Masterarbeit, 2018
96 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1 Problemstellung und -zielsetzung der Arbeit
1.2 Aufbau und Vorgehensweise der Arbeit
2. Arbeitsbedingungen des Pflegepersonals in Krankenhäusern
2.1 Daten und Fakten
2.2 Körperliche Belastungsfolgen
2.2.1 Krankheiten des Muskel- und Skelettsystems
2.2.2 Atemwegserkrankungen
2.2.3 Krankheiten des Herz- Kreislaufsystems
2.3 Psychische Belastungsfolgen
2.3.1 Burnout
2.3.2 Innere Kündigung
2.3.3 Depressionen
3. Gesundheitsförderung im Krankenhaus
3.1 Ökonomische Verluste durch unzureichende Gesundheitsförderung
3.2 Ökonomischer Nutzen der Gesundheitsförderung
3.3 Maßnahmen der Gesundheitsförderung
3.3.1 Klassische Maßnahmen
3.3.2 Digitale Maßnahmen
4. Empirische Untersuchung zur Wirksamkeit und Anwendung gesundheitsförderlicher Maßnahmen im Krankenhausalltag
4.1 Forschungsmethodik und Forschungsdesign
4.2 Ergebnisse
4.3 Diskussion der Untersuchungsresultate
5. Zusammenfassung und Schlussfolgerung
5.1 Fazit
5.2 Kritische Würdigung
5.3 Ausblick
Die Arbeit untersucht die Herausforderungen der Arbeitsbedingungen des Pflegepersonals in deutschen Krankenhäusern – insbesondere Personalmangel, Stress und demographischen Wandel – und analysiert, wie betriebliche Gesundheitsförderung zur Gesunderhaltung sowie zur Steigerung der Leistungsfähigkeit und Zufriedenheit beitragen kann.
2.1 Daten und Fakten
Die Gesundheit des Pflegepersonals in Krankhäusern wird zukünftig von immer größerer Bedeutung sein. Durch die sich verändernde Altersstruktur ist die „Zahl der Pflegenden über 50 Jahre [...] in den letzten Jahren stark angestiegen. In 2005 gehörten 17,2% der Pflegedienste zu dieser Altersgruppe, im Jahr 1999 waren es nur 12,2% (dip 2007)“ (Fitzgerald in Badura et al. 2010, 115). Die Ursache dieser Veränderung ist im demographischen Wandel zu finden. Die Kombination aus niedriger Geburtenrate und länger werdender Lebenserwartung sorgt für die Anhebung des Altersdurchschnitts der Gesellschaft, was wiederum Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt hat (vgl. Ehling und Sommer in Badura et al. 2010, 61). Da Pflegepersonal in direktem Umgang mit Patienten steht, macht sich die Änderung der Altersstruktur umso mehr bemerkbar:
Zum einen wird sich der Bedarf an Pflege aufgrund der Zunahme des Anteils Älterer in der Bevölkerung erhöhen: In Deutschland, so wurde geschätzt, wird die Anzahl der Personen, die ambulanter und stationärer Versorgung bedürfen, von 1998 bis 2020 um 37 bzw. 42% ansteigen [...] Zum anderen wird die Pflege – insbesondere in Deutschland – mehr als heute von älterem Pflegepersonal erbracht werden müssen. (Hasselhorn und Müller in Badura et al. 2005, 23)
Diese Problematik verdichtet sich durch die Tatsache, dass Menschen mit zunehmendem Alter insgesamt mehr krankheitsbedingte Fehltage aufweisen. Dies liegt beispielsweise an der mit dem Alter häufig einhergehenden Multimorbidität, also dem Auftreten mehrerer Krankheiten gleichzeitig (vgl. Zimolong et al. 2008, 20). Zudem kommen bei älteren Menschen häufiger Krankheiten mit langwierigen Heilungsprozessen und Zivilisationskrankheiten vor, welche hohe Kosten und Fehlzeiten verursachen. Zu diesen gehören unter anderem Diabetes mellitus, Osteoporose und Gefäßerkrankungen (vgl. Uhle und Treier 2011, 23). Nicht nur Herz- und Kreislauferkrankungen, sondern auch Muskel- und Skeletterkrankungen nehmen zu. Allgemein lassen sich ältere Menschen zwar seltener krankschreiben, allerdings erhöht sich die Dauer der Krankschreibung mit steigendem Alter anhaltend, da für das damit verbundene Krankheitsspektrum längere Behandlungszeiten notwendig sind (vgl. Macco und Stallauke in Badura et al. 2010, 273).
1. Einleitung: Beleuchtung der Relevanz betrieblicher Gesundheitsförderung angesichts des demographischen Wandels und Fachkräftemangels im Krankenhaus.
2. Arbeitsbedingungen des Pflegepersonals in Krankenhäusern: Detaillierte Analyse der physischen und psychischen Belastungsfaktoren, die den Krankenhausalltag des Pflegepersonals prägen.
3. Gesundheitsförderung im Krankenhaus: Untersuchung der ökonomischen Implikationen unzureichender Gesundheitsvorsorge sowie Vorstellung verschiedener Präventionsmaßnahmen.
4. Empirische Untersuchung zur Wirksamkeit und Anwendung gesundheitsförderlicher Maßnahmen im Krankenhausalltag: Präsentation und Diskussion einer Online-Umfrage unter Pflegekräften zur Akzeptanz und Verbreitung von Gesundheitsangeboten.
5. Zusammenfassung und Schlussfolgerung: Synthese der Forschungsergebnisse, kritische Würdigung der methodischen Ansätze und Ausblick auf künftige Handlungsbedarfe.
Gesundheitsförderung, Pflegepersonal, Krankenhaus, Betriebliches Gesundheitsmanagement, Arbeitsbedingungen, Demographischer Wandel, Fehlzeiten, psychische Belastung, Rückenschmerzen, Prävention, Arbeitszufriedenheit, Gesundheits-Apps, Digitalisierung, Personalmangel, Arbeitswelt.
Die Arbeit analysiert die gesundheitlichen Belastungen des Pflegepersonals in deutschen Krankenhäusern und evaluiert die Potenziale und Wirksamkeit von betrieblichen Gesundheitsförderungsmaßnahmen.
Die zentralen Themen umfassen die demografische Entwicklung, physische und psychische Belastungsfolgen des Berufs, ökonomische Auswirkungen von Fehlzeiten sowie moderne Interventionsmöglichkeiten.
Das Ziel ist es, den Nutzen und die Akzeptanz gesundheitsfördernder Maßnahmen aus der direkten Perspektive des Pflegepersonals zu bewerten und Optimierungsmöglichkeiten für Krankenhäuser aufzuzeigen.
Es wurde eine quantitative Untersuchungsmethode in Form einer Online-Umfrage unter 133 im Pflegedienst tätigen Personen in Krankenhäusern durchgeführt.
Im Hauptteil werden theoretische Grundlagen (Belastungen, Prävention, ökonomischer Nutzen) erarbeitet und mit den Ergebnissen der empirischen Befragung zur Anwendung von Sport-, Entspannungs- und digitalen Gesundheitsangeboten verknüpft.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Betriebliches Gesundheitsmanagement, Personalmangel, Prävention, Stress und Gesundheitsförderung geprägt.
Laut der Studie sind Zeitmangel, hohe Arbeitsbelastung, Personalmangel und eine unzureichende Integration der Angebote in den Dienstplan die Hauptgründe für die geringe Teilnahme.
Die Befragten stehen digitalen Maßnahmen wie Apps oder Wearables eher skeptisch gegenüber, was häufig auf fehlende praktische Erfahrung, mangelnde Nutzerfreundlichkeit oder fehlende Einbindung in den Arbeitsalltag zurückzuführen ist.
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