Bachelorarbeit, 2018
49 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Probleme des Businessplans
2.1 Der Aufbau eines Businessplans
2.1.1 Qualitative Unternehmensplanung – Die Marktanalyse
2.1.2 Quantitative Unternehmensplanung – Der Finanzplan
2.2 Kritik am Businessplan
3. Die Business-Model-Canvas
3.1 Die neun Bestandteile der Business-Model-Canvas
3.2 Vor- und Nachteile der Business-Model-Canvas im Vergleich zum Businessplan
4. Die Business-Model-Canvas für Spotify
4.1 Kostenlose Wertangebote als Geschäftsmodell
4.2 Spotifys Geschäftsmodell unter der Lupe
4.3 Spotifys Geschäftsmodell in Form einer Business-Model-Canvas
5. Ausblick: Die Value-Proposition-Canvas als Plug-In zur Business-Model-Canvas
6. Fazit
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht, ob die Business-Model-Canvas eine sinnvolle Alternative zum klassischen Businessplan für Unternehmensgründer darstellt. Dabei wird analysiert, inwieweit die flexiblere Canvas-Methode die bekannten Schwächen des starren und aufwendigen Businessplans ausgleichen kann und für welche Phasen der Unternehmensentwicklung sich welches Instrument besser eignet.
2.2 Kritik am Businessplan
Um dem Leser ein Gefühl für den Umfang eines Businessplans zu geben, wurde in diesem Kapitel bisher sein Aufbau aus den Bausteinen Executive Summary, qualitativer- sowie quantitativer Unternehmensplanung und dem Anhang näher beschrieben. Dieses klassische Muster hat sich in den letzten Jahrzehnten in Deutschland zur Strukturierung einer Geschäftsidee etabliert. Dennoch ist der Businessplan nicht unumstritten und wird mittlerweile häufig als veraltet bezeichnet. Die geäußerte Kritik fokussiert sich auf zwei wesentliche Themen, die nachfolgend erläutert werden.
Unter stabilen Rahmenbedingungen eignet sich der Businessplan hervorragend, um eine Geschäftsidee vorzubereiten und durchzuplanen. Er ist jedoch nicht darauf ausgelegt, flexibel auf relevante Veränderungen des Unternehmensumfelds reagieren zu können. Informationen aus dem Businessplan sind nur so lange aktuell, wie sich Konditionen, Gesetze oder Vorhersagen unter denen er erstellt wurde, nicht verändern (vgl. Lahn 2015, S. 108). In einer sich globalisierten, sich immer schneller verändernden Welt, befinden sich diese Rahmenbedingungen allerdings im ständigen Wandel, sodass Businesspläne nicht mit der Realität Schritt halten können (vgl. Risseeuw und Masruel 1994, S. 317-321). „Für den Businessplan wie für die Kriegsführung gilt: Sobald die Schlacht beginnt, wirken die Pläne veraltet und überholt, da sich der Gegner, respektive der Wettbewerb in unerwarteter Weise verhält.“ (Hannon und Atherton 1998, S. 109). Um die Geschäftsidee an Veränderungen der äußeren Umstände anpassen zu können, ist also ein hohes Maß an Flexibilität nötig. Andersherum kann das Festhalten an einem veralteten Businessplan das Fortbestehen eines Unternehmens stark gefährden (vgl. Hisrich et al. 2010, S. 10).
1. Einleitung: Hinführung zur Problematik der Businessplan-Erstellung und Einführung der Business-Model-Canvas als potenziell flexiblere Alternative.
2. Probleme des Businessplans: Detaillierte Darstellung der Schwächen des klassischen Businessplans, insbesondere hinsichtlich mangelnder Flexibilität und hohem Erstellungsaufwand.
3. Die Business-Model-Canvas: Vorstellung der neun Bausteine der Canvas-Methode und Vergleich ihrer Vor- und Nachteile gegenüber dem Businessplan.
4. Die Business-Model-Canvas für Spotify: Praktische Veranschaulichung des Konzepts anhand der Geschäftsmodell-Analyse des Musikstreaming-Marktführers Spotify.
5. Ausblick: Die Value-Proposition-Canvas als Plug-In zur Business-Model-Canvas: Einführung ergänzender Werkzeuge zur inhaltlichen Vertiefung der Schnittstelle zwischen Kundensegmenten und Wertangebot.
6. Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage mit einer Empfehlung zur komplementären Nutzung beider Planungsinstrumente.
Businessplan, Business-Model-Canvas, Unternehmensgründung, Geschäftsmodell, Flexibilität, Spotify, Freemium, Strategie, Planungsinstrument, Marktanalyse, Wertangebot, Finanzplanung, Unternehmertum, Value-Proposition-Canvas, Start-up
Die Arbeit untersucht die Eignung der Business-Model-Canvas als modernes, flexibles Instrument zur Planung von Geschäftsmodellen im Vergleich zum traditionellen, oft als starr empfundenen Businessplan.
Die Arbeit thematisiert die methodischen Unterschiede zwischen Businessplan und Canvas-Modellen, die Herausforderungen bei Gründungen in dynamischen Märkten sowie die praktische Anwendung moderner Planungstools.
Das Ziel ist zu klären, ob die Business-Model-Canvas den klassischen Businessplan vollständig ersetzen kann oder ob eine Kombination beider Instrumente für Gründer den größten Mehrwert bietet.
Der Autor nutzt eine strukturierte Literaturanalyse, kombiniert mit einer Fallstudie zum Geschäftsmodell von Spotify, um die theoretischen Aspekte der Canvas-Methode praxisnah zu illustrieren.
Der Hauptteil gliedert sich in die Kritik am klassischen Businessplan, die detaillierte Beschreibung der Canvas-Bausteine, deren Vergleich sowie die Anwendung auf das Spotify-Geschäftsmodell.
Zu den zentralen Begriffen gehören Businessplan, Business-Model-Canvas, Flexibilität, Start-up-Planung und das Freemium-Geschäftsmodell.
Die Canvas-Methode ist laut Autor deutlich schneller, günstiger und ohne tiefgreifende betriebswirtschaftliche Vorkenntnisse anwendbar, während der Businessplan zeitintensiv und komplex in der Erstellung ist.
Spotify nutzt ein komplexes, innovatives Freemium-Geschäftsmodell, das verschiedene Zielgruppen (Nutzer, Werbepartner, Künstler) bedient und sich daher hervorragend zur Veranschaulichung der Business-Model-Canvas eignet.
Sie dient als ergänzendes „Plug-In“, um die inhaltliche Tiefe der Schnittstelle zwischen Kundenbedürfnissen und dem Wertangebot zu erhöhen, die in der standardmäßigen Business-Model-Canvas zu kurz kommen könnte.
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass die Instrumente sich ergänzen: Die Business-Model-Canvas ist ideal für die Vorgründungs- und Umstrukturierungsphase, während der Businessplan für die Kapitalbeschaffung bei Investoren weiterhin essenziell bleibt.
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