Bachelorarbeit, 2014
56 Seiten, Note: 1,7
1 AUSGANGSSITUATION
2 GRUNDLAGEN VON PROJEKTMANAGEMENT
2.1 Abgrenzung und Definition zentraler Begriffe
2.1.1 Definition „Projekt“
2.1.2 Definition „Projektmanagement“
2.2 Ursprung von Projektmanagement
2.3 Projektarten
2.3.1 Forschungsprojekte
2.3.2 Entwicklungsprojekte
2.3.3 Rationalisierungsprojekte
2.3.4 Projektierungsprojekte
2.3.5 Vertriebsprojekte
2.3.6 Betreuungsprojekte
2.3.7 Dienstleistungsprojekte
2.3.8 Investitionsprojekte
2.4 Projektziele
2.5 Genereller Ablauf von Projektmanagement
2.6 Grenzen von Projektmanagement
2.6.1 Strukturelle Probleme
2.6.2 Interne Machtkämpfe
2.6.3 Dynamische Komplexität
2.6.4 Unklar Zielvorgaben
2.6.5 Verlust der Relevanz
2.6.6 Konflikt mit der Zeit
2.6.7 Unzureichende Ressourcen Verfügbarkeit
2.6.8 Methodenfetischismus
2.6.9 Führung nach "alter Schule“
2.6.10 Fehlende Kommunikation
2.6.11 Störender Kunde
2.6.12 Die Erfahrungsfalle
2.7 Methoden des Managements von Projekten
2.7.1 Übersicht
2.7.2 Norm DIN 69900-69901 und DIN ISO 21500
2.7.3 Project Management Institute (PMI)
2.7.4 Projects in Controlled Environments (PRINCE2)
2.7.5 International Project Management Association - Competence Baseline (IPMA-ICB)
2.7.6 V-Modell (XT)
2.8 Projektmanagement-Zertifizierung
2.9 Teildisziplinen beim Management von Projekten
2.9.1 Project Initiating
2.9.2 Project Planning
2.9.2.1 Scope Management
2.9.2.2 Time Management
2.9.2.3 Cost Management
2.9.2.4 Human Ressource Management
2.9.2.5 Risk & Opportunity Management
2.9.2.6 Communication Management
2.9.2.7 Stakeholder Management
2.9.3 Procurement Management
2.9.4 Quality Management
2.9.5 Project Execution
2.9.6 Project Monitoring & Controlling
2.9.7 Project Closing & Lesson Learnt
3 FORSCHUNGSDESIGN
3.1 Methoden der Datengewinnung
3.1.1 Inhaltsanalyse
3.1.2 Beobachtung
3.1.3 Probleme und Grenzen wissenschaftlicher Beobachtung.
3.1.4 Befragung
3.1.5 Formen der Befragung
3.2 Rahmenbedingungen
3.3 Forschungsgegenstand
3.3.1 Beispielprojekt Hardwareentwicklung und -herstellung
3.3.2 Beispielprojekt Softwareentwicklung
4 ANALYSE UND INTERPRETATION
4.1 Daten- und Informationsflut
4.2 Ungenutztes Weiterbildungsangebot
4.3 Pflicht zum Projektmanagement
4.4 Projektstruktur versus Linienstruktur
4.5 Risiko- und Chancenbudget als zusätzliche Marge
4.6 Single Source
4.7 Projectmanagement Community of Practice (PM-CoP)
4.8 Projektblindheit
4.9 Exit-Champions
4.10 Projektumfeld
4.11 Best Practice
4.12 Methodenstandards zwischen Unternehmen
4.13 Räumliche Nähe des Projektteams
4.14 Realistische Zeitplanung
4.15 Projektleiterqualifikation
4.16 Klar definierte Spezifikationen bei Vertragsabschluss
4.17 Kostenbewusstsein im Projektteam
4.18 Externe Projektkommunikation
4.19 Verfügbarkeit von Ressourcen
4.20 Virtuelles Projektmanagement
4.21 Kommunikationsprobleme
4.22 Teambildung
5 AUSBLICK UND HANDLUNGSEMPFEHLUNG
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, ein Grundverständnis für modernes Projektmanagement zu schaffen und zu untersuchen, ob es als Erfolgsfaktor im Wettbewerb dienen kann oder ob ein Umdenken in Unternehmen erforderlich ist. Dabei liegt der Fokus insbesondere auf der kritischen Auseinandersetzung mit prozessualen, strukturellen und menschlichen Herausforderungen in komplexen Projektumgebungen.
2.6.12 Die Erfahrungsfalle
Eine Studie hat ergeben, dass auch geübte Projektleiter nicht resistent vor Fehlern sind. Diese Tatsache ist im ersten Moment nicht verwunderlich. Die Problematik dabei ist, dass die Fehler sich meistens wiederholen und sehr ähnlich sind. In der Studie wurden hunderte Projektleiter einer Projektsimulation unterzogen und es wurde festgestellt, dass nicht immer die richtigen Schlüsse aus den Erfahrungen gezogen wurden. Auch nach mehreren Durchläufen und Wiederholungen der Planspiele wurden keine Konsequenzen aus den früheren Entscheidungen gezogen. Selbst als die Ergebnisse schlecht ausfielen, wurde an den Entscheidungen meist kaum etwas verändert (vgl. Sengupta, Abdel-Hamid, & Wassehove, 2008, S. 39 ff.).
Entscheidungen werden meistens auf Basis von vorhandenem Wissen getroffen mit der Annahme, dass sich die Umwelt nach Ursache-Wirkungs-Beziehung verhält. Dieser Mechanismus funktioniert aber nur bei einfachen Situationen. Hingegen bei komplexen Situationen, welches ein Projekt darstellt, funktioniert dieses Model nicht mehr zuverlässig. Daraus lässt sich schließen, dass das Lernen aus der Vergangenheit bei einfachen Situationen funktioniert – in komplexen allerdings nicht. Diese "Lernschwäche“ hat verschiedene Ursachen.
Zum einen besteht meist ein größerer zeitlicher Abstand zwischen der Ursache und der Wirkung. Die Herstellung einer direkten Verbindung erweist sich dadurch als recht schwer.
1 AUSGANGSSITUATION: Einführung in die wachsende Bedeutung des Projektmanagements sowie Darlegung der Problemstellung und Zielsetzung der Bachelorarbeit.
2 GRUNDLAGEN VON PROJEKTMANAGEMENT: Definition zentraler Begriffe, Erläuterung von Projektarten und -zielen sowie Analyse der Grenzen und internationaler Methodenstandards.
3 FORSCHUNGSDESIGN: Darstellung der empirischen Vorgehensweise, der angewendeten Datengewinnungsmethoden und der Rahmenbedingungen des gewählten Forschungsgegenstands.
4 ANALYSE UND INTERPRETATION: Praktische Untersuchung von zwei Beispielprojekten und kritische Analyse spezifischer Problembereiche im Projektmanagementalltag.
5 AUSBLICK UND HANDLUNGSEMPFEHLUNG: Abschließende Einschätzung des Erfolgsfaktoren-Potenzials von Projektmanagement und Ableitung von Empfehlungen für die Praxis.
Projektmanagement, Projekterfolg, Wettbewerbsvorteil, Komplexitätsmanagement, Industrieunternehmen, Methodenstandard, Projektziele, Risikomanagement, Unternehmensorganisation, Projektleitung, Wissensdatenbank, Projektblindheit, Kommunikation, Teamdynamik, Zertifizierung.
Die Arbeit untersucht die Wirksamkeit von modernem Projektmanagement in Großkonzernen und prüft kritisch, ob es in einem komplexen Umfeld tatsächlich als Wettbewerbsfaktor dienen kann oder ob neue Ansätze nötig sind.
Neben den theoretischen Grundlagen des Projektmanagements fokussiert sich die Arbeit auf die Praxisprobleme in der Rüstungsindustrie, wie etwa das Ressourcenmanagement, Kommunikation und der Umgang mit Komplexität.
Das Hauptziel ist die Beantwortung der Frage, ob modernes Projektmanagement als Erfolgsfaktor im Wettbewerb bestehen kann oder ob ein Umdenken in Unternehmen stattfinden muss.
Die Arbeit basiert auf einer empirischen Analyse, die Methoden wie Inhaltsanalyse, Beobachtung und Befragung (Interviews) einsetzt, um Erkenntnisse aus der Projektrealität zu gewinnen.
Der Hauptteil analysiert spezifische Herausforderungen wie die Datenflut, Projektblindheit, organisatorische Widerstände und die Bedeutung von "Soft Facts" für das Gelingen komplexer Vorhaben.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Projektmanagement-Kompetenz, Organisationsstruktur, Risikomanagement, Kommunikation, Teambildung und Wettbewerbsvorteil geprägt.
Dies beschreibt das Phänomen, dass Projektleiter aus vergangenen Fehlern oft nicht lernen, da sie an alten Entscheidungsmodellen festhalten, die bei komplexen, dynamischen Projekten nicht mehr zuverlässig funktionieren.
Da die fachliche Weisungsbefugnis oft beim Linienvorgesetzten liegt, können Ressourcen kurzfristig entzogen werden, was zu massiven Verzögerungen und Zielkonflikten in den Projekten führt.
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