Examensarbeit, 2018
74 Seiten, Note: 2.0
1. Einführung
2. Der Prophet Muhammad (sav) als Siegel der Propheten
3. Der Koran al-Qurʾān القرآن
3.1. Namen vom Koran
3.2. Sammlung und Verschriftlichung
4. Allāh im Koran
4.1. Das Wesen Allāhs
4.2. Anthropomorphe Besonderheiten Allāhs
4.3. Der Glaube an den Schöpfer Allāh
4.4. Wesen Gottes und seine Attribute
4.5. Sprachphilosophische Deutungen der Gottesnamen
5. Gottes Attribute
5.1. Klassifikation von Gottes Namen
5.2. Wesensnamen (Al-Asmâ ´uz´zât) und ihre Bedeutungen
5.3. Eigenschaftsnamen (Al-Asmâ wa As-Sifât ) und ihre Bedeutungen
5.4. Tätigkeitsnamen (Asmâ ´ul- ´f´āl) und ihre Bedeutungen
6. Praxisteil
6.1. Sachinformation
6.2. Methodische Überlegungen
6.3. Didaktische Analyse
6.3.1. Didaktische Begründung des Unterrichtsthemas
6.3.2. Ziele und Kompetenzen
6.3.3. Bezug zum Bildungsplan
6.3.4. Didaktische Reduktion
6.3.5. Stellung der Stunde in der Unterrichtseinheit
6.3.6. Kompetenzerwerb
6.3.7. Methodische Analyse
6.4. Unterrichtsstundenentwurf für die 3.-4. Klasse
6.5. Unterrichtsstundenentwurf für die 1.-2. Klasse
6.6. Methodische Überlegungen für die 1.-2. Klasse
6.7. Methodische Analyse
7. Schlusswort
Diese wissenschaftliche Arbeit setzt sich mit der Vermittlung der Eigenschaften Gottes und der 99 Namen Gottes (Al-Asma ul Husna) im islamischen Religionsunterricht in der Grundschule auseinander. Ziel ist es, den Schülern ein Verständnis für das islamische Gottesbild zu vermitteln und Bezüge zur Lebenswelt der Kinder herzustellen.
4.1. Das Wesen Allāhs
Die Existenz Gottes wird in der Offenbarung nicht beschrieben, sie wird vorausgesetzt. Hier wird die Frage gestellt in welcher Weise sich die Gottheit Allāh von den anderen Gottheiten der mekkanischen Gesellschaft unterscheidet. Sūra 112 al-Iḫlāṣ bietet eine präzise Beschreibung von Allāh:
1. „Sprich: Er ist der eine Gott,
2. der ewige Gott;
3. Er zeugt nicht und (wird) ist nicht gezeugt,
4. und keiner ist Ihm gleich.“
At-Tabari gibt an, dass diese Verse als Antwort auf eine Frage der polytheistischen Mekkaner offenbart wurde, welcher Abstammung Gott sei. Des Weiteren wird von ihm angegeben, dass nach einigen anderen Überlieferungen Juden über Gott folgendes aussagten: „Dieser Gott hat die Geschöpfe erschaffen. Ja aber, wer hat ihn denn erschaffen?“ Daraufhin seien diese Verse offenbart worden. Einer dritten Angabe zufolge hätten wieder die polytheistischen Mekkaner im Rahmen der ersten Frage den Propheten aufgefordert, dass er ihnen seinen Gott vorstellt bzw. beschreibt. Dann sei diese Verse offenbart worden.
Diese Verse geben Grundinformationen über Allāh: Es gibt nur eine einzige Gottheit. Außer Allāh gibt es keine anderen Götter. Andere Götter existieren nicht. In Sūra (51:51): „Und setzet nicht neben Allāh andre Götter…“ und in Sūra (52:43): „Oder haben sie einen Gott außer Allāh? Preis Allāh (der Erhaben ist) ob dem, was sie Ihm beigesellen.“ sowie in Sūra (73:9): „Der Herr des Ostens und des Westens! Es gibt keinen Gott außer ihm; drum nimm ihn als Schutz“. In Sūra (52:43) wird auf die Einsheit Allāhs hingewiesen.
Einführung: Die Autorin begründet die Relevanz ihrer Arbeit durch die religiöse Praxis der Basmala und skizziert den Aufbau der Untersuchung über Allāh, den Koran und die Gottesnamen.
Der Prophet Muhammad (sav) als Siegel der Propheten: Dieses Kapitel zeichnet den Lebensweg und die prophetische Berufung Muhammads nach, der als wichtigste Quelle für das Verständnis über Allah im Islam gilt.
Der Koran al-Qurʾān القرآن: Es wird die Offenbarung, Sammlung und Bedeutung des Korans als zentrales, unverändertes Wort Gottes für Muslime dargelegt.
Allāh im Koran: Hier wird das theologische Bild Gottes im Koran analysiert, wobei besonders die Einheit, Schöpferkraft und die Attribute Gottes hervorgehoben werden.
Gottes Attribute: Dieses Kapitel systematisiert die 99 Namen Gottes in Wesensnamen, Eigenschaftsnamen und Tätigkeitsnamen und erläutert deren philosophische sowie theologische Hintergründe.
Praxisteil: Der Praxisteil beinhaltet methodische Überlegungen und konkrete Unterrichtsentwürfe für verschiedene Jahrgangsstufen, um das Thema der Gottesnamen für Grundschüler erfahrbar zu machen.
Schlusswort: Die Autorin resümiert die pädagogische Bedeutung der Vermittlung der Gottesnamen und schließt mit einem persönlichen Gebet ab.
Allāh, Koran, Prophet Muhammad, 99 Namen Gottes, Islam, Religionspädagogik, Gottesattribute, tawḥīd, Grundschule, islamischer Religionsunterricht, Offenbarung, Basmala, Gottesbild, religiöse Bildung, Glaubensbekenntnis.
Die Arbeit behandelt die theologische Annäherung an das Wesen und die Namen Gottes (Al-Asma ul Husna) im Islam und entwickelt didaktische Ansätze für deren Vermittlung im islamischen Religionsunterricht an Grundschulen.
Die Arbeit umfasst die Rolle des Propheten Muhammad, die Bedeutung und Offenbarung des Korans, die theologische Lehre über die Attribute Gottes und die praktische Umsetzung dieser Inhalte im Schulunterricht.
Das Ziel ist es, Kindern ein positives und lebensweltbezogenes Verständnis des islamischen Gottesbildes zu vermitteln, wobei die 99 Namen Gottes als Brücke für die Gotteserkenntnis dienen.
Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Auswertung theologischer Literatur zum Islam und Koran sowie auf die Dokumentation und Analyse eines praktischen Unterrichtsversuchs an einer Grundschule.
Der Hauptteil gliedert sich in eine systematische Analyse der Gottesnamen (Wesens-, Eigenschafts- und Tätigkeitsnamen) und eine fundierte pädagogische Planung für den Religionsunterricht in den Klassen 1 bis 4.
Die zentralen Schlagworte sind Allah, Koran, 99 Namen Gottes, Islam, Religionspädagogik, tawḥīd (Einheit Gottes) und die pädagogische Praxis in der Grundschule.
Während bei den Klassen 1-2 spielerische Ansätze und der Bezug zum eigenen Namen im Vordergrund stehen, wird bei den Klassen 3-4 eine stärkere Reflexion über den koranischen Text und die schriftliche Auseinandersetzung mit den Attributen gefordert.
Die Basmala dient als Ausgangspunkt der Arbeit, da sie für Muslime die wichtigste Formel zu Beginn jeder bedeutsamen Handlung darstellt und somit den Einstieg in die Thematik der Nennung Gottes bildet.
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