Masterarbeit, 2018
147 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Gang der Arbeit
2 Theoretischer Rahmen des Underpricings
2.1 Definitionen und Abgrenzungen des Begriffs Underpricing
2.2 Empirische Evidenz des Underpricings
2.3 Überblick über die Erklärungsansätze des Underpricings
2.4 Theorien der asymmetrischen Informationsverteilung
2.4.1 Informationsasymmetrien zwischen Investoren
2.4.1.1 The Winner’s Curse
2.4.1.2 Ex-ante-Unsicherheit
2.4.2 Informationsasymmetrien zwischen Investoren und Emittenten
2.4.2.1 Signalling-Modelle
2.4.2.2 Reputationshypothese oder Certification of Quality
2.4.2.3 Information-Production-Hypothese
2.4.3 Informationsasymmetrien zwischen Emittenten und Emissionsbank
2.4.3.1 Principal-Agent-Modell
2.4.3.2 Modell von Cho
2.4.4 Informationsasymmetrien zwischen Emissionsbank und Investoren
2.5 Ad-hoc-Theorien
2.5.1 Institutionelle Ansätze
2.5.1.1 Monopolhypothese
2.5.1.2 Prospekthaftungshypothese
2.5.1.3 Kurspflegehypothese
2.5.1.4 Steuerhypothese
2.5.2 Ownership- und Control-Ansätze
2.5.2.1 Reduced-Monitoring-Hypothese
2.5.2.2 Reduced-Agency-Cost-Hypothese
2.5.2.3 Realignment-of-Incentives-Hypothese
2.5.2.4 Information-Momentum-Hypothese
2.5.3 Behavioral-Ansätze
2.5.3.1 Informational-Cascades-Hypothese
2.5.3.2 Investor-Sentiment-Hypothese
2.5.3.3 Prospect-Theorie
2.6 Aufstellung der Hypothesen
3 Der Alternative Investment Market in Großbritannien
3.1 Börsen- und Marktsegmente für Wachstumsmärkte und KMUs
3.2 Besonderheiten und Bedeutung des AIM
3.3 Zusammenfassung
4 Datenbasis, Variablen und Methodik der empirischen Untersuchung
4.1 Datensammlung und -anpassung
4.2 Berechnung des Underpricings
4.3 Definition der Variablen
4.4 Methodik zur Analyse der Querschnittsdaten
4.4.1 Schätzung der Regressionsfunktion
4.4.2 Prüfung der Modellprämissen und der BLUE-Güteeigenschaften
5 Ergebnisse der Regressionsanalyse
5.1 Deskriptive uni- und bivariate Analyse
5.1.1 Explorative Datenanalyse
5.1.2 Einzelregressionen ausgewählter Variablen
5.2 Multivariate Analyse und Ermittlung der Einflussfaktoren des Underpricings
5.2.1 Blockweise multivariate Regressionsanalyse
5.2.2 Gesamtmodelle der multivariaten Regressionsanalyse ohne Blockgrenzen
5.2.3 Ergebnisse und Vergleich der Gesamtregressionsmodelle
5.3 Prüfung der Regressionsmodelle auf Erfüllung der Gütekriterien von OLS-Schätzungen
5.4 Empirische Überprüfung der Hypothesen
6 Schlussbetrachtung
6.1 Zusammenfassung der Untersuchungsergebnisse sowie Ableitung praktischer und methodologischer Implikationen
6.2 Potenzial zukünftiger Untersuchungen und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht das Underpricing-Phänomen bei Börsengängen (IPOs) am Alternative Investment Market (AIM) in Großbritannien im Zeitraum von 2013 bis 2016. Das primäre Ziel ist die empirische Bestätigung des Underpricings sowie die Identifikation der Treiber und Einflussfaktoren, unter Berücksichtigung verschiedener theoretischer Erklärungsmodelle aus der Fachliteratur.
1.1 Problemstellung
Vor dem geschilderten Hintergrund stellt sich die Frage, welche Faktoren für das Underpricing-Phänomen verantwortlich gemacht werden können und welchen Einfluss die am IPO-Prozess beteiligten Akteure auf das Ausmaß des Underpricings haben. Zu den genannten Akteuren zählen die drei Hauptgruppen Emittenten (IPO-Unternehmen), Emissionsbanken (Underwriter, Emissionsbegleiter bzw. Finanzintermediäre) und Investoren.10 In verschiedenen Untersuchungen wurde der Frage des Underpricings aus der jeweiligen Perspektive der diversen Akteure sowie unter Berücksichtigung ihrer Interaktionen nachgegangen. Infolge des Underpricings, das mit einem im Vergleich zum Schlusstageskurs bei der Erstemission niedrigeren Ausgabepreis einhergeht, erleiden die Emittenten einen finanziellen Verlust, der von Loughran und Ritter (2002) als „leaving large amounts of money on the table“11 bezeichnet wird. Bemerkenswert an dieser Situation ist der Umstand, dass die Emittenten offensichtlich keinen Anstoß an ihrer finanziellen Einbuße nehmen12 oder aber womöglich auf die Höhe des Underpricings keinen Einfluss haben, weil etwa die Emissionsbanken gemäß der Monopolhypothese (Kapitel 2.5.1.1) gegenüber den Emittenten eine Monopolstellung besitzen.13 Investoren können mithilfe des Underpricings systematisch einen erheblichen Profit erzielen, wenn sie Wertpapiere im Rahmen des IPO zu einem im Vergleich zum tatsächlichen Marktpreis niedrigeren Ausgabekurs erhalten und die Wertpapiere im Anschluss an deren Erwerb sofort am Sekundärmarkt veräußern.14 In der wissenschaftlichen Literatur findet sich zu dieser Thematik eine Fülle sowohl theoretischer Erklärungsansätze als auch empirischer Untersuchungen. Die einschlägige Literatur stellt jedoch hinsichtlich der Erläuterung des betrachteten Sachverhalts überwiegend auf Informations-
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema Underpricing am AIM ein, beleuchtet die Relevanz des Themas und formuliert die Forschungsfrage sowie das Ziel der Arbeit.
2 Theoretischer Rahmen des Underpricings: Dieses Kapitel liefert eine fundierte Übersicht der gängigen Theorien, unterteilt in Informationsasymmetrien und Ad-hoc-Theorien, und leitet daraus die zu prüfenden Hypothesen ab.
3 Der Alternative Investment Market in Großbritannien: Das Kapitel beschreibt die Besonderheiten des AIM als Börsensegment für KMUs und seine Bedeutung im internationalen Vergleich.
4 Datenbasis, Variablen und Methodik der empirischen Untersuchung: Hier werden das methodische Vorgehen, die Datensammlung und die Definition der für die Regression verwendeten Variablen erläutert.
5 Ergebnisse der Regressionsanalyse: Dieses Kapitel präsentiert die empirischen Befunde, die Regressionsmodelle und eine detaillierte Prüfung der Hypothesen sowie der Gütekriterien.
6 Schlussbetrachtung: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse, Implikationen für die Praxis und einem Ausblick auf zukünftige Forschungsmöglichkeiten.
Underpricing, IPO, AIM, Großbritannien, Alternative Investment Market, Informationsasymmetrie, Agency-Theorie, Behavioral Finance, Börsengang, Kapitalmarkt, Emissionsbank, NOMAD, Regressionsanalyse, Anlegerschutz, IPO-Anomalien
Die Arbeit befasst sich mit dem sogenannten Underpricing-Phänomen, bei dem der Ausgabepreis von Aktien bei einem Börsengang (IPO) niedriger angesetzt ist als der erste Kurs am Sekundärmarkt, und untersucht dies anhand des Alternative Investment Market (AIM) in Großbritannien.
Zentrale Themenfelder sind Theorien zur asymmetrischen Informationsverteilung, Ad-hoc-Erklärungshypothesen (wie Institutionelle Ansätze, Ownership- und Control-Ansätze sowie Behavioral-Ansätze) und deren empirische Relevanz für den AIM im Zeitraum 2013 bis 2016.
Das Hauptziel besteht darin, die Treiber und Einflussfaktoren des Underpricings am AIM zu identifizieren und zu ermitteln, welche theoretischen Erklärungsansätze das Underpricing-Phänomen in diesem spezifischen Marktumfeld am besten erklären können.
Die Arbeit nutzt quantitative Methoden, insbesondere die multivariate lineare Regressionsanalyse auf Basis von Querschnittsdaten, um die statistische Signifikanz verschiedener Einflussfaktoren auf das Underpricing zu prüfen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Herleitung der Underpricing-Theorien, eine Beschreibung des AIM, die methodische Aufbereitung der Daten und die detaillierte Durchführung sowie Interpretation der Regressionsanalysen.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Underpricing, IPO, AIM, Informationsasymmetrien, Agency-Theorie, Behavioral Finance und empirische Regressionsanalyse geprägt.
NOMADs übernehmen am AIM eine entscheidende Funktion als Gatekeeper, Regulierer und Berater, da sie in enger Weise mit dem IPO-Unternehmen zusammenarbeiten und als notwendige Zulassungsvoraussetzung für ein Listing am AIM fungieren.
Im Winner's-Curse-Modell nach Rock (1986) ist ein gewisses Maß an Underpricing eine notwendige Bedingung, um schlecht informierte Investoren am Emissionsmarkt zu halten und somit die Funktionsfähigkeit des IPO-Marktes sicherzustellen.
Die Untersuchung kommt zu dem Ergebnis, dass am AIM keine Anhaltspunkte für Kurspflegemaßnahmen (Price Support) im Sinne der Kurspflegehypothese nachgewiesen werden können.
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