Bachelorarbeit, 2017
59 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Mobbing: Was ist Mobbing?
2.1 Eine Definition des Begriffs “Mobbing“
2.1.1 Ist das Mobbing? Zwei Beispiele
2.2 Formen von Mobbing
2.2.1 Direktes Mobbing
2.2.2 Indirektes Mobbing
2.3 Der Mobbingverlauf nach H. Leymann
3 Eine besondere Form der Schülergewalt
3.1 Das System Mobbing und seine Beteiligten
3.2 Mobbing unter Schülern: Wenn in der Schule Psychoterror herrscht
3.2.1 Genaue Beschreibung der Mobbing-Opfer
3.2.2 Akribische Ausführung zum Mobbing-Täter
3.2.3 Als Außenstehender Mobbing erkennen
3.2.4 Häufigkeit von Schulmobbing
4 Hat der Familienhintergrund einen Einfluss auf das Mobbing-Risiko?
4.1 Der sozioökonomische Status
4.2 Gibt es einen Zusammenhang zwischen Mobbing und dem Migrationshintergrund?
4.3 Kann die Familienform zur Entstehung von Mobbing beitragen?
4.4 Mobbing als Folge von Erziehung?
4.5 Weitere Ursachen und Gründe für ,Bullying` in der Schule
5 Folgen von Mobbing
5.1 Relevanz der Ablehnung und Beseitigung jeglicher Gewalt
5.2 Leitfaden zur Prävention und Intervention bei Mobbing im Handlungsfeld Schule
5.2.1 Allgemeine Präventionsmaßnahmen
5.2.2 Das Interventionskonzept von Dan Olweus
6 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Ursachenfaktoren von Mobbing im schulischen Kontext unter besonderer Berücksichtigung des familiären Hintergrunds. Ziel ist es, die Rolle von Elternhaus und Schule bei der Entstehung von Mobbing zu reflektieren und effektive Präventions- sowie Interventionsmöglichkeiten aufzuzeigen, um betroffene Schüler zu schützen und ein gewaltfreies Lernklima zu etablieren.
2.1.1.3 Auswertung
Während Marius, der die weiterführende Schule besucht, von den anhaltenden Konflikten schon seit seiner Grundschulzeit geplagt ist, die bis in seine weiterführende Schule hineinreichen, wird Susan zum ersten Mal ausgegrenzt, indem sie aus unerklärlichen Gründen, wie sie von überzeugt ist, nicht auf die Geburtstagsfeier ihrer guten Freundin eingeladen wird. Marius hingegen ist nicht nur einem einmaligen Zwischenfall ausgesetzt, sondern muss ständige Schikanen ertragen, weil er zum einen ein außerdurchschnittlich guter Schüler ist, was bei seinen Mitschüler Neid hervorrief, und zum anderen sein Erscheinungsbild auffällt, also im Gegensatz zum standardisierten, für normal und gesund empfundenem Aussehen anders ist.
Susan wird nicht wie Marius von der ganzen Klasse ausgegrenzt. Sie verträgt sich lediglich zwei Wochen lang nicht mit ihrer Freundin, wobei der zu Grunde liegende Konflikt ihr vorenthalten wird, weshalb sie selber Initiativen ergreift. Zwar vertraut sie sich niemandem an, dafür will sie die Sachlage aber selbstständig aushandeln, was impliziert, dass sie in sich das Potenzial, d.h. das Selbstbewusstsein und die Konfliktbewältigungsstrategie, dazu sieht, ihre Probleme selber zu lösen, wozu Marius nicht aus eigener Kraft in der Lage ist. Zudem stellt sich bei Susan, bei der keine hierarchische Struktur vorliegt, wo ein Opfer im Kräfteungleichgewicht im Verhältnis zu einem Täter eine unterprivilegierte und unterpositionierte bzw. stark benachteiligte Stellung, wie es sich bei Marius zuträgt, einnimmt, ein Erfolgserlebnis ein. Denn die Freundin von Susan stellt ihre Schikanen ein, sobald sie von ihr damit konfrontiert wird.
Der Zeitraum erfolgt bei Susan demnach nicht über mehrere Wochen oder gar Monate hinweg. Ganz anders ist es bei Marius, der aufgrund später Unterstützung, nämlich ausschließlich der einseitigen Hilfe seiner Eltern, die sich um ihren Sohn, dessen psychischer Zustand sich kontinuierlich und merklich verschlimmerte, und dessen Probleme sich die Schule trotz der ausgesprochenen Bedenken seiner Eltern nicht annahm, das Kräfteungleichgewicht und die Übergriffe auf ihn vonseiten der Klasse nicht zu beenden weiß, sodass er sich sogar schließlich dazu gezwungen fühlt, für eine optimistischere Zukunft und sein Wohlbefinden die Schule zu verlassen.
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik des Schulmobbings ein und begründet die Forschungsfrage, die sich mit den familiären Einflussfaktoren auf die Entstehung von Mobbing befasst.
2 Mobbing: Was ist Mobbing?: Dieses Kapitel definiert Mobbing, kategorisiert verschiedene Mobbing-Formen und erläutert den dynamischen Mobbingverlauf nach H. Leymann.
3 Eine besondere Form der Schülergewalt: Es werden die Rollen und Leitmotive der an Mobbing beteiligten Personen (Täter, Opfer, Zuschauer) sowie die spezifischen Bedingungen im Schulsystem analysiert.
4 Hat der Familienhintergrund einen Einfluss auf das Mobbing-Risiko?: Hier wird untersucht, wie sozioökonomischer Status, Migrationshintergrund, Familienstruktur und elterliche Erziehung das Risiko für Mobbing und Gewaltverhalten beeinflussen.
5 Folgen von Mobbing: Dieser Abschnitt thematisiert die schwerwiegenden psychischen und physischen Folgen für Opfer und Täter und leitet einen Leitfaden für Prävention und Intervention ab.
6 Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer engen Zusammenarbeit zwischen Eltern und Schule.
Mobbing, Schulgewalt, Täter-Opfer-Beziehung, Prävention, Intervention, Erziehungsstil, Sozioökonomischer Status, Migrationshintergrund, Psychoterror, Sozialisation, Klassenklima, Familienhintergrund, Resilienz, Bullying, Schulkontext.
Die Arbeit befasst sich mit der Problematik von Mobbing unter Schülern und untersucht, inwieweit familiäre Hintergründe und soziostrukturelle Bedingungen das Risiko für dieses Gewaltphänomen erhöhen.
Die Arbeit deckt die Definition und Formen von Mobbing, die Analyse der beteiligten Akteure, den Einfluss des Elternhauses (Erziehung, Status, Familienform) sowie praktische Ansätze für Prävention und Intervention ab.
Die Forschungsfrage zielt darauf ab zu ergründen, ob und wie Mobbing durch das Elternhaus kumuliert und welche Rolle dabei soziostrukturelle Faktoren spielen.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Auswertung entwicklungspsychologischer und soziologischer Erklärungsansätze sowie einer Analyse relevanter Fachliteratur zu Mobbing und Gewalt an Schulen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Mobbing-Begriffs, die Analyse der Beteiligten im Schulsystem, die Untersuchung von Ursachenfaktoren im familiären Umfeld sowie eine detaillierte Darstellung von Interventionskonzepten.
Die wichtigsten Schlüsselwörter sind Mobbing, Schulgewalt, Prävention, Intervention, familiärer Hintergrund und Täter-Opfer-Dynamik.
Der Status kann als risikoerhöhender Belastungsfaktor fungieren, da schwierige Lebensverhältnisse in Kombination mit anderen Faktoren (z.B. Erziehungsverhalten) das Risiko für dissoziales Verhalten und Gewaltförderung steigern können.
Marius ist dauerhaften, intensiven Schikanen ausgesetzt und weist keine Konfliktlösestrategien auf, während es bei Susan um einen zeitlich begrenzten Konflikt geht, den sie durch ihr vorhandenes Selbstbewusstsein eigenständig bewältigen kann.
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