Bachelorarbeit, 2014
53 Seiten, Note: 2,6
1.) Einleitung
2.) Definitionsproblematik einer katalanischen Identität
2.1) Sprachidentität als Nationalidentität
2.2) Sprachliche Situation in Katalonien
3.) Analyse
3.1) Situierung des Romans im Gesamtwerk
3.2) Identitätsverlust des Protagonisten
3.2.1) Herkunft, Kindheit und Bedeutung der Sprachwahl des Protagonisten
3.2.2) Die Verwandlung zum xarnego
3.2.3) Die Rolle der xarnegos in Katalonien
3.3) Sinnbilder und Metaphern der katalanischen Kultur
3.3.1) Walden 7
3.3.2) Seine Frau Norma und die Villa Valentí
3.3.3) Der Straßenmusikant
3.4) Schauplatz Barcelona
3.5) Übereifer der Katalanen
4.) Fazit
Die Arbeit untersucht die katalanische Identitätsproblematik im Roman „El amante bilingüe“ von Juan Marsé und analysiert, inwiefern diese Identität durch soziale Faktoren beeinflusst wird und wie das Individuum auf den historischen und sprachpolitischen Druck der Gesellschaft reagiert.
3.2.2) Die Verwandlung zum xarnego
Die folgende Szene ist der Eintritt Fanecas in das Geschehen. Der charnego erscheint Marés nachts in einem Traum und erinnert ihn an „ihr“ Vorhaben. („-Norma Valentí nos espera.“) Die beiden führen einen Dialog, indem Faneca ihm anbietet mit Norma in Kontakt zu treten. („Tú déjame a mí saborío. Hablaré con esa mujé, y esa mujé volverá a tus brazos. Lo juro por mis muertos.“) Es ist die Rede von einem typischen charnego („Un charnego fino y peludo, elegante y primario, con guantes y mucha guasa, con ganas de querer liarla.“). Er schlägt Marés vor, sich als sein alter Jugendfreund Faneca auszugeben, um Normas ersehnte Aufmerksamkeit zu erlangen. Marés jedoch scheint der Idee skeptisch gegenüber zu stehen, da er sich der Tatsache bewusst zu sein glaubt, dass es sich hierbei bloß um einen Traum handelt. („-Nunca recuerdo mientras sueño –recordó incongruentemente-. Porque esto que me pasa es un sueño, ¿no? –Tú verás.“) Allerdings lässt er sich letztendlich doch überreden, überlistet sich sozusagen selber und willigt in den Plan ein, auch wenn er weiterhin nicht überzeugt zu sein scheint. („-Sé lo que te propones. No saldrá bien.”)
1.) Einleitung: Einführung in die Thematik der Identitätskrise und die Rolle der Sprachpolitik im Kontext des Romans.
2.) Definitionsproblematik einer katalanischen Identität: Historische und politische Betrachtung der Sprachidentität und ihrer Bedeutung für den Nationalismus.
3.) Analyse: Kernstück der Arbeit, welches den Identitätsverlust des Protagonisten und die symbolische Bedeutung von Handlungsorten und Metaphern untersucht.
4.) Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Identitätsproblematik und der ironisch-kritischen Haltung des Autors.
Juan Marsé, El amante bilingüe, Katalonien, Identitätsproblematik, Sprachpolitik, Nationalismus, Charnego, Xarnego, Walden 7, Identitätsverlust, Schizophrenie, Zweisprachigkeit, Soziolinguistik, Barcelona, Identitätskrise
Die Arbeit analysiert die katalanische Identitätsproblematik im Roman „El amante bilingüe“ des Autors Juan Marsé.
Die zentralen Felder sind die Bedeutung der Sprache als Identitätsmerkmal, der soziale Auf- bzw. Abstieg und die Identitätskrise im nach-franquistischen Katalonien.
Ziel ist es, die katalanische Identitätsproblematik anhand des Romans zu erläutern und ihre Darstellung auf verschiedenen erzählerischen Ebenen herauszuarbeiten.
Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die historische Kontexte und soziolinguistische Faktoren einbezieht, um das Handeln des Protagonisten zu deuten.
Der Hauptteil befasst sich mit der Analyse der Schizophrenie des Protagonisten, der Rolle der "xarnegos" und der Interpretation von Metaphern wie dem Wohnkomplex "Walden 7".
Identitätsverlust, Sprachpolitik, Nationalismus, kulturelle Schizophrenie und das Spannungsfeld zwischen Kastilisch und Katalanisch sind die zentralen Begriffe.
Walden 7 dient im Roman als physische und metaphorische Manifestation des mentalen Verfalls des Protagonisten und spiegelt das Scheitern von Idealen wider.
Das Motiv symbolisiert die Fähigkeit, die eigene Identität abzulegen und in andere Rollen zu schlüpfen, was Marés bis zum Identitätsverlust perfektioniert.
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