Masterarbeit, 2018
172 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Interreligiöser Dialog
2.1 Bedeutung
2.2 Chancen und Herausforderungen
2.3 Forschungsstand
3. Universität und Religion
3.1 Religion an deutschen Universitäten
3.2 Christlicher - muslimischer Dialog an deutschen Universitäten
4. Gelebter Glaube von Christen und Muslimen an der Technischen Universität Braunschweig
4.1 Religion an der Technischen Universität Braunschweig
4.2 Evangelische Studierendengemeinde an der Technischen Universität Braunschweig
4.3 Muslimische Hochschulgruppe an der Technischen Universität Braunschweig
4.4 Interreligiöser Dialog von Christen und Muslimen an der Technischen Universität Braunschweig
5. Empirische Studie: Gelebter Glaube von muslimischen Studierenden an der Technischen Universität Brauschweig
5.1 Aktuelle Forschungslage
5.2 Fragestellung der Studie
5.3 Methodologische Fundierung und Methodisches Design
5.4 Auswertung der Ergebnisse
5.5 Darstellung der zentralen Untersuchungsergebnisse und Einordnung in die aktuelle Forschungslage
5.6 Reflexion und Ausblick
6. Fazit
7. Literaturverzeichnis
8. Anhang
9. Eidesstattliche Erklärung
Die Masterarbeit befasst sich mit der Fragestellung, wie Studierende der Hochschulvereinigung "Union Muslimischer Studierender" (UMS) ihren gelebten Glauben an der Technischen Universität Braunschweig wahrnehmen. Das Ziel ist es, ein Verständnis für die individuelle Religiosität im universitären Kontext zu entwickeln und die Rolle des interreligiösen Dialogs zwischen christlichen und muslimischen Studierenden zu beleuchten.
2.1 Bedeutung
Der erste Begriffsteil inter ist ein lateinisches Wort und bedeutet zwischen. In diesem Falle interreligiös und somit zwischen Religionen. Unter dem Begriff Dialog versteht Sokrates ein Zwiegespräch, welches gewinnbringend und erörternd ist. Mit anderen Worten ausgedrückt eine argumentative Debatte, in der Gadamer die Möglichkeit zur Selbsterkenntnis sieht. Die Dialogkompetenz setzt sich aus drei Kernkompetenzen zusammen. Zum einen die variable Haltungskompetenz, welche von Wissen, Erfahrung und Wahrnehmung beeinflusst wird. Zum anderen die Wissenskompetenz, die Grundkenntnisse über Religion und Pluralität beinhaltet. Drittens die Handlungskompetenz, welche das Wissen auf die Lebenswelt bezieht und anwendet.
Insgesamt ermöglicht die Dialogkompetenz, „Herausforderungen, Ansätze und Wege des Dialoges wahrzunehmen, zu reflektieren und in der Praxis zu gestalten.“ Die Begrifflichkeiten interreligiöse Kompetenz und interkulturelle Kompetenz sind ebenfalls Bestandteile des interreligiösen Dialoges, die sich auf die Fähigkeiten beziehen mit verschiedenen Religionen und Kulturen zu interagieren. Zu diesen Begrifflichkeiten gibt es zahlreiche Auffassungen und Erläuterungen, die jedoch nicht näher aufgeführt werden können. Dennoch sollte Folgendes nicht unerwähnt bleiben: „Jede Religion erscheint in einem konkreten kulturellen Gewand und jede Kultur ist auch religiös geprägt.“
Demnach sind Religion und Kultur eng miteinander verbunden, wobei Gegensätze trotz Überschneidungen vorhanden sind. Diese enge Vernetzung beider Begrifflichkeiten ist im Dialog wiederzufinden. Zum Beispiel sind einige religiöse Ausübungen kulturell geprägt, wie zum Beispiel die Eheschließung.
1. Einleitung: Diese Einleitung thematisiert die religiöse Vielfalt an deutschen Universitäten und führt in die Fragestellung der Arbeit ein.
2. Interreligiöser Dialog: Dieses Kapitel erläutert die Bedeutung, Chancen und Herausforderungen des interreligiösen Dialogs und fasst den aktuellen Forschungsstand zusammen.
3. Universität und Religion: Es wird das Verhältnis zwischen Universität und Religion untersucht, wobei der Fokus auf dem christlich-muslimischen Dialog liegt.
4. Gelebter Glaube von Christen und Muslimen an der Technischen Universität Braunschweig: Das Kapitel beleuchtet spezifisch die religiöse Situation an der Technischen Universität Braunschweig sowie die Rolle der beteiligten Hochschulgruppen.
5. Empirische Studie: Gelebter Glaube von muslimischen Studierenden an der Technischen Universität Brauschweig: Dieses zentrale Kapitel dokumentiert die eigene empirische Studie inklusive Fragestellung, methodischem Design und Ergebnisauswertung.
6. Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und zieht Schlüsse über das Miteinander von Religion und Universität.
Interreligiöser Dialog, Gelebter Glaube, Technische Universität Braunschweig, Muslimische Studierende, Hochschulgruppen, Dialogkompetenz, Religionsausübung, Integration, Campusleben, Qualitative Studie, Leitfadeninterview, Religion an der Universität, Identitätsbildung, Pluralismus, Teegegnung.
Die Arbeit untersucht den gelebten Glauben muslimischer Studierender an der Technischen Universität Braunschweig und ihre Erfahrungen mit dem interreligiösen Dialog vor Ort.
Zentrale Themen sind die religiöse Praxis an der Universität, die Rolle von Hochschulgruppen wie der UMS und der ESG, sowie die institutionellen Rahmenbedingungen für religiöse Bedürfnisse.
Die zentrale Frage lautet: Wie nehmen Studierende der Hochschulvereinigung "Union Muslimischer Studierender" ihren gelebten Glauben an der Technischen Universität Braunschweig wahr?
Die Autorin wendet einen qualitativen Forschungsansatz an, insbesondere Leitfadeninterviews, um subjektive Sinnzusammenhänge und Erfahrungen der Probanden zu erfassen.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Religion an der Universität sowie eine detaillierte Auswertung der selbst durchgeführten empirischen Interviews.
Interreligiöser Dialog, gelebter Glaube, studentisches Engagement, Campus-Kultur und muslimische Hochschulgemeinschaften.
Die Auswahl erfolgte aufgrund der autobiografischen Verbindung der Autorin zu beiden Gruppen sowie deren aktiver Kooperation im Bereich des interreligiösen Dialogs.
Die Arbeit zeigt eine Grauzone auf: Während die Universität sich öffentlich als säkular präsentiert, ermöglicht sie dennoch inoffiziell muslimischen Studierenden Räume für ihre Gebetspraxis.
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