Bachelorarbeit, 2015
52 Seiten, Note: 1,7
Einleitung
1.0 Arktische Akteure
2.0 Problematik in der Arktis
2.1 Energieressourcen und Rohstoffe
2.2 Fischerei
2.3 Seefahrtsrouten
2.4 Territorialansprüche
3.0 Optionen für einen Arktisvertrag
3.1 Antarktisvertrag
3.2 Bestehende Regelungen in der Arktis
3.3 Unterschiede zu einem möglichen Arktisvertrag
3.4 Argumente gegen einen Arktisvertrag
3.5 Argumente für einen Arktisvertrag
3.6 Alternativen
4.0 Stimmen von Akteuren zur Problematik
4.1 Arktispolitik der Europäischen Union
4.2 Forderungen von Umweltverbänden und NGOs
5.0 Ilulissat-Erklärung
6.0 Fazit
Die Arbeit untersucht kritisch die Umsetzbarkeit und Zielführung eines internationalen Arktisvertrags nach dem Vorbild des Antarktisvertrags, um angesichts zunehmender wirtschaftlicher Interessen die Region vor unkontrollierter Ressourcenausbeutung und ökologischen Schäden zu schützen.
3.4 Argumente gegen einen Arktisvertrag
Viele Wissenschaftler die sich mit dieser Thematik beschäftigen sind sich einig, dass ein Arktisvertrag, so wie er in der Antarktis verhandelt wurde, schwer bis unmöglich zu realisieren sei. Die zuvor erläuterten Unterschiede zwischen Arktis und Antarktis machen die gesamte Problematik deutlich.
Einige Autoren halten es für regelrecht naiv zu denken, dass arktische Staaten auf ihre Souveränität zu Gunsten eines Vertrages verzichten würden. Und ein Verzicht auf Souveränität und die Nutzung von Ressourcen, welche ihnen durch das SRÜ zugewiesen wurden, wäre nahezu unabdingbar um sich zu einigen und alle, auch umweltpolitischen, Ziele zu erreichen. Zudem könnte sich ein Arktisvertrag eventuell mit anderen bereits bestehenden globalen Verträgen überschneiden und somit Regelungen unübersichtlich machen.
Würde der Arktisvertrag als völkerrechtlicher Vertrag geschlossen, gäbe es Schwierigkeiten bezüglich des bereits bestehenden Seerechtsübereinkommens und eventueller Überschneidungen. Prinzipiell gilt, dass ein neuer völkerrechtlicher Vertrag den alten Vertrag ersetzt. Nun wäre der Arktisvertrag allerdings auf ein bestimmtes Gebiet beschränkt, während das SRÜ weltweit gültig ist. Zudem ist das SRÜ von fast allen Staaten der Welt ratifiziert worden und durch die hohe Akzeptanz und das lange Bestehen des Vertrages ist hier von Völkergewohnheitsrecht auszugehen. Das SRÜ könnte demnach nicht ohne weiteres ersetzt werden. Eine völkergewohnheitsrechtliche Regelung kann dann nur durch, zumindest stillschweigende, Zustimmung in Kraft treten.
Zuletzt darf nicht unbeachtet bleiben, dass ein solcher Vertrag möglicherweise ohne die Beteiligung indigener Völker umgesetzt wird. Ein reiner Staatenvertrag würde diesen wichtigen Einfluss nicht berücksichtigen.
Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende strategische und wirtschaftliche Bedeutung der arktischen Polarregion und leitet die Forschungsfrage nach der Schutzmöglichkeit durch einen Arktisvertrag ab.
1.0 Arktische Akteure: Dieses Kapitel definiert geografische und politische Begrenzungen der Arktis und identifiziert die relevanten arktischen Anrainerstaaten.
2.0 Problematik in der Arktis: Hier werden die zentralen Konfliktfelder wie Ressourcen, Fischerei, Schifffahrtsrouten und territoriale Ansprüche analysiert, die den hohen Druck auf die Region verdeutlichen.
3.0 Optionen für einen Arktisvertrag: Das Kapitel vergleicht den Antarktisvertrag mit der arktischen Realität, diskutiert das Für und Wider eines neuen Vertragsregimes und prüft alternative governance-Ansätze.
4.0 Stimmen von Akteuren zur Problematik: Es werden Perspektivwechsel durch die Analyse der Arktispolitik der EU sowie der Positionen von NGOs und Umweltverbänden vorgenommen.
5.0 Ilulissat-Erklärung: Das Kapitel analysiert die einzige offizielle gemeinsame Stellungnahme der arktischen Anrainerstaaten und deren implizite Ablehnung eines umfassenden neuen Vertrags.
6.0 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass ein neuer umfassender Vertrag kaum realisierbar ist und plädiert stattdessen für die Ergänzung bestehender Abkommen und eine Stärkung des Arktischen Rates.
Arktis, Antarktisvertrag, Seerechtsübereinkommen, SRÜ, Ressourcen, Klimawandel, Arktischer Rat, Geopolitik, Territorialansprüche, Umweltschutz, Schifffahrtsrouten, Ilulissat-Erklärung, Nachhaltigkeit, Rohstoffe, Fischerei.
Die Arbeit untersucht, ob ein internationaler Arktisvertrag, basierend auf dem Vorbild des Antarktisvertrags, eine geeignete Lösung darstellt, um die Arktis vor den Folgen zunehmender wirtschaftlicher Erschließung und territorialer Konflikte zu schützen.
Zentral sind die Nutzung von Rohstoffen und Ölreserven, die Eröffnung neuer Seefahrtsrouten durch das schmelzende Eis, Fragen der Fischerei und die ungeklärten territorialen Souveränitätsansprüche der Anrainerstaaten.
Das Ziel ist es, die politische Realisierbarkeit eines neuen, umfassenden völkerrechtlichen Vertrags für die Arktis kritisch zu bewerten und zu hinterfragen, ob dies angesichts bestehender Interessen zielführend ist.
Es handelt sich um eine reine Literaturarbeit, die auf einer umfassenden Recherche aktueller wissenschaftlicher Berichte, geopolitischer Analysen und offizieller Dokumente basiert.
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit der Struktur des Antarktisvertrags, vergleicht diese mit den rechtlichen Gegebenheiten in der Arktis (insbesondere dem SRÜ) und analysiert die Argumente von Befürwortern und Gegnern eines Arktisvertrags.
Die Arbeit lässt sich am besten durch die Begriffe Arktische Governance, Rohstoffkonkurrenz, Völkerrecht, Souveränität der Anrainerstaaten und Nachhaltiger Umweltschutz beschreiben.
Der Begriff "Arktisches Monopoly" verweist auf den Wettbewerb verschiedener Akteure um den Zugriff auf neu erreichbare Ressourcen und Handelswege, der durch die klimatisch bedingte Eisschmelze erst ermöglicht wird.
Die Ilulissat-Erklärung ist wichtig, da sie zeigt, dass die fünf direkten Anrainerstaaten (A5) ihre Souveränität betonen und sich aktiv gegen die Entwicklung eines neuen, umfassenden Vertragsregimes stellen, um ihre Handlungsfreiheit zu bewahren.
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