Bachelorarbeit, 2017
42 Seiten, Note: 8.0
1 Vakanzen im Vertrieb
2 Herausforderungen des Personalmarketings
2.1 Personalmarketing
2.1.1 Externes Personalmarketing
2.1.2 Stellenbezeichnung
2.2 Image, Stereotypen & Prestige
2.2.1 Image
2.2.2 Stereotypen
2.2.3 Prestige
2.3 Einstellungen
2.3.1 Grundlagen
2.3.2 Theorie des geplanten Verhaltens
3 Vertriebs-Image beeinträchtigt die Bewerbereinstellung
3.1 Stellenbezeichnung
3.2 Image, Stereotypen & Prestige
3.2.1 Image
3.2.2 Stereotypen
3.2.3 Prestige
3.3 Einstellungen zum Vertrieb
4 Attraktivitätssteigerung der Stellenbezeichnungen
4.1 H1: Vermeidung des Vertriebstitels
4.2 H2: Hierarchie-Effekt
5 Methoden
5.1 Erhebung
5.2 Stimuli
5.3 Skalenbeschreibung
5.4 Variablen
6 Resultate
6.1 Deskriptive Statistik
6.2 Skalenprüfung
6.2.1 Validität
6.2.2 Reliabilität
6.3 Manipulationscheck und Realitätscheck
6.3.1 Hierarchieebene
6.3.2 Vertriebstitel
6.3.3 Realitätscheck
6.4 Auswertung
7 Diskussion
7.1 Kritische Würdigung
7.2 Implikationen für die Zukunft
Die Arbeit untersucht den Einfluss von verschiedenen Stellenbezeichnungen auf die Einstellung von berufserfahrenen Fachkräften gegenüber Vertriebspositionen, um Strategien zur Steigerung der Attraktivität angesichts negativer Branchenimages und hoher Vakanzen zu identifizieren.
2.2.2 Stereotypen
Unter Image kann man also die Assoziationen potentieller Bewerber zusammenfassen, welche gesellschaftliche Trends reflektieren (Gedatus, 2003). In diesem Rahmen kommt man um die Begrifflichkeit der Stereotype als weitere kognitive Komponente der sozialen Einstellung nicht herum.
Häcker und Stapf liefern die Arbeitsdefinition des vorliegenden Papers: „Stereotype können definiert werden als vereinfachende, schematisierende und verzerrende Kognitionen von Aspekten der sozialen Welt sowie von sozialen Institutionen“ (2004).
Es handelt sich letztlich um mentale Vereinfachung komplexer Eigenschaften beziehungsweise Verhaltensweisen sozialer Gruppen. Obgleich diese Eindrücke nicht mit absoluter Genauigkeit die Realität widerspiegeln, so bieten sie einen nützlichen Mechanismus zur individuellen Verarbeitung der Informationsflut. (vgl. Gilovich, Keltner, & Nisbett, 2011, S. 461)
Stereotype enthalten Wissen, Informationen und bestimmte Attribute über soziale Gruppen und verhelfen daher zu einer effizienteren Urteilsfällung. (vgl. Bodenhausen & Wyer, 1985, p. 267; Fiske & Pavelchak, 1986, S. 170). Somit vereinfachen Sie die Informationseinordnung bei Konfrontation des Individuums mit Teilnehmern einer stereotypisierten Gruppe (vgl. Fiske & Neuberg, 1990, p. 14; Fiske & Pavelchak, 1986, p. 170; Hilton & Von Hippel, 1996, S. 241)
Man typologisiert Stereotype anhand dessen Ursprung. Dieser kann intern sein, sprich auf eigenen Erfahrungen basieren, oder durch externe Einflüsse wie Tradition, Kultur oder Gesellschaft generationsübergreifend weitergegeben worden sein (vgl. Allport, 1954, S. 303).
Deren Aktivierung findet durch sogenannte Stimuli statt. Dies können zahlreiche Dinge sein wie beispielsweise Berufsbezeichnungen, die sich aus dem Kontext erschließen (vgl. Fiske & Neuberg, 1990, S. 23). Die Anwesenheit einer durch den Stimulus ausgelösten Assoziation aktiviert alle damit in Verbindung stehenden Assoziationen. Sobald ein Stereotyp durch den Kontext, beispielsweise der Berufsbezeichnung, aktiviert wurde, werden alle Kategorie spezifischen Kognitionen, Affekte und Verhaltensweisen disponibel (vgl. Fiske & Neuberg, 1990, S. 4).
1 Vakanzen im Vertrieb: Einleitung in die Problematik offener Vertriebsstellen und die Motivation der Untersuchung zur Imageverbesserung durch Stellenbezeichnungen.
2 Herausforderungen des Personalmarketings: Theoretische Fundierung der Begriffe Personalmarketing, Image, Stereotypen, Prestige und Einstellung.
3 Vertriebs-Image beeinträchtigt die Bewerbereinstellung: Aufbereitung der bestehenden Literatur und Studien zum Zusammenhang zwischen Stellenbezeichnungen, Vertriebs-Image und Bewerberentscheidungen.
4 Attraktivitätssteigerung der Stellenbezeichnungen: Herleitung der Untersuchungshypothesen basierend auf der theoretischen Grundlage und dem Forschungsstand.
5 Methoden: Beschreibung des Studiendesigns, der Online-Erhebung, der Stimuli sowie der Skalen zur Messung der Variablen.
6 Resultate: Darstellung und Auswertung der empirischen Ergebnisse inklusive statistischer Analysen wie Reliabilitäts- und Validitätsprüfungen.
7 Diskussion: Kritische Reflexion der Ergebnisse sowie Ableitung von Implikationen für die Praxis des Personalmarketings und künftige Forschung.
Personalmarketing, Vertriebspositionen, Stellenbezeichnung, Job-Image, Stereotypen, Prestige, Berufserfahrene, Einstellung, Bewerbungsabsicht, Arbeitgeberwahl, Recruiting, Hierarchieebene, Mitarbeiterbindung, Arbeitsmarkt, empirische Untersuchung.
Die Bachelor-Thesis befasst sich mit der Frage, wie durch die Gestaltung von Stellenbezeichnungen das Image und die Attraktivität von Vertriebspositionen für berufserfahrene Fachkräfte beeinflusst werden kann.
Die zentralen Felder umfassen Personalmarketing, die psychologische Wahrnehmung von Berufen (Image, Stereotype, Prestige) und die Auswirkungen von Sprachsignalen auf die Arbeitgeberwahl.
Ziel ist es zu klären, ob durch die Vermeidung des Titels "Vertrieb" oder durch die Signalisation einer höheren Hierarchieebene die Einstellung potenzieller Bewerber zu diesen Stellen positiv beeinflusst werden kann.
Es wurde eine quantitative Online-Erhebung in Form eines "Between-Subject-Design" durchgeführt, bei der verschiedene Varianten von Stellenbeschreibungen als Stimuli eingesetzt wurden, um die Reaktionen zu messen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der relevanten Einstellungskonstrukte, eine Literaturanalyse zur Problematik des Vertriebs-Images und die detaillierte Darstellung der eigenen empirischen Studie mit Ergebnisauswertung.
Personalmarketing, Vertrieb, Stellenbezeichnungen, Arbeitgeberattraktivität, Stereotype und Bewerberentscheidung sind maßgebliche Schlagworte.
Die Studie deutet darauf hin, dass die Gewichtung von negativen Stereotypen bei Berufserfahrenen im Vergleich zu (potenziellen) Berufseinsteigern abnimmt, da Erfahrene unabhängiger vom reinen Jobtitel urteilen.
Die Empfehlung lautet "Es kommt darauf an": Die Nennung des Vertriebstitels kann bei Berufserfahrenen aus anderen Bereichen attraktiver wirken, während bei Berufseinsteigern aufgrund stärkerer Stereotype eine vorsichtigere Titelwahl ratsam sein kann.
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