflüchteten gemacht haben, sehen neben den mündlichen Sprachkenntnissen mit 85,3% gerade die mangelnden schriftlichen Deutschkenntnisse mit 89,9 % als Herausforderung (vgl. Flake et al., 2017, 11 ff.). Auch nach der OECD-Befragung werden gute Deutschkenntnisse vorausgesetzt. Bereits bei geringqualifizierten Tätigkeiten sind diese bei der Hälfte der Arbeitgeber/innen Voraussetzung. Bei mittleren Kompetenzanforderungen steigt dieser Anteil über 90 % (vgl. OECD, 2017, S. 8).
1 Einleitung: Diese Kapitel stellt den Hintergrund der Arbeit dar, definiert die Forschungsfrage bezüglich der Einstellungsbereitschaft von Unternehmen und erläutert die methodische Vorgehensweise.
2 Abgrenzung Integration und Migration: Es erfolgt eine theoretische Differenzierung zwischen den Begriffen Integration und Migration sowie eine Einordnung der verschiedenen Dimensionen von Integration.
3 Situation der Geflüchteten, die derzeit Zugang zum Arbeitsmarkt suchen: Das Kapitel liefert eine sozioökonomische und soziodemografische Analyse der Zielgruppe unter Einbezug statistischer Daten zu Alter, Herkunft und Bildung.
4 Zusammenhang zwischen dem Ausgang des Asylverfahrens und dem Aufenthaltsstatus bis zur Möglichkeit einer Arbeitsmarktintegration: Hier werden die rechtlichen Voraussetzungen und die Bedeutung des Aufenthaltsstatus für den Arbeitsmarktzugang erläutert.
5 Herausforderungen bei der Integration von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt: Das Kapitel klassifiziert die Hürden in gesetzliche, rechtliche, persönliche und sonstige Herausforderungen.
6 Chancen durch die Integration von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt: Es werden positive Aspekte wie die Entgegenwirkung des Fachkräftemangels und gesellschaftliche Vorteile beleuchtet.
7 Bereitschaft von Unternehmen, Geflüchtete einzustellen: Dieser Hauptteil beinhaltet die methodische Beschreibung der qualitativen Interviews, die Ergebnisse der Befragungen von Unternehmen und Beratungsstellen sowie deren Diskussion.
8 Handlungsempfehlungen für Arbeitsmarktorganisationen und Beratungseinrichtungen für Geflüchtete: Basierend auf den Ergebnissen werden konkrete Maßnahmen zur Verbesserung des Integrationsprozesses abgeleitet.
9 Fazit: Das Fazit fasst die Kernaussagen zusammen und bestätigt die grundsätzliche Einstellungsbereitschaft der Unternehmen trotz bestehender Hürden.
Arbeitsmarktintegration, Geflüchtete, Unternehmen, Ausbildungsbereitschaft, Fachkräftemangel, Aufenthaltsstatus, Sprachkenntnisse, Interkulturelle Kompetenz, Ausbildung, Berufsschule, Sozialforschung, Integrationsgesetz, Qualifikation, Unternehmenseinstellung, Beschäftigungshindernisse.
Die Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Hindernisse bei der Integration von Geflüchteten in den deutschen Arbeitsmarkt sowie die Bereitschaft von Unternehmen, diese Zielgruppe zu beschäftigen.
Zu den Schwerpunkten gehören der rechtliche Aufenthaltsstatus, sozioökonomische Voraussetzungen der Geflüchteten, betriebliche Herausforderungen, die Rolle von Beratungsstellen und die Chancen der Integration durch Ausbildung.
Die Leitfrage lautet: „Sind Unternehmen bereit, Geflüchtete zu beschäftigen?“. Das Ziel ist es, diese Bereitschaft zu evaluieren und fördernde sowie hemmende Faktoren zu analysieren.
Die Autorin wählt einen explorativen, qualitativen Ansatz und führt Experteninterviews (Leitfadengespräche) mit Unternehmensvertretern und Mitarbeitern von Flüchtlingsberatungsstellen durch.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Abgrenzung von Begriffen, die Analyse der Ausgangssituation der Geflüchteten, die Darstellung von Hürden, die Chancen für Unternehmen sowie die Auswertung der empirischen Interviews.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Arbeitsmarktintegration, Einstellungsbereitschaft, Fachkräftemangel, Aufenthaltsstatus und Qualifikationshürden definieren.
Der Aufenthaltsstatus ist laut der Arbeit ein entscheidender Faktor, da er den Zugang zu Förderinstrumenten und die Rechtssicherheit für Arbeitgeber massiv beeinflusst.
Unternehmen zeigen sich grundsätzlich motiviert und offen, sehen jedoch vor allem in mangelnden Sprachkenntnissen, bürokratischen Prozessen und der Unsicherheit des Aufenthaltsstatus bedeutende Einstellungshemmnisse.
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