Bachelorarbeit, 2015
37 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Vorgeschichte Kataloniens bis zum Spanischen Erbfolgekrieg
3. Katalonien im Laufe des Spanischen Erbfolgekriegs (1701-1714)
4. Die Folgen des Spanischen Erbfolgekriegs für das Katalanische
4.1 Decreto de Nueva Planta de Cataluña und dessen Folgen für das Katalanische in Katalonien
4.2. Die Schließung der katalanischen Universitäten und deren Folgen für das Katalanische
4.2.1 Katalanische Universitäten bis zur Schließung im Jahre 1717
4.2.2 Die Gründe für die Schließung der katalanischen Universitäten und für die Gründung der Universität von Cervera
4.2.3 Die Universität von Cervera
4.2.4 Kritik an der Universität von Cervera
4.2.5 Wissenschaftliche Akademien und Schulen in Katalonien im 18. Jahrhundert
4.3 Wiederaufbau der katalanischen Universitäten
5. Renaixença des Katalanischen (1800-1940)
6. Schlussbetrachtung
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht sprachgeschichtlich die Auswirkungen des Spanischen Erbfolgekriegs auf die katalanische Sprache, wobei der Schwerpunkt auf der Schließung der katalanischen Universitäten liegt. Ziel ist es zu analysieren, wie politische Unterdrückungsmaßnahmen nach 1714 die Rolle des Katalanischen in Bildung und Gesellschaft nachhaltig beeinflussten.
4.2.2 Die Gründe für die Schließung der katalanischen Universitäten und für die Gründung der Universität von Cervera
Die heroische Unterstützung der Verteidigung durch die katalanischen Universitäten blieb nicht unbestraft. Für Philipp V. war dies eine Rebellion der Universitäten gegen ihn, sodass er gleich nach der Eroberung Barcelonas 1714, befahl, diese –ebenso wie andere katalanische Institutionen– zu schließen:
La tenaz resistencia de los catalanes contra la debida sujección a mi legítimo dominio que desconoció su perfidia, en que se introducieron muchos sujetos notables literarios en aquel país, provocó mi justicia y obligó mi providencia a mandar que se cerrasen las universidades que eran fomento de maldades cuando debían serlo de virtudes.94
Ein anderer Grund für die Schließung der katalanischen Universitäten und für die Gründung der Universität von Cervera war das Streben nach einer absolutistischen Herrschaft Philipps V. und somit auch die Vereinheitlichung der Macht, der Sprache und der Lehre in der gesamten Krone.95 Auch die Säkularisation der katalanischen Hochschulen und die Kontrolle über die Macht der Kirche gehörten zu den Zielen Philipps V. Da ein großer Teil der katalanischen Universitäten unter dem Einfluss der Kirche stand, wollte er sie durch die Schließung der katalanischen Universitäten schwächen und die Macht für sich beanspruchen.96
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in den historisch-politischen Konflikt Kataloniens ein und definiert die Forschungsfrage bezüglich der Folgen des Spanischen Erbfolgekriegs für die katalanische Sprache und das Bildungswesen.
2. Vorgeschichte Kataloniens bis zum Spanischen Erbfolgekrieg: Dieses Kapitel skizziert die historische Entwicklung Kataloniens und die Entstehung seiner Sprache vor Beginn des 18. Jahrhunderts.
3. Katalonien im Laufe des Spanischen Erbfolgekriegs (1701-1714): Das Kapitel behandelt den Verlauf des Erbfolgekriegs und die politische Situation Kataloniens bis zur Kapitulation von Barcelona.
4. Die Folgen des Spanischen Erbfolgekriegs für das Katalanische: Dieser zentrale Teil untersucht die administrativen Verbote, die Schließung der Universitäten und die anschließende Entwicklung durch neue Bildungsinstitutionen wie die Universität Cervera.
5. Renaixença des Katalanischen (1800-1940): Dieses Kapitel widmet sich der kulturellen und sprachlichen Wiedergeburt Kataloniens im 19. und frühen 20. Jahrhundert.
6. Schlussbetrachtung: Die Schlussbetrachtung resümiert die negativen Auswirkungen des Krieges und ordnet die spätere sprachliche Erholung in den historischen Kontext ein.
Spanischer Erbfolgekrieg, Katalanische Sprache, Katalonien, Universität von Cervera, Dekret der Nueva Planta, Kastilisierung, Bildungsgeschichte, Renaixença, Philipp V., Autonomie, Sprachpolitik, Sprachunterdrückung, Universität von Barcelona, Geschichte Kataloniens, Identität
Die Arbeit befasst sich mit den tiefgreifenden sprachgeschichtlichen und bildungspolitischen Folgen des Spanischen Erbfolgekriegs für Katalonien.
Im Zentrum stehen die Schließung katalanischer Universitäten, die Verdrängung der katalanischen Sprache durch absolutistische Dekrete und deren spätere Wiederbelebung.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie das politische Vorgehen der Bourbonen nach 1714 die katalanische Bildung und Sprache systematisch schwächen sollte.
Es handelt sich um eine historische Analyse, die sich auf Literaturstudien und Quellenwerke zum Spanischen Erbfolgekrieg und der katalanischen Sprachgeschichte stützt.
Der Hauptteil analysiert die Abschaffung der katalanischen Regierungsinstitutionen, die Gründung der Universität von Cervera als absolutistisches Instrument und die Rolle gelehrter Akademien.
Wichtige Begriffe sind insbesondere der Spanische Erbfolgekrieg, Kastilisierung, Dekret der Nueva Planta, Renaixença und der Verlust des universitären Status von Barcelona.
Sie diente Philipp V. dazu, die Macht zentralistisch zu festigen, die Kirche zu kontrollieren und die Lehre nach absolutistischen Vorgaben zu vereinheitlichen.
Die Verbote führten im 18. Jahrhundert zu einem starken Rückgang der Literaturproduktion auf Katalanisch, da nur die Universität von Cervera exklusive Druckrechte besaß.
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