Masterarbeit, 2016
99 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Entwicklung und Zielsetzung der IFRS
2.1 Historische Entwicklung der IFRS
2.2 Funktionen und Grundsätze der IFRS
3 Ermittlung des Fair Value nach IFRS 13
3.1 Entwicklung des IFRS 13
3.2 Definition und Anwendungsbereiche
3.3 Kategorien von Finanzinstrumenten nach IAS 39
3.4 Bewertungsvorschriften des IFRS 13
3.4.1 Bewertung von nicht-finanziellen Vermögenswerten
3.4.2 Besonderheit bei der Bewertung von Schulden
3.5 Bewertungstechniken des IFRS 13
3.6 Bewertungshierarchie und Inputfaktoren
3.7 Angabepflichten
4 Bedeutung der Fair Value Bilanzierung
4.1 Datenbasis und Fragestellung
4.2 Anwendung der Fair Value Bewertung bei DAX Unternehmen
4.3 Ausmaß der Fair Value Bewertung
4.3.1 Fair Value Bewertung nach Branchen
4.4 Fair Value Hierarchie bei DAX Unternehmen
4.5 Kategorien von Finanzinstrumenten der DAX Unternehmen
4.6 Auswirkungen der Level 3 Bewertung bei den DAX Unternehmen
4.6.1 Analyse der erfolgswirksamen Fair Value Änderungen
4.6.2 Analyse der erfolgsneutralen Fair Value Änderungen
4.6.3 Ausweis der Sensitivitätsanalyse für Level 3 Finanzinstrumente
4.7 Zusammenfassung der deskriptiven Ergebnisse
5 Analyse der Level 3 Bewertung
5.1 Auswertungsmethode und Datenbasis
5.1.1 Datenbasis
5.1.2 Auswertungsmethode
5.1.3 Begründung der Testauswahl
5.2 Auswertung der Ergebnisse
5.2.1 Ergebnisse über alle Unternehmen
5.2.2 Ergebnisse für verschiedene Indizes
5.2.3 Ergebnisse für verschiedene Branchen
5.3 Zusammenfassung der Ergebnisse
6 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung und das Ausmaß der Fair Value-Bewertung nach IFRS 13 für deutsche kapitalmarktorientierte Unternehmen. Dabei wird insbesondere analysiert, inwiefern die Level 3-Bewertung für opportunistisches Verhalten genutzt wird und welche Erfolgswirkungen aus diesen subjektiven Bewertungen für die Unternehmen resultieren.
3.4.2 Besonderheit bei der Bewertung von Schulden
Bei der Bewertung einer Schuld wird eine (fiktive) Übertragung auf einen Marktteilnehmer unterstellt. Dies entspricht der Fair Value definition, welche ein Exit-Szenario bzw. einen Preis unterstellt. Die Schuld würde bei einer Übertragung offen bleiben und der übernehmende Marktteilnehmer müsste die Verpflichtung erfüllen. Kritisch zu sehen ist, dass bei der Bewertung Übertragungsrestrektionen nicht berücksichtigt werden dürfen, da im Gegensatz zu Vermögenswerten die Übertragung einer Schuld aufgrund rechtlicher und faktischer Beschränkungen oft nicht möglich ist. Bei der Bewertung von Schulden ist desweiteren das eigene Nichterfüllungsrisiko bzw. Ausfallrisiko zu berücksichtigen. Hierdurch kann es bei einem Unternehmen zu unrealisierten Gewinnen kommen, obwohl sich die wirtschaftliche Situation des Unternehmnes verschlechtert hat (Kontra - Intuitive Ergebnisse). Ein Beispiel soll dies Verdeutlichen: Eine vom Unternehmen emittierte Anleihe von 100 Mio. Euro sinkt im Marktwert auf 70 Mio. Euro, da Investoren die Kreditwürdigkeit des Emittenten schlechter einschätzen. Somit entsteht ein unrealisierter Gewinn (Ausweis im Eigenkapital) trotz Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation des Unternehmens. Bereits im Jahr 1947 vertrat Schmalenbach die Ansicht, dass man den Kurs auf sich beruhen lassen solle. Dies begründet er wie folgt: „Wird das Unternehmen krank und die Bonität so schlecht, daß die Kurse der Obligationen fallen, so wird das Vermögen des Bilanzierenden um so viel größer. Die Krankheit wird sozusagen zum Aktivum. Wenn die Bonität auf Null gesunken ist, sind auch die Schulden und damit die Ueberschuldung weg. Es ist eine humoristische Angelegenheit“.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die zunehmende Bedeutung der Fair Value-Bewertung nach IFRS 13 ein und stellt die kritische wissenschaftliche Diskussion sowie die Forschungsabsicht der Arbeit vor.
2 Entwicklung und Zielsetzung der IFRS: Dieses Kapitel erläutert die historische Entwicklung und die grundlegenden Funktionen internationaler Rechnungslegungsstandards, wobei der Fokus auf den Informationsbedürfnissen der Investoren liegt.
3 Ermittlung des Fair Value nach IFRS 13: Es werden die technischen Aspekte der Fair Value-Ermittlung, einschließlich der Bewertungshierarchie, der Inputfaktoren und der Anhangsangaben, detailliert beschrieben.
4 Bedeutung der Fair Value Bilanzierung: Dieses zentrale Kapitel analysiert empirisch die Anwendung, das Ausmaß und die Erfolgswirkungen der Fair Value-Bewertung bei deutschen DAX-Unternehmen unter Berücksichtigung verschiedener Branchen.
5 Analyse der Level 3 Bewertung: Hier wird der Manipulationsverdacht untersucht, ob Unternehmen die subjektiven Ermittlungsspielräume der Level 3-Bewertung nutzen, um bei schlechter Performance Ergebnisse zu korrigieren.
6 Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer kontinuierlichen wissenschaftlichen Beobachtung und Weiterentwicklung der Standards.
Fair Value, IFRS 13, IAS 39, Finanzinstrumente, Level 3 Bewertung, DAX-Unternehmen, Bilanzierung, Net Income, Eigenkapitalrentabilität, Marktteilnehmer, Rechnungslegung, Sensitivitätsanalyse, Opportunistisches Verhalten, Finanzdienstleister, Industrieunternehmen.
Die Arbeit analysiert kritisch die Anwendung und die Auswirkungen der Fair Value-Bewertung gemäß IFRS 13 bei deutschen börsennotierten Unternehmen im DAX.
Zentrale Themen sind die Bewertungshierarchien, die Verwendung subjektiver Inputfaktoren (Level 3) und deren Einfluss auf die Unternehmensergebnisse.
Ziel ist es zu prüfen, ob Unternehmen die Spielräume bei der Fair Value-Bewertung opportunistisch nutzen, um ihre Bilanzkennzahlen gezielt zu beeinflussen.
Es wird eine deskriptive Analyse der Geschäftsberichte von 147 Unternehmen über vier Jahre sowie eine empirische statistische Untersuchung mittels Rangkorrelationen nach Spearman durchgeführt.
Der Hauptteil umfasst eine theoretische Fundierung zu IFRS 13 und IAS 39, eine empirische Auswertung der Fair Value-Nutzung nach Branchen sowie eine statistische Analyse von Gewinn- und Umsatzkorrelationen mit Fair Value-Positionen.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Fair Value, IFRS 13, Level 3 Bewertung, Opportunismus und Bilanzanalyse charakterisiert.
Sie basiert auf nicht beobachtbaren Inputfaktoren und unternehmensinternen Modellen, was den Unternehmen hohe subjektive Spielräume für Bilanzmanipulationen einräumt.
Nein, die Arbeit zeigt signifikante Unterschiede: Finanzdienstleister weisen eine wesentlich höhere Bedeutung der Fair Value-Bewertung für ihr Geschäftsmodell auf als Industrieunternehmen.
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