Diplomarbeit, 2005
156 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Thematik und Zielsetzung
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Der Mittelstand – Das Rückgrat der deutschen Wirtschaft
2.1 Definition des Mittelstandes
2.1.1 Quantitative Begriffsdefinitionen
2.1.2 Qualitative Begriffsdefinitionen
2.2 Wirtschaftliche Bedeutung und Situation des Mittelstandes
2.3 Aktuelle Finanzierungssituation des Mittelstandes
3 Basel II – Die neue Baseler Eigenkapitalverordnung
3.1 Der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht
3.2 Basel I
3.3 Die Entstehung von Basel II
3.4 Ziele und Struktur von Basel II
3.5 Die drei Säulen von Basel II
3.5.1 Säule I: Mindestkapitalanforderungen
3.5.1.1 Kreditrisiken
3.5.1.2 Operationelle Risiken
3.5.2 Säule II: Bankenaufsichtliche Überprüfungsverfahren
3.5.3 Säule III: Marktdisziplin durch erweiterte Offenlegungspflichten
4 Rating – Der Prozess der Unternehmensbonitätsprüfung
4.1 Der Begriff des Ratings
4.2 Rating Arten
4.2.1 Emissionsrating – Emittentenrating
4.2.2 Solicited Rating – unsolicited Rating
4.2.3 Debt Rating – Equity Rating
4.2.4 Auskunftsrating
4.2.5 Unternehmensrating
4.3 Grundkonzept des Ratings
4.4 Rating Symbolik und ihre Bedeutung
4.5 Analysebereiche und Kriterien eines Ratings
4.6 Externes und internes Rating
4.6.1 Externes Rating
4.6.2 Internes Rating
4.6.2.1 Grundlagen des bankinternen Ratings
4.6.2.2 Das neue BVR-Rating der Volks- und Raiffeisenbanken
4.6.3 Internes versus externes Rating
5 Auswirkungen von Basel II und Rating auf den Mittelstand
6 Balanced Scorecard – Ein modernes Managementinstrument
6.1 Grundlagen der Balanced Scorecard
6.1.1 Historie der Balanced Scorecard
6.1.2 Mängel traditioneller Kennzahlensysteme
6.1.3 Das Grundkonzept der Balanced Scorecard
6.2 Aufbau der Balanced Scorecard
6.2.1 Die Finanzperspektive
6.2.2 Die Kunden- und Marktperspektive
6.2.3 Die Prozessperspektive
6.2.4 Die Potenzialperspektive
6.3 Die Balanced Scorecard als strategisches Managementsystem
7 Einsatzmöglichkeiten der Balanced Scorecard zur Ratingoptimierung von KMU
7.1 Die Balanced Scorecard als Maßnahme zur Verbesserung des Ratings
7.2 Ratingoptimierung des Zielsystems der Balanced Scorecard
7.2.1 Vision und Strategie als Ausgangspunkt der Ratingoptimierung
7.2.2 Identifikation von strategischen Zielen und Maßnahmen zur Ratingoptimierung
7.2.2.1 Quantitative Ziele der Ratingoptimierung
7.2.2.2 Qualitative Ziele der Ratingoptimierung
7.2.3 Implementierung ratingoptimierender Ziele in das Zielsystem der Balanced Scorecard
7.2.3.1 Ratingoptimierung in der Finanzperspektive
7.2.3.2 Ratingoptimierung in der Kunden- und Marktperspektive
7.2.3.3 Ratingoptimierung in der Prozessperspektive
7.2.3.4 Ratingoptimierung in der Lern- und Entwicklungsperspektive
7.2.4 Die ratingoptimierte Balanced Scorecard
7.3 Die Möglichkeit der Ratingperspektive
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, den Einfluss der Baseler Eigenkapitalverordnung (Basel II) sowie die damit verbundenen Ratingverfahren auf mittelständische Unternehmen zu analysieren und ein konzeptionelles Modell zu entwickeln, wie die Balanced Scorecard (BSC) als innovatives Managementsystem genutzt werden kann, um diese Unternehmen auf Ratinganforderungen vorzubereiten und ihre Bonitätsbewertung zu optimieren.
4.2.2 Solicited Rating – unsolicited Rating
‚Solicited’ und ‚unsolicited’ Ratings unterscheiden sich nach den jeweiligen Auftraggebern und den jeweils zur Verfügung stehenden Informationen. Ein ‚solicited Rating’ liegt vor, wenn die Initiative zu einem Rating von dem Unternehmen selbst ausgeht und das Unternehmen selbst eine externe Ratingagentur mit der Erstellung eines Ratings beauftragt. Das Unternehmen stellt der Ratingagentur hierbei sämtliche benötigte Daten zur Verfügung (Dimitrakopoulos/Spahr, 2003, S.151). Bei einem ‚unsolicited Rating’ geht die initiative des Ratings von einer Ratingagentur oder einem möglichen Geldgeber aus. Da ein ‚unsolicited’ Rating ohne Mitwirkung des bewertenden Unternehmens erfolgt, basiert es meist auf Sekundärquellen und öffentlich zugänglichen Unternehmensinformationen (Everling/Schneck, 2004, S.88). Die Aussagefähigkeit des ‚unsolicited Ratings’ ist daher stark beeinträchtigt (Munsch/Weiß, 2002, S.30).
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problemstellung der verschärften Wettbewerbsbedingungen und die durch Basel II induzierte Notwendigkeit für den Mittelstand ein, sich aktiv mit Ratinganforderungen auseinanderzusetzen.
2 Der Mittelstand – Das Rückgrat der deutschen Wirtschaft: Dieses Kapitel definiert den deutschen Mittelstand und beschreibt dessen hohe wirtschaftliche Bedeutung sowie die aktuell schwierige Finanzierungslage.
3 Basel II – Die neue Baseler Eigenkapitalverordnung: Das Kapitel erläutert die Hintergründe, die drei Säulen und die Auswirkungen der neuen Baseler Eigenkapitalverordnung auf die Kreditvergabe.
4 Rating – Der Prozess der Unternehmensbonitätsprüfung: Hier werden der Begriff des Ratings, verschiedene Ratingarten, Analysebereiche sowie die Unterschiede zwischen internem und externem Rating detailliert dargelegt.
5 Auswirkungen von Basel II und Rating auf den Mittelstand: Es wird analysiert, inwiefern Basel II für den Mittelstand eher als Herausforderung oder als Chance für eine Professionalisierung der Finanzierung zu sehen ist.
6 Balanced Scorecard – Ein modernes Managementinstrument: Das Kapitel bietet eine grundlegende Einführung in das Konzept der Balanced Scorecard als Instrument zur ganzheitlichen Unternehmenssteuerung.
7 Einsatzmöglichkeiten der Balanced Scorecard zur Ratingoptimierung von KMU: Hier wird das Kernkonzept entwickelt, wie die BSC methodisch eingesetzt werden kann, um Unternehmen gezielt im Hinblick auf Ratingkriterien zu optimieren.
Basel II, Rating, Mittelstand, Balanced Scorecard, Ratingoptimierung, Kreditrisiko, Unternehmensfinanzierung, Bonitätsprüfung, Strategisches Management, Eigenkapitalquote, KMU, Risikomanagement, Performance Measurement.
Die Diplomarbeit untersucht die Auswirkungen der neuen Baseler Eigenkapitalverordnung auf den deutschen Mittelstand und entwickelt Strategien zur Optimierung der Unternehmensbonität mittels der Balanced Scorecard.
Die zentralen Felder umfassen die Finanzierungssituation des Mittelstandes, die regulatorischen Neuerungen durch Basel II, den Ratingprozess sowie die Anwendung moderner Managementsysteme zur strategischen Unternehmensausrichtung.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie ein mittelständisches Unternehmen durch den Einsatz der Balanced Scorecard als ganzheitliches Führungsinstrument die Anforderungen eines Ratings erfüllen und das Ratingergebnis aktiv verbessern kann.
Die Arbeit nutzt eine fundierte Literaturanalyse zur theoretischen Herleitung sowie Experteninterviews mit Fachleuten aus den Bereichen Rating Advisory und Unternehmensberatung zur Verifizierung der entwickelten Konzepte.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung der Grundlagen von Basel II und Rating sowie die Entwicklung eines innovativen, dreistufigen Konzepts zur Nutzung der Balanced Scorecard im Rahmen der Ratingoptimierung.
Die wichtigsten Begriffe sind Basel II, Rating, Mittelstand, Balanced Scorecard, Ratingoptimierung und Bonitätsprüfung.
Die Ratingperspektive wird als theoretische dritte Möglichkeit diskutiert, um spezifische ratingkritische Kennzahlen und Leistungstreiber innerhalb des BSC-Zielsystems gezielt zu steuern und zu überwachen.
Eine fehlende Nachfolgeregelung wird von Banken und Ratingagenturen als ein kritischer Risikofaktor angesehen, da sie die Zukunftsfähigkeit und Bestandssicherheit des Unternehmens in Frage stellt, was das Rating negativ beeinflusst.
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