Bachelorarbeit, 2016
37 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Theorieansätze
2.1 Die Arbeitsmarktpolitik
2.2 Die Segmentationstheorie
2.2.1 Interne und externe Arbeitsmärkte
2.2.2 Primärer und sekundärer Arbeitsmarkt
3. Empirische Befunde zum gestiegenen Armutsrisiko
4. Fazit und Diskussion
5. Literaturverzeichnis
Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Zunahme atypischer Beschäftigungsformen und dem gestiegenen Armutsrisiko in Deutschland. Ziel ist es, mithilfe arbeitsmarktpolitischer Analysen und segmentationstheoretischer Ansätze zu erörtern, ob staatliche Reformprozesse zur Spaltung des Arbeitsmarktes beigetragen haben und inwiefern diese Entwicklung die soziale Prekarisierung von Randgruppen begünstigt.
2.2.1 Interne und externe Arbeitsmärkte
Der segmentationstheoretische Ansatz des Arbeitsmarktes geht davon aus, dass die Arbeitsmärkte in intern und extern aufgeteilt sind und durch Verbindungspunkte zusammenhängen (Döringer und Piore, 1970, 8f.; Giesecke, 2006, 103). Der interne Arbeitsmarkt ist laut Döringer und Piore „[…] an administrative unit, such as a manufacturing plant, within which the pricing and allocation of labor is governed by a set of administrative rules and procedures“ (Dunlop, 1966 zitiert nach Döringer und Piore, 1970, 8f.). Der interne Arbeitsmarkt ist durch bestimmte Regelungen und Vorschriften, die Bereitstellung von Arbeit und die Preisgestaltung gekennzeichnet (vgl. Döringer und Piore, 1970, 8). Die Arbeitnehmer im internen Arbeitsmarkt haben exklusive Rechte und ihren Job sicher, die Stellen auf dem internen Arbeitsmarkt gewähren Stabilität und die Bindung an das Unternehmen ist langfristig (vgl. ebd., 9). Bestimmte Rechte und Privilegien sind nur den internen Arbeitnehmern vorenthalten, die externen Arbeitnehmer werden ausgeschlossen (vgl. Döringer und Piore, 1970, 9). Die Beschäftigten im internen Arbeitsmarkt sind vor dem Wettbewerb des externen Arbeitsmarktes abgeschirmt, die Zugänge in den Arbeitsmarkt sind vor direktem Wettbewerb und Konkurrenz geschützt (vgl. Döringer und Piore, 1970, 10). Interne Arbeitsmärkte sind nicht auf ein Unternehmen beschränkt, sie können mehrere Unternehmen einbegreifen und in einem Unternehmen mehrere Märkte umschließen (vgl. Giesecke, 2006, 104).
1. Einleitung: Darstellung der aktuellen Arbeitsmarktsituation in Deutschland und Einordnung des Anstiegs atypischer Beschäftigungsformen im Kontext des Armutsrisikos.
2. Theorieansätze: Theoretische Herleitung durch die Analyse arbeitsmarktpolitischer Reformen sowie der Segmentationstheorie, welche die Spaltung in interne und externe beziehungsweise primäre und sekundäre Arbeitsmärkte erklärt.
2.1 Die Arbeitsmarktpolitik: Erörterung der arbeitsmarkt- und sozialpolitischen Reformen der letzten Jahrzehnte und deren Zielsetzung hinsichtlich der Flexibilisierung und Deregulierung des Arbeitsmarktes.
2.2 Die Segmentationstheorie: Vorstellung der theoretischen Ansätze zur begrenzten Mobilität zwischen verschiedenen Teilarbeitsmärkten und den daraus resultierenden sozialen Differenzen.
2.2.1 Interne und externe Arbeitsmärkte: Detaillierte Betrachtung der strukturellen Trennung zwischen geschützten internen Arbeitsmärkten und dem externen, von Marktschwankungen abhängigen Arbeitsmarkt.
2.2.2 Primärer und sekundärer Arbeitsmarkt: Analyse des Konzepts des dualen Arbeitsmarktes und der Qualitätsunterschiede bezüglich Lohn, Arbeitsbedingungen und Aufstiegschancen.
3. Empirische Befunde zum gestiegenen Armutsrisiko: Auswertung aktueller Studien und Datensätze zur Prekarität atypischer Beschäftigter und deren Chancen auf Integration in den regulären Arbeitsmarkt.
4. Fazit und Diskussion: Synthese der Ergebnisse zur Klärung der Forschungsfrage, ob Reformprozesse das Armutsrisiko erhöht haben, sowie Ausblick auf politische Handlungsbedarfe.
5. Literaturverzeichnis: Auflistung aller verwendeten wissenschaftlichen Quellen, Studien und Gesetzestexte.
Atypische Beschäftigung, Arbeitsmarktpolitik, Armutsrisiko, Segmentationstheorie, Prekarität, Working Poor, Normalarbeitsverhältnis, Hartz-Reformen, Deregulierung, Flexibilisierung, Sozialpolitik, Arbeitsmarktsegmentierung, Geringfügige Beschäftigung, Leiharbeit, Teilzeitarbeit
Die Arbeit analysiert den Zusammenhang zwischen der wachsenden Verbreitung atypischer Beschäftigungsformen und einem ansteigenden Armutsrisiko für Erwerbstätige in Deutschland.
Im Zentrum stehen die arbeitsmarktpolitischen Reformen der letzten Jahrzehnte, die theoretische Trennung des Arbeitsmarktes (Segmentation) und die empirische Überprüfung der Arbeitsplatzsicherheit sowie der Entlohnung prekärer Beschäftigungsverhältnisse.
Das Ziel ist es, zu hinterfragen, ob die politische Deregulierung des Arbeitsmarktes zu einer Spaltung in stabile und prekäre Arbeitssegmente geführt hat, die ein höheres Armutsrisiko für bestimmte Bevölkerungsgruppen zur Folge haben.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch die Segmentationstheorie sowie einer Auswertung empirischer Befunde, die primär auf dem Sozio-oekonomischen Panel (SOEP) basieren.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Betrachtung der Arbeitsmarktpolitik und Segmentationskonzepte sowie eine umfassende empirische Analyse, die Prekaritätsfaktoren wie Lohn, Beschäftigungsstabilität und Weiterbildungschancen untersucht.
Typische Begriffe sind atypische Beschäftigung, Arbeitsmarktsegmentierung, Prekarität, Working Poor und Hartz-Reformen.
Diese Unterscheidung ist entscheidend, da sie aufzeigt, dass Arbeitnehmer im sekundären Sektor systematisch benachteiligt sind, was den Zugang zu existenzsichernden Arbeitsplätzen erschwert und Armutsrisiken dauerhaft erhöht.
Die Analyse legt nahe, dass die mit den Reformen einhergehende Flexibilisierung zwar Arbeitsplätze schuf, jedoch vermehrt in prekären Sektoren, was für Einsteiger und Langzeitarbeitslose zu einer Verschlechterung ihrer relativen Wohlstandsposition führte.
Nein, die Arbeit stellt differenziert dar, dass atypische Beschäftigung für bestimmte Gruppen auch als Sprungbrett in den Arbeitsmarkt dienen kann, die Gefahr der Prekarisierung jedoch bei geringqualifizierten Beschäftigten deutlich höher ist.
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