Examensarbeit, 2017
162 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung: Bewertungskompetenz und „vegane Ernährung“ – Definitionen, Relevanz, Ziele, Verortung und Leitfragen
1.1 Bewertungskompetenz im Biologieunterricht
1.1.1 Definition von Bewertungskompetenz
1.1.2 Relevanz und Ziele einer Förderung von Bewertungskompetenz im Biologieunterricht
1.1.3 Verortung von Bewertungskompetenz
1.2 Das Thema „vegane Ernährung“ im Biologieunterricht
1.2.1 Definition und Verortung von „veganer Ernährung“
1.2.2 Relevanz und Ziele der Behandlung des Themas „vegane Ernährung“ im Biologieunterricht des Gymnasiums
1.3 Zentrale Leitfragen
2. Förderung von Bewertungskompetenz im Biologieunterricht des Gymnasiums am Beispiel des Themas „vegane Ernährung“
2.1 Nutzen von Kompetenzmodellen: Kompetenz messbar machen
2.2 Modelle zur Förderung von Bewertungskompetenz: Intuition und Rationalität
2.2.1 Das ESNaS-Modell der Bewertungskompetenz
2.2.2 Das „Oldenburger“ Kompetenzmodell
2.2.3 Das „Göttinger“ Modell der Bewertungskompetenz
2.2.4 Das Modell der sozio-ökologischen Umweltbildung
2.2.5 Das Metakalkül-Modell
2.2.6 Das Metastrategie-Modell zur Analyse & Auswahl von Argumenten
2.3 Grundprinzipien der Förderung von Bewertungskompetenz am Beispiel des Themas „vegane Ernährung“
2.4 Geeignetheit des Themas „vegane Ernährung“ zur Förderung von Bewertungskompetenz
2.5 Fachlicher Hintergrund zu relevanten thematischen Anknüpfungspunkten eines Biologieunterrichts zum Thema „vegane Ernährung“ und deren curriculare Verankerung
2.5.1 Produktion von Milch und Eiern: Qualzuchten und Kükenmord?
2.5.2 Ethik und Politik in der Nutztierhaltung: Massentierhaltung in Tierfabriken?
2.5.3 Gesundheit: Zivilisationskrankheiten – besser Veganer werden?
2.5.4 Ökologische Aspekte: Landschaftszerstörer und Klimakiller (Milch)-Kuh?
2.5.5 Lebensphasen: vegane Kindheit, Schwangerschaft, Leistungssport?
2.6 Methodische Möglichkeiten zur Förderung von Bewertungskompetenz am Beispiel des Themas „vegane Ernährung“
2.6.1 Neue Medien: Förderung durch WebQuests
2.6.2 Die Bewertungsmethode: Schwangerschaft; Spitzensport; Legehennenhaltung
2.6.3 Das Rollenspiel: vegane Schulmensa?
2.6.4 Das Planspiel: Steuer auf Nahrungsmittel tierischen Ursprungs?
2.6.5 Entwicklung einer Utopie: globales und vernetztes Denken schaffen
2.6.6 Weitere Methoden: Werbe-Spot; Ausflug in den Supermarkt; Lebensmittelvergleich
2.7 Schwierigkeiten bei der Umsetzung der Förderung von Bewertungskompetenz am Beispiel des Themas „vegane Ernährung“
3. Fazit: Möglichkeiten und Schwierigkeiten einer Förderung von Bewertungskompetenz im Biologieunterricht am Beispiel des Themas „vegane Ernährung“
4. Kritische Reflexion, Desiderata und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie der Kompetenzbereich „Bewertung“ im Biologieunterricht des Gymnasiums angesichts seiner hohen Komplexität effektiv gefördert werden kann. Dabei dient der Themenkomplex der „veganen Ernährung“ als beispielhaftes Feld, um theoretische Kompetenzmodelle auf ihre praktische Anwendbarkeit zu prüfen, fachwissenschaftliche Hintergründe aufzubereiten und methodische Ansätze für den Unterricht zu entwickeln.
2.5.1 Produktion von Milch und Eiern: Qualzuchten und Kükenmord?
Milch stellt eine wichtige Quelle für Calcium und die Vitamine D, B2 und B12 dar und ist daher wichtiger Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung im Sinne des Vollwert-Konzepts (LEITZMANN 2010, DGE 2017, MIV 2017a). Es gibt aktuell 4,2 Millionen Milchkühe in Deutschland, diese Zahl ist in den letzten Jahren etwa konstant geblieben (DESTATIS 2017b). Etwa 30 Millionen Tonnen Milch werden hierzulande jährlich produziert, davon lediglich 2 % aus ökologischer Erzeugung (BMEL 2017c). Damit ist Deutschland der größte Milcherzeuger in der EU (BMEL 2017c).
Jeder Deutsche verbraucht im Schnitt den Weltrekord von etwa 85 kg an Frischmilcherzeugnissen jährlich, dabei wird etwa die Hälfte der heimisch produzierten Milch-Erzeugnisse exportiert (PETRUS 2015a, BMEL 2017c). Um den größtenteils durch vergrößerten Wohlstand bedingten globalen Trend der Milch aufzuzeigen: In China fand in den vergangenen 10 Jahren eine Verdreifachung des Konsums von Milchprodukten statt (QAIM 2012). Allerdings wirkt sich die Milchherstellung ökologisch vergleichsweise negativ aus: Butter, Käse und Sahne sind unter den Top 5 Lebensmitteln mit der schlechtesten Öko-Bilanz zu finden (MACKENSEN 2008, TIF 2009b). Dabei ist die deutsche Milchwirtschaft nach Einschätzung des Milchindustrieverbands durchaus nachhaltig (MIV 2017b). Die Reduktion des Fleisch- und Milchkonsums in den Industrienationen kann jedoch Treibhausgase reduzieren und den prognostizierten Entwicklungen eines deutlich erhöhten Konsums tierischer Produkte in den Entwicklungs- und Schwellenländern entgegenwirken, denn Schätzungen zufolge wird sich die weltweite jährliche Milchproduktion bis 2050 auf 1.043 Millionen Tonnen im Vergleich zu 2001 nahezu verdoppeln (MCMICHAEL et al. 2007, SCHLATZER 2013, STEINFELD/FAO 2006).
Außer der schlechten Öko-Bilanz kritisieren Veganer und Tierschutzverbände, dass Milchkühe aufgrund des altersbedingten Leistungsabfalls aus ökonomischen Gründen nach bereits 4-5 Jahren geschlachtet werden, männliche Kälbchen von Milchkühen nach der Mast zur Fleischgewinnung sogar deutlich früher nach 1-2 Jahren, wodurch ihre eigentliche Lebenserwartung drastisch verkürzt wird (KELLER/GÄTJEN 2017, PETRUS 2015a).
1. Einleitung: Bewertungskompetenz und „vegane Ernährung“ – Definitionen, Relevanz, Ziele, Verortung und Leitfragen: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Bewertungskompetenz im schulischen Kontext und legitimiert die Behandlung des Themas vegane Ernährung im Biologieunterricht.
2. Förderung von Bewertungskompetenz im Biologieunterricht des Gymnasiums am Beispiel des Themas „vegane Ernährung“: Das Hauptkapitel erörtert verschiedene Kompetenzmodelle, fachliche Hintergründe der veganen Ernährung und stellt methodische Unterrichtsansätze zur Förderung der Bewertungskompetenz vor.
3. Fazit: Möglichkeiten und Schwierigkeiten einer Förderung von Bewertungskompetenz im Biologieunterricht am Beispiel des Themas „vegane Ernährung“: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und betont die Bedeutung von Kompetenzmodellen trotz methodischer Herausforderungen in der Umsetzung.
4. Kritische Reflexion, Desiderata und Ausblick: Hier werden Forschungsdesiderata identifiziert, wie die Entwicklung valider Kompetenztests, und die Notwendigkeit einer besseren Lehrerfortbildung im Bereich der Bewertungskompetenz hervorgehoben.
Bewertungskompetenz, Biologieunterricht, vegane Ernährung, Kompetenzmodelle, Nachhaltigkeit, Bioethik, Nutztierhaltung, Argumentation, Entscheidungsfindung, Wissenschaftliche Hausarbeit, Gymnasium, Didaktik, Ernährungsbildung, Schülerorientierung, Urteilsbildung.
Die Arbeit untersucht, wie Schüler im Biologieunterricht am Beispiel des Themas „vegane Ernährung“ lernen können, komplexe biologische Sachverhalte ethisch und fachlich fundiert zu bewerten.
Die Schwerpunkte liegen auf der Förderung der Bewertungskompetenz, der fachlichen Analyse der veganen Ernährung (ethisch, gesundheitlich, ökologisch) sowie didaktischen Strategien für den Unterricht.
Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, wie Bewertungskompetenz trotz ihrer hohen Komplexität effektiv im Unterricht gefördert werden kann und inwieweit das Thema vegane Ernährung hierfür geeignet ist.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse didaktischer Konzepte und aktueller Forschungsergebnisse zu Kompetenzmodellen, sowie auf der Entwicklung beispielhafter Unterrichtsmaterialien.
Im Hauptteil werden verschiedene didaktische Kompetenzmodelle (z. B. ESNaS, Oldenburger und Göttinger Modell) erläutert und auf ihre Anwendbarkeit im Themenfeld vegane Ernährung geprüft sowie praktische Lehrmethoden vorgestellt.
Bewertungskompetenz, Biologieunterricht, vegane Ernährung, Nachhaltigkeit, Bioethik, Argumentation und Didaktik.
Die Arbeit verdeutlicht, dass Schüler oft intuitiv-emotional entscheiden. Didaktische Modelle sollen diese Intuitionen explizit machen und in einen rationalen, kriteriengeleiteten Bewertungsprozess überführen.
Sie adressiert den naturalistischen Fehlschluss in der Debatte, um zu zeigen, dass aus bloßen Fakten (z. B. biologische Ernährungsbedürfnisse) nicht zwangsläufig eine moralische Handlungsweise (z. B. Veganismus) folgt, ohne dass Werte und Normen einbezogen werden.
Das Modell konzentriert sich primär auf Umweltaspekte. Die Arbeit argumentiert für eine Erweiterung um ethische und gesundheitliche Dimensionen, um die Komplexität von Ernährungsentscheidungen realitätsgetreu abzubilden.
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