Fachbuch, 2018
64 Seiten
1 Einleitung
2 Was ist Kreativität
2.1 Die Primäre Kreativität
3 Warum kreativ sein?
4 Wie entsteht Kreativität?
4.1 Das Default Mode Netzwerk (DMN)
4.2 Inkubation
4.3 Tagträume
5 Was blockiert unsere Kreativität?
5.1 Schulen und andere Institutionen
5.2 Emotionale Blockaden
5.3 Urteile
5.4 Gewohnheiten
5.5 Wahrnehmungs- und Denkblockaden
6 Wie können wir unsere Kreativität fördern?
6.1 Das Spiel
6.2 Intrinsische Motivation
6.3 Die Technik und das Üben
6.4 Die Kraft der Grenzen
6.5 Das kreative Zusammenspiel
6.6 Unkonventionalität
6.7 Mangel und Not
6.8 Leere und Langeweile
7 Fazit
Diese Arbeit erforscht die persönliche Kreativität als Mittel zur Selbstverwirklichung und untersucht, wie individuelles kreatives Potenzial entdeckt, gehemmt oder gefördert werden kann, um eine eigenständige Lebensgestaltung zu ermöglichen.
4.3 Tagträume
Tagträume sind der Stoff, aus dem unsere Kreativität entsteht. (vgl. Ernst 2011: 63) Sie sind bildhaft erlebte, mit Träumen vergleichbare Phantasievorstellungen und Imaginationen, die im Wachzustand erlebt werden. Sie können entweder bewusst herbeigeführt werden und sind meist willentlich steuerbar, oder sie stellen sich durch Unaufmerksamkeit und nachlassende Konzentration von selbst ein. Die Aufmerksamkeit entfernt sich beim Tagträumen von äußeren Reizen und Einflüssen und wendet sich der Innenwelt zu. (vgl. Stangl 2017: o.S.) Bis zu 50 Prozent unserer Denkarbeit verbringen wir mit Tagträumen. (vgl. Döring/Mittelstraß 2017: 101)
Laut Sigmund Freud seien die Triebkräfte der Tagträume unsere unbefriedigten Wünsche. So wie das Spielen der Kinder vom Wünschen dirigiert werde, seien auch die Luftschlösser und Tagträume der Erwachsenen Wunschbilder, in denen eigensüchtige, selbsterhöhende und erotische Wünsche eine Ersatzbefriedigung fänden. (vgl. Ernst 2011: 16f.) Im Kern eines Tagtraumes wird fast immer eine Differenz zwischen Wunsch und Wirklichkeit erkennbar: eine Frustration, eine Sehnsucht, ein Nicht-haben-können oder ein Verlangen nach Veränderung. Sie sind ein wichtiges Instrument emotionaler Selbstregulierung in Lebenssituationen, die wir momentan noch nicht verändern können und verschaffen uns Trost, Sicherheit, Hoffnung und Genuss. Wir distanzieren uns von der Außenwelt und erproben, idealisieren oder kompensieren, was uns in der Realität beschäftigt und werden dadurch erst realitätstüchtig. (vgl. ebd.: 22f.)
1 Einleitung: Die Autorin legt ihr persönliches Interesse an der Entfaltung des eigenen kreativen Ausdrucks dar und formuliert die Leitfragen ihrer Bachelorarbeit.
2 Was ist Kreativität: Es wird geklärt, dass Kreativität ein individueller Prozess zur Selbstverwirklichung ist und nicht nur großen Genies vorbehalten bleibt.
3 Warum kreativ sein?: Dieses Kapitel beleuchtet den positiven Einfluss kreativen Gestaltens auf die seelische Gesundheit, das Selbstwertgefühl und die persönliche Entwicklung.
4 Wie entsteht Kreativität?: Der Fokus liegt auf der neurobiologischen Basis des kreativen Denkens, insbesondere der Rolle des Default Mode Netzwerks, der Inkubation und der Bedeutung von Tagträumen.
5 Was blockiert unsere Kreativität?: Hier werden gesellschaftliche, institutionelle und psychologische Barrieren analysiert, die den freien kreativen Ausdruck behindern.
6 Wie können wir unsere Kreativität fördern?: Das Kapitel stellt praktische Methoden und Geisteshaltungen vor, wie etwa das Spiel, die intrinsische Motivation und den Nutzen von Grenzen.
7 Fazit: Das Fazit fasst die Kernergebnisse zusammen und unterstreicht die Bedeutung von Mut und Selbstvertrauen bei der Entfaltung des persönlichen kreativen Potenzials.
Kreativität, Selbstverwirklichung, Primäre Kreativität, Default Mode Netzwerk, Tagträume, Inkubation, Intrinsische Motivation, Kreativitätsblockaden, Selbstausdruck, Gehirnforschung, Potenzialentfaltung, Kunsttherapie, Flow-Zustand, Achtsamkeit, Improvisation.
Die Arbeit untersucht das Konzept der persönlichen Kreativität als lebenslange Fähigkeit, die der Selbstverwirklichung dient.
Die zentralen Themen umfassen die neurobiologischen Grundlagen, psychologische Hemmnisse sowie konkrete Strategien zur Förderung der eigenen schöpferischen Kraft.
Ziel ist es zu ergründen, wie kreatives Denken entsteht, was den freien Ausdruck behindert und wie wir unsere Kreativität gezielt fördern können.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Analyse von Erkenntnissen aus Psychologie, Neurowissenschaften, Kunsttherapie und Medizin.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Kreativitätsquellen, Hindernissen (Blockaden) und förderlichen Bedingungen wie Spiel und Muße.
Schlüsselwörter sind u.a. Primäre Kreativität, Default Mode Netzwerk, Selbstverwirklichung, intrinsische Motivation und Tagträume.
Es fungiert als neuronale Basis für inspiriertes und schöpferisches Denken, da es uns ermöglicht, bei scheinbarem Nichtstun neue Gedankenverbindungen zu knüpfen.
Institutionen wie Schulen belohnen häufig Konformität und vorgefertigte Lösungen, was den individuellen Gestaltungswillen und das freie Experimentieren unterdrücken kann.
Dies beschreibt den Prozess, Kreativität nicht als Mittel zum Zweck (z.B. für Lob oder Leistung) zu nutzen, sondern als befreiende Ausdrucksform aus eigenem inneren Antrieb.
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