Bachelorarbeit, 2018
52 Seiten, Note: 1.0
1 EINLEITUNG
2 ERKENNTNISINTERESSE
3 STAND DES WISSENS
3.1 DAS MANCHESTER TRIAGE SYSTEM
3.2 CHARAKTERISTIKA DES MTS FÜR DIE PÄDIATRIE
3.3 IMPLEMENTIERUNGEN IM GESUNDHEITSWESEN
4 ZIELE UND FRAGESTELLUNGEN FÜR DIE EMPIRISCHE UNTERSUCHUNG
5 METHODISCHES VORGEHEN
5.1 FORSCHUNGSDESIGN UND ERHEBUNGSMETHODE
5.2 FORSCHUNGSETHISCHE ASPEKTE
5.3 STICHPROBE
5.4 INTERVIEWFÜHRUNG UND TRANSKRIPTION
5.5 QUALITATIVE INHALTSANALYSE NACH MAYRING
6 ERGEBNISDARSTELLUNG
6.1 KATEGORIE 1 – RELEVANZ DES MTS FÜR DIE PFK
6.2 KATEGORIE 2 –BEDEUTUNG DES MTS FÜR DIE PATIENTEN AUS SICHT DER PFK
6.3 KATEGORIE 3 –UMSETZUNG DES MTS
7 DISKUSSION
7.1 ANFORDERUNGEN AN DIE IMPLEMENTIERUNG DES MTS IN DER PÄ-DIATRISCHEN NOTFALLAMBULANZ
7.1.1 Intervention Characteristics
7.1.2 Outer Setting
7.1.3 Inner Setting
7.1.4 Characteristics of Individuals
7.1.5 Process
7.2 ANFORDERUNGEN EINES IMPLEMENTIERUNGSLEITFADENS DES MTS IN DER PÄDIATRISCHEN NOTFALLAMBULANZ
8 SCHLUSSFOLGERUNG UND FAZIT
Die Arbeit verfolgt das Ziel, evidenzbasierte Anforderungen für einen Implementierungsleitfaden des Manchester-Triage-Systems (MTS) in pädiatrischen Notfallambulanzen zu entwickeln. Basierend auf der pflegerischen Expertise sollen dabei strukturelle Rahmenbedingungen geschaffen werden, um die Patientensicherheit bei steigenden Patientenzahlen und komplexen Versorgungsanforderungen nachhaltig zu verbessern.
3.1 Das Manchester Triage System
Triage (französisch vom Verb trier, sortieren) beschreibt ein allgemeines Konzept des Sortierens nach Dringlichkeit (vgl. N.N., 2017). Im Jahr 1994/95 traf sich in Großbritannien erstmalig eine Gruppe von neun Fachärzten für Notfallmedizin und elf Fachpflegekräften für Notfallpflege; in beiden Professionen waren neben Vertretern der allgemeinen Notfallmedizin, auch Kräfte der Kinder und Augenheilkunde vertreten. Die Gruppe setzte sich das Ziel, einen Konsens zur Art und Weise zu finden, in der die Triage in den Notaufnahmen in Manchester künftig durchgeführt werden sollte (vgl. Deutsches Netzwerk Ersteinschätzung, 2010). In seiner weiteren Entwicklung hat das MTS eine weltweite Allgemeingültigkeit angenommen und ist in vielen verschiedenen Sprachen eingesetzt. In Deutschland hat sich für den Bereich der innerklinischen Triage-Systeme die Bezeichnung Ersteinschätzungssystem weitgehend durchgesetzt (vgl. Waydhas, 2017). Somit werden in der vorliegenden Bachelorarbeit die Begriffe: Triagierung und Ersteinschätzung genutzt und sind als Synonyme zu bewerten.
Die Anwendbarkeit des MTS durch Pflegende ist nach eingehender Prüfung im Jahr 2005 durch die Ärztekammer Hamburg bestätigt. (Prüfungskommission Weiterbildungsabteilung, Justiziariat, Ausschuss Qualitätssicherung, Vorstand). Dies ist bei keinem anderen System in Deutschland erfolgt (vgl. Krey, 2016).
Das MTS liegt somit in einer deutschen Übersetzung vor und zeigt in international beschriebenen Studien, dass ein fünfstufiges System eine ausreichend hohe Reliabilität und Validität hat (vgl. Christ et al., 2010). In den Präsentationsdiagrammen (Beschwerdebild) kommen generelle Indikatoren (Symptom) wie Lebensgefahr, Schmerz, Blutverlust, Bewusstsein, Temperatur und Krankheitsdauer zum Einsatz. Zum anderen gibt es spezielle Indikatoren, die nur in zutreffenden Präsentationen wie zum Beispiel: Patient kommt mit Kopfschmerzen auftreten können und dort ein Hinweis für mehr oder weniger ernsthafte Erkrankungen sein können. Die Diagramme sind so aufgebaut, dass mit der höchsten Dringlichkeitsstufe begonnen wird; mit abnehmender Dringlichkeit wird Indikator für Indikator abgefragt. Mit dem ersten zutreffenden Indikator ist die Einschätzung erfolgt und die Dringlichkeitsstufe bestimmt.
1 EINLEITUNG: Darstellung der ökonomischen Entwicklungen und des steigenden Patientendrucks in Notaufnahmen, die eine strukturierte Triage erforderlich machen.
2 ERKENNTNISINTERESSE: Erläuterung der Motivation zur Befragung von Pflegefachkräften, um deren Expertise für die Optimierung der Notfallversorgung nutzbar zu machen.
3 STAND DES WISSENS: Zusammenfassung der theoretischen Grundlagen des Manchester-Triage-Systems sowie dessen Anwendung und Validität, insbesondere im pädiatrischen Bereich.
4 ZIELE UND FRAGESTELLUNGEN FÜR DIE EMPIRISCHE UNTERSUCHUNG: Formulierung der zentralen Forschungsfrage zur Einschätzung der Arbeit mit dem Triage-System aus Sicht der Pflege.
5 METHODISCHES VORGEHEN: Beschreibung des qualitativen Forschungsdesigns mittels leitfadengestützter Interviews und der Inhaltsanalyse nach Mayring.
6 ERGEBNISDARSTELLUNG: Aufbereitung der Interviewergebnisse in drei Hauptkategorien: Relevanz für Pflegende, Bedeutung für Patienten und die praktische Umsetzung.
7 DISKUSSION: Detaillierte Analyse der Implementierungsanforderungen unter Verwendung des CFIR-Modells und Erarbeitung eines Umsetzungsleitfadens.
8 SCHLUSSFOLGERUNG UND FAZIT: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Bestätigung der Eignung des MTS für die pädiatrische Notfallambulanz.
Manchester Triage System, Triage, Notfallambulanz, Pädiatrie, Patientensicherheit, Pflegefachkraft, Ersteinschätzung, Implementierung, Versorgungsqualität, Notfallversorgung, Prozessoptimierung, Qualitätsmanagement, Behandlungsdringlichkeit, Risikomanagement, Pädiatrische Notaufnahme
Die Arbeit beschäftigt sich mit der pflegerischen Aufgabe der Triagierung im Kontext der Patientensicherheit und entwickelt Anforderungen für die Einführung des Manchester-Triage-Systems in einer pädiatrischen Notfallambulanz.
Die Untersuchung fokussiert auf die praktische Anwendung des Manchester-Triage-Systems, die Auswirkungen auf die Arbeitsabläufe in der Notaufnahme sowie die Steigerung der Patientensicherheit durch strukturierte Ersteinschätzung.
Das Hauptziel besteht darin, evidenzbasierte Anforderungen für einen Implementierungsleitfaden zu erarbeiten, der die spezifischen Bedürfnisse der Pädiatrie und die Perspektive der Pflegefachkräfte berücksichtigt.
Die Autorin nutzt ein qualitatives Forschungsdesign, bestehend aus sieben leitfadengestützten Interviews, deren Ergebnisse mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring und der Software MAXQDA ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Aufarbeitung des Wissensstandes, die methodische Darstellung des Forschungsprozesses sowie die detaillierte Ergebnisdarstellung und Diskussion der Implementierung mittels des Consolidated Framework for Implementation Research (CFIR).
Wichtige Begriffe sind Manchester Triage System, Patientensicherheit, pädiatrische Notfallambulanz, Pflegeexpertise, Implementierungsmanagement und Prozessstrukturierung.
Da Kinder keine "kleinen Erwachsenen" sind, erfordern sie eine besondere Aufmerksamkeit. Die Arbeit zeigt, dass spezialisierte Präsentationsdiagramme notwendig sind, um die Dringlichkeit bei pädiatrischen Patienten korrekt einzuschätzen.
Die befragten Pflegefachkräfte wünschen sich eine elektronische Dokumentation, um ortsunabhängig Daten bereitzustellen, Doppeldokumentationen zu vermeiden und die Transparenz sowie Prozesssicherheit entscheidend zu erhöhen.
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