Bachelorarbeit, 2017
57 Seiten, Note: 2,1
Die vorliegende Bachelorarbeit analysiert die Einführung des Mindestlohngesetzes in Deutschland im Jahr 2015 und untersucht, warum bestimmte Personengruppen von dessen Anwendung ausgeschlossen oder zeitlich verzögert profitieren durften, obwohl die Regierungsparteien eine existenzsichernde Entlohnung für alle Arbeitnehmer anstrebten. Im Zentrum stehen die Einflüsse der Parteiendifferenz und der Machtressourcen der Interessenvertretungen auf das Policy-Design des Gesetzes.
Die Arbeit konzentriert sich auf die Analyse des Policy-Designs des Mindestlohngesetzes in Deutschland. Die wichtigsten Schlüsselwörter sind daher: Mindestlohn, Parteiendifferenz, Machtressourcen, Interessenvertretungen, Policy-Design, Koalitionszwänge, Ideologie, Kernwählerschaft, Anwendungsbereich, Übergangsfristen.
Bei der Einführung des Mindestlohngesetzes (MiLoG) wurden Ausnahmen für bestimmte Gruppen wie Praktikanten, Langzeitarbeitslose in den ersten sechs Monaten und Jugendliche unter 18 Jahren festgelegt, oft begründet durch arbeitsmarktpolitische Erwägungen.
Der Mindestlohn war ein zentrales Wahlversprechen der SPD. In den Koalitionsverhandlungen mit der CDU/CSU mussten jedoch Kompromisse eingegangen werden, die zu den heutigen Ausnahmeregelungen und Übergangsfristen führten.
Diese Theorie besagt, dass die Ausgestaltung von Gesetzen stark von der Ideologie der regierenden Parteien abhängt. Während die SPD den Mindestlohn forcierte, drängten unionsgeführte Interessen auf Ausnahmen zum Schutz der Wirtschaft.
Arbeitgeberverbände nutzten ihre Machtressourcen, um vor möglichen Jobverlusten zu warnen, was zur Implementierung von Übergangsfristen und Ausnahmen für bestimmte Branchen und Personengruppen beitrug.
Ziel war es, dass „gute Arbeit“ existenzsichernd sein muss und Arbeitnehmer ein Leben führen können, ohne auf zusätzliche staatliche Transferleistungen angewiesen zu sein.
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