Fachbuch, 2018
65 Seiten
1 Einleitung
2 Der Wandel der Geschlechterverhältnisse
2.1 Die Entgrenzung der Geschlechter
2.2 Ungleichheiten der Geschlechter im Berufsleben
3 Der Wandel des Verhältnisses von Arbeit und Leben
3.1 Die Entgrenzung von Arbeit
3.2 Die Flexibilisierung von Arbeit
3.3 Die Subjektivierung von Arbeit
3.4 Die Entgrenzung von Arbeit und Privatleben
4 Das Konzept der Work-Life-Balance
4.1 Definition
4.2 Entwicklung
4.3 Maßnahmen
5 Kritische Untersuchung
6 Fazit
Die Arbeit untersucht, ob betriebliche Work-Life-Balance-Maßnahmen wirksam dazu beitragen können, bestehende berufliche Ungleichheiten zwischen Männern und Frauen abzubauen und eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ermöglichen.
3.3 Die Subjektivierung von Arbeit
Bevor ich auf den Kontext zwischen der Entgrenzung von Arbeit und dem Nebenphänomen der Subjektivierung eingehe, beginne ich mit einer kurzen Definition zum Begriff der Subjektivität. Nach Kleemann und Voß beschreibt diese eine Gruppe an individuellen Dispositionen, Eigenschaften und Ressourcen eines Menschen, welche ihn als sozial eingebundenes Wesen innerhalb der Gesellschaft ausmachen (vgl. Kleemann/Voß 2010: 416).
„Subjektivität ist somit ein (wandelbares) Produkt der Verbindung zwischen Person und Gesellschaft, dass die Person in ihrer sozialen Umwelt positioniert.“ (vgl. Kleemann/ Matuschek/ Voß 2002: 57)
Subjektivität wirkt also im Individuum handlungsbefähigend und leitend, da man sie als eine Art individueller mentaler Ausstattung eines Menschen betrachten kann. Der Begriff der Subjektivität kann dabei durchaus unterschiedliche Fokusse einnehmen, entweder auf das Individuum bezogen oder auf die Bestimmung durch die Gesellschaft (vgl. ebd.). Nun folgt die Betrachtung der Wirkungs- und Verwendungsweisen der Subjektivität innerhalb der Erwerbsarbeit.
Die Subjektivierung markiert eine historische Entwicklung von subjektiven Leistungen oder Handlungen, die im Rahmen von Modernisierungstendenzen immer funktionaler werden. Im Kontext der Modernisierung tritt damit die Subjektivierung als Reaktion auf diese zunehmend kontingenten Umweltsituationen auf (vgl. ebd.).
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die historische Entwicklung der Frauenbewegung und das anhaltende Problem der Vereinbarkeit von Beruf und Familie ein, welches das zentrale Forschungsanliegen begründet.
2 Der Wandel der Geschlechterverhältnisse: Dieses Kapitel analysiert die strukturellen Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern und die historisch gewachsene Rolle der Frau in der Reproduktionsarbeit.
3 Der Wandel des Verhältnisses von Arbeit und Leben: Hier werden die soziologischen Phänomene der Entgrenzung, Flexibilisierung und Subjektivierung von Arbeit detailliert erörtert, da sie das moderne Arbeitsumfeld prägen.
4 Das Konzept der Work-Life-Balance: Es erfolgt eine theoretische Einordnung und historische Herleitung des Konzepts sowie eine Vorstellung gängiger betrieblicher Maßnahmen zur Unterstützung der Vereinbarkeit.
5 Kritische Untersuchung: Dieser Teil prüft anhand von Kennzahlen, ob die bestehenden Maßnahmen tatsächlich zu einer beruflichen Angleichung der Geschlechter führen oder lediglich die Effizienz steigern.
6 Fazit: Das Fazit fasst die Ambivalenz von Work-Life-Balance-Maßnahmen zusammen und betont die Notwendigkeit eines tiefgreifenden Wandels der Unternehmenskultur für echte Gleichberechtigung.
Work-Life-Balance, Geschlechterverhältnisse, Entgrenzung von Arbeit, Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Erwerbsarbeit, Subjektivierung, Flexibilisierung, Familienfreundlichkeit, Gender-Pay-Gap, Teilzeitarbeit, Väter in Elternzeit, Care-Work, Arbeitskraftunternehmer, Unternehmenskultur, Gleichberechtigung
Die Arbeit untersucht das Konzept der Work-Life-Balance und fragt, ob entsprechende betriebliche Maßnahmen dazu beitragen können, die bestehende berufliche Chancenungleichheit zwischen Männern und Frauen zu verringern.
Die zentralen Themen umfassen den soziologischen Wandel von Arbeitsstrukturen, die geschlechtsspezifische Arbeitsteilung, die Entwicklung betrieblicher Familienpolitik und die Auswirkungen von Entgrenzungsprozessen auf das Privatleben.
Das primäre Ziel ist es, zu analysieren, ob familienfreundliche Work-Life-Balance-Maßnahmen in Unternehmen tatsächlich die Gleichberechtigung der Frau auf dem Arbeitsmarkt fördern oder lediglich der Steigerung der betrieblichen Effizienz dienen.
Die Autorin nutzt eine Kombination aus einer theoretischen Aufarbeitung der arbeits- und geschlechtssoziologischen Literatur sowie eine eigene kleine empirische Untersuchung, die unter anderem Kommentare aus den sozialen Medien (YouTube) auswertet.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Geschlechterverhältnisse, die soziologische Erläuterung der Entgrenzung und Subjektivierung von Arbeit sowie die detaillierte Darstellung und kritische Untersuchung von Work-Life-Balance-Angeboten wie Elternzeitprogrammen und Arbeitszeitflexibilisierung.
Die Arbeit lässt sich besonders durch die Begriffe Work-Life-Balance, Entgrenzung von Arbeit, berufliche Chancenungleichheit, Care-Work und geschlechtergerechte Arbeitsteilung charakterisieren.
Diese Unterscheidung verdeutlicht, wie sich die ehemals klare, durch Raum und Zeit begrenzte Arbeitsteilung aufgelöst hat und warum die heutige "Entgrenzung" eine individuelle Anpassungsleistung erfordert, die Frauen oft stärker belastet.
Die Autorin argumentiert, dass Maßnahmen nur dann effektiv sind, wenn sie fest in der Unternehmenskultur verankert sind und durch ein familienfreundliches Klima, das auch Männer zur Inanspruchnahme ermutigt, unterstützt werden.
Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass Männer Vorbilder, insbesondere Führungskräfte in Elternzeit, benötigen, um die "weiblich dominierte Domäne" der Familienarbeit zu betreten und so das Ziel der Gleichberechtigung zu unterstützen.
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