Bachelorarbeit, 2018
41 Seiten, Note: 2,7
1. Einleitung
2. Die Mensch-Tier-Beziehung
2.1 Die Mensch-Tier-Beziehung in der Evolution
2.2 These der Biophelie
2.3 Bindungstheorie
2.3.1 Die Bindungstheorie bei Menschen
2.3.2 Die Bindungstheorie als These der Mensch-Tier-Beziehung
2.3.3. Das Bindungshormon Oxytocin
2.4 Die Mensch-Tier-Beziehung heute
3. Der Begriff tiergestützte Intervention
3.1 Hundegestützte Interventionen
3.1.1 Eignung des Hundes
3.1.2. Ausbildung des Pädagogen-Hunde-Teams
4. Herausforderndes Verhalten bei Kindern
4.1. Das Bio-Psycho-Soziale Modell
4.1.1 Biologische Bedingungen
4.1.2. Soziale Situation/Erfahrungen
4.1.3 Selbst
5. Der Hund in der Sozialen Arbeit
5.1. Die Wirkungen des Hundes
5.1.1. Sonderpädagogischer Einsatz
5.2. Drei-Faktoren-Modell
5.3. Die Rolle des Hundes
5.3.1. Tiere als Miterzieher
6. Hundegestützte Interventionen in der Sozialen Arbeit als Methode?
7. Fazit
Diese Arbeit untersucht den Einsatz des Hundes als Medium in der Sozialen Arbeit, insbesondere bei Kindern mit herausforderndem Verhalten, um dessen förderliche Einflüsse auf die sozialpädagogische Arbeit zu analysieren und kritisch zu bewerten.
5.1. Die Wirkungen des Hundes
„Es gab schon Kinder bei uns, die haben nicht gesprochen, auch nicht in ihrer Gruppe; diese mit Mutismus. Die haben aber mit dem Tier gesprochen. Über die Tiere kam das. Irgendwann haben sie gesprochen, und dann konnte man über das Tier mit dem Kind sprechen“ (Strunz, 2013, S. 48).
Durch Gesten können Menschen ihren Empfindungen Ausdruck verleihen. In dieser Hinsicht sind Hunde jedoch dem Menschen weit voraus. Sie sind nicht, so wie wir Menschen, an kulturelle Zusammenhänge gebunden. Unsere Sprache ist dies jedoch. Hunde nutzen Gesten um sich zu verständigen, diese sind oftmals sogar artenübergreifend verständlich. „Die Gesten der Tiere sind universell“ (Wibbecke, 2013, S. 86). Für die Soziale Arbeit ist dies ein wichtiger Prozess, denn die Tiere reagieren und agieren unmittelbar auf und mit ihrem Gegenüber – dies tun sie ohne zu werten, ohne Äußerlichkeiten zu beurteilen.
„Tiere sind soziale Katalysatoren […]“ (Beetz, Hunde im Schulalltag, 2012, S. 62). Dies bedeutet, dass sich nicht nur der Kontakt mit dem Tier einfach gestaltet, sondern auch die bloße Anwesenheit des Hundes eine leichtere Kontaktaufnahme zum Menschen bietet. Tierbesitzer kennen diese Situation sicherlich. Bei einem alleinigen Spaziergang wird man nur selten angesprochen. Ist man jedoch mit einem Hund spazieren, entwickelt sich oft durch eine Kontaktaufnahme einer fremden Person mit dem Hund ein Gespräch. Dies wirkt für Menschen weniger befremdlich als eine direkte Kontaktaufnahme zweier fremder Menschen ohne Tier. Das ist mittlerweile sogar wissenschaftlich bewiesen (vgl. Beetz, 2012). Symphatie ist oft der Initiator für eine soziale Interaktion. Bereits hier lässt sich eine positive Wirkung von Hunden erkennen. „[…] Menschen werden in der Gegenwart von freundlich aussehenden Tieren positiver wahrgenommen und das Tier als ‚Eisbrecher‘ baut Hemmungen ab, die einer Interaktion im Wege stehen“ (Beetz, Hunde im Schulalltag, 2012, S. 62).
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der tiergestützten Pädagogik ein und erläutert die Relevanz des Hundes als Medium in der Arbeit mit Kindern.
2. Die Mensch-Tier-Beziehung: Dieses Kapitel beleuchtet die evolutionsbiologischen, bindungstheoretischen und aktuellen Aspekte der Mensch-Tier-Beziehung.
3. Der Begriff tiergestützte Intervention: Hier werden zentrale Begriffe der tiergestützten Arbeit definiert sowie Anforderungen an Eignung und Ausbildung des Hundes und des Pädagogen-Hunde-Teams erläutert.
4. Herausforderndes Verhalten bei Kindern: Dieses Kapitel erläutert das Bio-Psycho-Soziale Modell, um herausforderndes Verhalten als systemisches Geschehen zu verstehen.
5. Der Hund in der Sozialen Arbeit: Das Kapitel detailliert die Wirkungen des Hundes, das Drei-Faktoren-Modell und verschiedene Rollen des Hundes, ergänzt um Praxisbeispiele.
6. Hundegestützte Interventionen in der Sozialen Arbeit als Methode?: Eine kritische Reflexion darüber, ob und inwieweit hundegestützte Interventionen aktuell als anerkannte Methode der Sozialen Arbeit gelten können.
7. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit weiterer Professionalisierung und empirischer Forschung in diesem Bereich.
Tiergestützte Sozialarbeit, Hundegestützte Intervention, Mensch-Tier-Beziehung, Bindungstheorie, Herausforderndes Verhalten, Bio-Psycho-Soziales Modell, Soziale Arbeit, Empathiefähigkeit, Oxytocin, Stressreduktion, Soziale Katalysatoren, Pädagogik, Hund, Kindeswohl, Professionalisierung
Die Bachelorarbeit behandelt den gezielten Einsatz von Hunden als unterstützendes Medium in der Sozialen Arbeit, insbesondere bei der Interaktion mit Kindern, die ein herausforderndes Verhalten zeigen.
Die zentralen Felder umfassen die Mensch-Tier-Beziehung, Bindungstheorien, die Begrifflichkeiten und Qualitätsstandards tiergestützter Interventionen sowie die systemische Betrachtung von kindlichem Verhalten.
Das Ziel ist es, den Einfluss von Hunden auf die sozialpädagogische Interaktion darzustellen und zu erläutern, wie diese Arbeit Kindern helfen kann und wo die fachlichen sowie methodischen Grenzen liegen.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und theoretischen Aufarbeitung aktueller Erkenntnisse aus den Bereichen Psychologie, Soziobiologie und Sozialer Arbeit.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, Anforderungen an die Eignung des Hundes, die Analyse von Verhalten bei Kindern anhand des Bio-Psycho-Sozialen Modells und die detaillierte Darstellung der Wirkung von Hunden als Medium.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Tiergestützte Sozialarbeit, Bindungstheorie, Stressreduktion, Soziale Katalysatoren und das Bio-Psycho-Soziale Modell.
Es dient dazu, herausforderndes Verhalten nicht als isoliertes Problem des Kindes zu sehen, sondern als Ausdruck komplexer Interaktionen zwischen biologischen, sozialen und psychischen Faktoren, was den Einsatz des Hundes als hilfreiches Medium legitimiert.
Oxytocin wird als Bindungshormon bezeichnet; Studien belegen, dass die Interaktion mit einem Hund den Oxytocinspiegel ansteigen lässt und gleichzeitig Stressreaktionen beim Menschen abmildert.
Durch seine bloße Anwesenheit fungiert der Hund als sozialer Katalysator, der die Kontaktaufnahme zu fremden Personen erleichtert und Hemmungen in sozialen Interaktionen abbaut.
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass tiergestützte Interventionen zwar wertvolle, innovative Ansätze bieten, jedoch aufgrund mangelnder empirischer Forschung aktuell noch keine vollständig etablierte Methode der Sozialen Arbeit darstellen.
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