Magisterarbeit, 2008
139 Seiten, Note: 1,3
Medien / Kommunikation - Multimedia, Internet, neue Technologien
I. Theoretischer Teil
A Formale Strukturen und Vorüberlegungen
1. Einleitung
2. Web 2.0 – Eine Einführung
2.1 Singlebörsen – ein soziales Netzwerk / eine virtuelle Gemeinschaft?
3. Kommunikationsdefinition
3.1 Computervermittelte Kommunikation
3.2 Merkmale computervermittelter Kommunikation in Singlebörsen
4. Singlebörsen und ihre unterschiedlichen Ausprägungen
4.1 Aufbau
4.1.1 Login und Profil
4.1.2 Persönlichkeitstest
4.1.3 Kosten
4.1.4 Foto
4.1.5 Funktionen innerhalb einer Singlebörse
4.2 Zielgruppen
5. Räumliche und zeitliche Prämissen
5.1 „Kommunikation über den Computer“
5.2 Zeitliche Dimension
6. Kommunikationssituation (auf das Gespräch bezogen)
6.1 Kommunikation via E-Mail und Chat
B Interaktion in Singlebörsen
1. Interaktionstypologie
2. Kommunikative Bedingungen
2.1 Paraphrase
2.2 Deixis am Phantasma
2.3 Das Fehlen der Nonverbalität in schriftlicher Kommunikation
3. Identität und Selbstdarstellung in der Singlebörse
3.1 Identität und Selbstkonzept
3.2 Anonymität
4. Soziale Beziehungen im Internet
4.1 Vertrauensaufbau in medial vermittelter Kommunikation
4.1.1 Vertrauensaufbau anbieterseitig
4.1.2 Vertrauensaufbau persönlich
4.2 Funktionen von virtuellen Beziehungen
II. Empirischer Teil
1. Besonderheiten der Partnersuche in webbasierten Singlebörsen - Forschungsleitende Fragen
2. Untersuchungsmethodik und Fragebogen
2.1 Die quantitative Onlinebefragung
2.2 Der Fragebogen
2.2.1 Generierung und Versendung des Fragebogens
2.2.2 Konstruktion des Fragebogens
3. Durchführung der Onlinebefragung und Datenerhebung
3.1 Auswertung
3.1.1 Soziodemographische Angaben
3.1.2 Nutzungsverhalten
3.1.3 Identität
3.1.4 Bewertung von Aussagen durch die Umfrageteilnehmer
3.1.5 Einschätzung des Mediums durch die Umfrageteilnehmer
3.1.6 Funktionsausbau von Singlebörsen
3.1.7 Persönliche Meinung der Befragten zur Partnersuche im Internet
4. Abschließende Bewertung, Kritik und Ausblick
Die Arbeit untersucht die Besonderheiten der Partnersuche in webbasierten Singlebörsen und analysiert die dabei auftretenden kommunikativen Prozesse. Im Fokus steht die Forschungsfrage, wie die Beteiligten die Kommunikation gestalten, wenn diese rein über textbasierte Medien wie E-Mail und Chat erfolgt, welche Mittel sie zur Verständigung nutzen und wie sie Identität und Vertrauen im virtuellen Kontext aufbauen.
Besonderheiten der E-Mail
Im Falle der E-Mail-Kommunikation kann man von Ongoing Conversation sprechen; d.h. „die E-Mail ist Bestandteil einer längeren Korrespondenz, sie bezieht sich auf zurückliegende Äußerungen und fordert zu mehr oder minder elaborierten neuen Kommentaren und Stellungnahmen auf“ (Döring 2003b: 52). Die Email dient innerhalb von Singlebörsen einer ersten Kontaktaufnahme; so versucht eine Person durch einen möglichst persönlichen Text zu überzeugen. Um den Text zu gestalten, gibt es hier je nach Anbieter mehrere Möglichkeiten. Bei neu.de kann sowohl die Schriftart als auch die Schriftgröße beeinflusst werden. Darüber hinaus kann Text in Fettschrift, kursiv oder unterstrichen abgebildet werden. Auch der farbliche Hintergrund sowie die Textfarbe können verändert werden. Wie auch im Chat, steht eine Funktionsleiste für Smilies zur Verfügung, die je nach Belieben hinzugefügt werden können. Bei parship.de stehen all diese genannten Möglichkeiten zur Textgestaltung nicht zur Verfügung. Hier kann der Nutzer Emoticons und ähnliches lediglich selbst mit Hilfe des ASCII-Zeichensatzes einfügen. Die E-Mail-Kommunikation macht es möglich, sich über Worte und Ausdrücke länger Gedanken zu machen; man kann diese Form des Austausches also mit dem schriftlichen Briefverkehr auf postalischem Wege vergleichen. Insofern kommt die Email dem Kontakt über eine klassische Kontaktanzeige in einem Magazin oder einer Zeitung sehr nah, denn auch hier werden vorab Briefe verschickt, bevor ein persönliches Treffen stattfindet.
Die Art der Kommunikation ist folglich nicht in jeder Singlebörse gleich gelagert; der Austausch von Briefen oder kurzen Mitteilungen per E-Mail-System ist eine unpersönlichere und langwierigere Art der Kommunikation, während der Chat den Eindruck eines Face-to-Face Gespräches vermittelt, auch wenn hier über das Medium Computerprogramm miteinander kommuniziert wird. In beiden Fällen jedoch lässt sich von der Kommunikation über interaktive Medien sprechen, denn die Nutzung dieses Kommunikationsweges setzt „die Teilhabe anderer Kommunikationspartner voraus“ (Höflich 1996: 66).
I. Theoretischer Teil: Vermittelt die kommunikationswissenschaftliche Basis zur Analyse webbasierter Singlebörsen, einschließlich Begriffsdefinitionen zur computervermittelten Kommunikation und einer Typologie der Interaktion.
A Formale Strukturen und Vorüberlegungen: Analysiert technische und strukturelle Voraussetzungen, wie etwa den Aufbau von Profilen und die Rolle von Foto und Persönlichkeitstests in Singlebörsen.
B Interaktion in Singlebörsen: Untersucht die kommunikativen Bedingungen und Herausforderungen in einem Umfeld, das durch Kanalreduktion und das Fehlen nonverbaler Signale geprägt ist.
II. Empirischer Teil: Präsentiert die Ergebnisse einer Onlinebefragung zur Partnersuche in Singlebörsen und diskutiert das Nutzungsverhalten sowie die Einschätzung der Beteiligten.
1. Besonderheiten der Partnersuche in webbasierten Singlebörsen - Forschungsleitende Fragen: Definiert die zentralen Fragestellungen der empirischen Untersuchung.
2. Untersuchungsmethodik und Fragebogen: Erläutert das methodische Vorgehen und die Konstruktion des verwendeten Erhebungsinstruments.
3. Durchführung der Onlinebefragung und Datenerhebung: Dokumentiert den Ablauf der Befragung und die Auswertung der erhobenen Daten.
4. Abschließende Bewertung, Kritik und Ausblick: Reflektiert die gewonnenen Erkenntnisse kritisch und bewertet die Eignung von Singlebörsen zur ernsthaften Partnersuche.
Partnersuche, Singlebörse, computervermittelte Kommunikation, Interaktion, Anonymität, Identität, Selbstdarstellung, Vertrauensaufbau, Onlinebefragung, Web 2.0, Kanalreduktion, Medienetiquette, Soziale Beziehungen, Virtuelle Gemeinschaft, Beziehung.
Die Arbeit untersucht die Besonderheiten der Partnersuche in webbasierten Singlebörsen und beleuchtet die kommunikationswissenschaftlichen Aspekte der Interaktion zwischen Nutzern in virtuellen Umgebungen.
Die zentralen Themen umfassen die computervermittelte Kommunikation, Identitätskonstruktion in Profilen, den Vertrauensaufbau unter Bedingungen der Anonymität sowie die Funktionen virtueller Beziehungen.
Das Hauptziel ist es zu verstehen, wie Nutzer in einem textbasierten Medium, das nonverbale Signale unterdrückt, erfolgreich Kontakte knüpfen, Verständnis herstellen und eine Beziehung anbahnen.
Die Arbeit kombiniert eine theoretische Fundierung (u.a. durch Ansätze von Gerold Ungeheuer) mit einer quantitativen Onlinebefragung von 54 Teilnehmern.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil, der formale Strukturen und kommunikative Bedingungen analysiert, und einen empirischen Teil, der das Nutzungsverhalten und die Meinungen der Befragten auswertet.
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Partnersuche, Singlebörsen, computervermittelte Kommunikation, Anonymität und Identitätsmanagement beschreiben.
Neu.de setzt stark auf visuelle Selbstdarstellung (Fotos), während parship.de den Fokus auf einen wissenschaftlich orientierten Persönlichkeitstest und Anonymisierung (Chiffre statt Nickname) legt.
Die Kanalreduktion führt zum Verlust nonverbaler Signale wie Gestik und Mimik, weshalb Nutzer verstärkt auf textliche Ersatzstrategien wie Emoticons oder Paraphrasierung zurückgreifen müssen.
Die Bewertungen sind zwiegespalten; viele sehen Singlebörsen als nützliche Ergänzung zum Alltag, betonen aber, dass erst ein Medienwechsel zu einem persönlichen Treffen eine echte Einschätzung des Gegenübers ermöglicht.
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