Forschungsarbeit, 2012
96 Seiten, Note: 1.0
1 Motivation
2 Einführung
2.1 Zielsetzung der Arbeit
2.2 Aufbau der Arbeit
3 Modellvorstellungen zum ungestörten Schriftspracherwerb
3.1 Modell der zweifachen Zugangswege beim Worterkennen von Coltheart
3.2 Stufenmodell der Schriftsprachentwicklung nach Frith
3.3 Stufen des Schriftspracherwerbs nach Brügelmann und Brinkmann
3.4 Stufenmodell des Schriftspracherwerbs von Günther
3.5 Zwei-Wege-Modell des Schreibens von Schründer-Lenzen
3.6 Stufen des Lesen- und Schreibenlernens von Valtin
3.7 Zusammenfassung der Modelle
4 Phonologische Bewusstheit
4.1 Definition, Einordnung und Abgrenzung des Begriffs
4.2 Zusammenhang zwischen der phonologischen Bewusstheit und den Schriftsprachfähigkeiten
4.3 Phonologische Bewusstheit als Prädikatorvariable für Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten
5 Das Würzburger Sprachprogramm zur Förderung der phonologischen Bewusstheit
5.1 Beschreibung und Durchführung
5.2 Theoretischer Hintergrund und Forschungsergebnisse bezüglich der Effektivität
5.3 Kritische Auseinandersetzung
6 Planung und Durchführung der Erhebung des sprachbezogenen Leistungsstands
6.1 Fragestellung und Hypothesen
6.2 Forschungsdesign
6.2.1 Versuchsaufbau und Plan der Durchführung
6.2.2 Untersuchungsinstrumente
6.3 Versuchsstichprobe
7 Ergebnisdarstellung
7.1 Auswertung der erhobenen Daten zur phonologischen Bewusstheit
7.2 Vergleich des sprachbezogenen Leistungsstands von Kindern, bezugnehmend zum Würzburger Sprachprogramm und zum Geschlecht
7.3 Darstellung der Aussagen der Eltern und der Lehrkraft
8 Interpretation und Diskussion der Ergebnisse
8.1 Zusammenfassung und Interpretation der Befunde
8.2 Diskussion
Die Arbeit untersucht, welche Einflussfaktoren auf die schriftsprachliche Leistung von Erstklässlern wirken und ob das Würzburger Sprachprogramm als entscheidender Bedingungsfaktor für Leistungen auf phonologischer Ebene identifiziert werden kann. Dabei wird insbesondere geprüft, ob die Teilnahme am Training signifikante Unterschiede in der phonologischen Bewusstheit bewirkt oder ob andere Variablen wie häusliche Förderung, kognitive Entwicklung oder Lehrereinschätzungen eine größere Rolle spielen.
3.1 Modell der zweifachen Zugangswege beim Worterkennen von Coltheart
Das Modell von Coltheart (1978) (siehe Abbildung 1) zeigt einen direkten und einen indirekten Zugangsweg, Wörter zu erlesen (vgl. Stock, Marx und Schneider 2005, S. 11f.). Die Entscheidung, welcher Weg gewählt wird, hängt von der Größe des mentalen Lexikons ab, weniger von dem Entwicklungsstand des Lesers. Das zu erlesende Wortmaterial ist entscheidend.
Ist das Wortmaterial dem Leser bekannt, kann es von ihm über den Zugriff auf das mentale Lexikon direkt erlesen werden. Ist das betreffende Wort unbekannt, wird es schrittweise über die phonologische Rekodierung, d. h. die Segmentierung des Wortes in seine einzelnen Buchstaben, indirekt erschlossen.
1 Motivation: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz der Lesekompetenz und die Zielsetzung der Untersuchung hinsichtlich der Effekte des Würzburger Sprachprogramms.
2 Einführung: Dieses Kapitel definiert die Zielsetzung der Arbeit, die darin besteht, Einflussfaktoren auf die schriftsprachliche Leistung zu identifizieren und den Stellenwert des Würzburger Sprachprogramms kritisch zu hinterfragen.
3 Modellvorstellungen zum ungestörten Schriftspracherwerb: Hier werden zentrale theoretische Modelle zum Schriftspracherwerb erläutert, um die Komplexität des Lese- und Schreiblernprozesses zu verdeutlichen.
4 Phonologische Bewusstheit: Das Kapitel definiert den Begriff phonologische Bewusstheit, ordnet ihn in die Sprachverarbeitung ein und untersucht dessen Zusammenhang mit Schriftsprachfähigkeiten.
5 Das Würzburger Sprachprogramm zur Förderung der phonologischen Bewusstheit: Es erfolgt eine detaillierte Beschreibung des Trainingsprogramms, gefolgt von einer kritischen Auseinandersetzung mit dessen Methoden und Wirksamkeit.
6 Planung und Durchführung der Erhebung des sprachbezogenen Leistungsstands: Dieses Kapitel beschreibt das Forschungsdesign, die Hypothesenbildung sowie die verwendeten Untersuchungsinstrumente und die Stichprobe.
7 Ergebnisdarstellung: Die erhobenen Daten werden ausgewertet und grafisch dargestellt, wobei ein Schwerpunkt auf dem Vergleich trainierter und nicht trainierter Kinder liegt.
8 Interpretation und Diskussion der Ergebnisse: Die Befunde werden systematisch interpretiert, Hypothesen überprüft und die Limitationen der Studie kritisch diskutiert.
Phonologische Bewusstheit, Würzburger Sprachprogramm, Schriftspracherwerb, Lese-Rechtschreib-Leistung, BAKO-Test, Erstklässler, Sprachentwicklung, Prädikatorvariable, Lesekompetenz, Sprachförderung, Empirische Untersuchung, Lehrereinschätzung, Früherkennung, Silben- und Onset-Reim-Ebene, Phonemverarbeitung.
Die Arbeit untersucht die Wirksamkeit des Würzburger Sprachprogramms zur Förderung der phonologischen Bewusstheit und deren Einfluss auf die schriftsprachlichen Leistungen von Erstklässlern.
Die zentralen Themen sind der Schriftspracherwerb, die phonologische Bewusstheit, die Effektivität vorschulischer Trainingsprogramme sowie verschiedene Einflussfaktoren auf die schulische Leistung.
Das primäre Ziel ist zu prüfen, ob die Teilnahme am Würzburger Sprachprogramm die ursächliche Bedingung für bessere sprachliche Leistungen in der ersten Klasse ist oder ob andere Faktoren eine wichtigere Rolle spielen.
Es wird ein experimenteller Ansatz mit einer Stichprobe von 12 Kindern gewählt, bei dem Testergebnisse (BAKO 1-4) mit Fragebögen für Eltern und Lehrkräfte korreliert werden.
Der Hauptteil umfasst die theoretischen Grundlagen des Schriftspracherwerbs, die detaillierte Beschreibung des Würzburger Sprachprogramms sowie die Auswertung und Interpretation der empirischen Daten.
Die wichtigsten Begriffe sind phonologische Bewusstheit, Würzburger Sprachprogramm, Schriftspracherwerb, Lese- und Rechtschreibkompetenz sowie Leistungsdifferenzen bei Schulanfängern.
Die Lehrereinschätzung wird genutzt, um den allgemeinen und sprachbezogenen Leistungsstand der Schüler subjektiv zu erfassen und diesen mit den objektiven Testergebnissen in Beziehung zu setzen.
Das Elternhaus wird als bedeutsamer Einflussfaktor untersucht; dabei wird unter anderem hinterfragt, wie die elterliche Einstellung zur sprachlichen Frühförderung mit den Testergebnissen der Kinder korreliert.
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