Fachbuch, 2019
69 Seiten
1 Einleitung
2 Ausgangspunkt und thematische Relevanz
3 Einführung in den Fall der Hamburger Bürgerschaft
4 Entscheidungsfindung unter dem neuen Wahlrecht
5 Theoretische Grundlagen und Erklärungen von Präferenzwahl
5.1 Ballot Position Effects oder Listenplatzeffekte
5.2 Wahlkampfaktivitäten
5.3 Social-Web-Applikationen im Wahlkampf
5.3.1 Marketingorientierter Wahlkampf im Social Web
5.3.2 Persuasionswahlkampf im Social Web
5.3.3 Personalisierung im Social Web
5.3.4 Negative Campaigning im Social Web
5.4 Der Einfluss sozialer Medien auf die Präferenzwahl
5.4.1 Der direkte Effekt
5.4.2 Der indirekte Effekt
6 Daten und Methoden
7 Deskriptive Statistiken
7.1 Wahlkreislisten
7.2 Landesliste
7.3 Auswertung
8 Empirische Ergebnisse
9 Diskussion und Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss von sozialen Medien, insbesondere Facebook, auf das Wahlverhalten bei der Hamburger Bürgerschaftswahl 2015. Dabei wird analysiert, ob der digitale Auftritt von Kandidaten einen signifikanten Effekt auf den Anteil der erhaltenen Präferenzstimmen hat, wobei traditionelle Erklärungsfaktoren wie Listenplatzierungen und Amtserfahrung ebenfalls in die statistischen Modelle einbezogen werden.
Ballot Position Effects oder Listenplatzeffekte
Bei der Hamburger Bürgerschaft standen insgesamt 888 Kandidaten zur Wahl, mehrere Hundert davon auf den Wahlzetteln für die Landesliste und im Schnitt um die 60 auf den Wahlzetteln der Wahlkreise. Sich über all diese Kandidaten gebührend zu informieren, ist aufgrund des hohen Zeitaufwands wenn nicht unmöglich, so doch sehr unwahrscheinlich. Die Literatur über Ballot Position Effects oder Listenplatzeffekte kommt hauptsächlich aus den USA und Australien (siehe z. B. Darcy 1986, Darcy/McAllister 1990, Kelly/McAllister, Miller/Krosnick 1998). Sie legt jedoch insgesamt nahe, dass die Wähler trotzdem in der Lage seien, begründete Entscheidungen zu treffen, ohne Zugang zu umfassenden Informationen zu haben.
Diese kostenreduzierenden Strategien, die ausgewählte Ausschnitte leicht erreichbarer Daten verwenden, werden als Heuristiken bezeichnet. Die Daten, auf denen sie basieren, betreffen die verschiedenen Charakteristiken der Kandidaten. Die kosteneffizienteste Strategie würde nur die Informationen auf dem Wahlzettel verwenden. Im Fall der Hamburger Bürgerschaft regelt das Wahlgesetz die Angaben, die die Kandidaten auf dem Stimmzettel präsentieren dürfen. Die Angaben umfassen Vor- und Nachname der Kandidaten, Geburtsjahr, Beruf, den akademischen Titel (falls vorhanden) sowie den Stadtteil im Wahlkreis (siehe Abbildung 2).
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Bedeutung sozialer Medien in politischen Wahlkämpfen und definiert das Ziel der Studie, den Einfluss von Facebook auf die Hamburger Bürgerschaftswahl 2015 statistisch zu analysieren.
2 Ausgangspunkt und thematische Relevanz: Dieses Kapitel erläutert die Entwicklung von Wahlkampfmodellen von der vormodernen bis zur postmodernen Kampagne und diskutiert die zunehmende Mediatisierung der Politik.
3 Einführung in den Fall der Hamburger Bürgerschaft: Es werden die Strukturreformen des Hamburger Wahlsystems, insbesondere die Änderungen ab 2008 und 2011 sowie die Senkung des Wahlalters, detailliert dargestellt.
4 Entscheidungsfindung unter dem neuen Wahlrecht: Dieser Abschnitt beschreibt die Intention hinter den Wahlrechtsänderungen und erörtert, wie Wähler trotz begrenzter Verarbeitungskapazität komplexe Entscheidungen treffen.
5 Theoretische Grundlagen und Erklärungen von Präferenzwahl: Hier werden theoretische Konzepte wie Listenplatzeffekte und verschiedene Wahlkampfstrategien im Social Web (z.B. Marketingorientierter Wahlkampf, Negative Campaigning) eingeführt.
6 Daten und Methoden: Die methodische Vorgehensweise, inklusive der Erstellung der Datensätze für Wahlkreis- und Landeslisten sowie der Operationalisierung der Variablen, wird dargelegt.
7 Deskriptive Statistiken: Dieses Kapitel bietet einen Überblick über die Social-Media-Nutzung der Kandidaten, aufgeschlüsselt nach Profil- und Interessenseiten sowie deren Follower-Zahlen.
8 Empirische Ergebnisse: Es erfolgt die Präsentation der Regressionsanalysen, die den Einfluss von Facebook-Präsenz und Nutzerinteraktion auf den Wahlerfolg der Kandidaten quantifizieren.
9 Diskussion und Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Interpretation der Ergebnisse, einer Reflexion der Validität und dem Ausblick auf zukünftige Forschungsnotwendigkeiten im Bereich der digitalen Wahlkampfforschung.
Hamburger Bürgerschaftswahl 2015, Facebook, Online-Wahlkampf, Präferenzwahl, Listenplatzeffekte, Social-Web-Applikationen, Politische Kommunikation, Wahlkampfaktivitäten, Mediatisierung, Politische Partizipation, Regressionsanalyse, Wählerverhalten, Digitale Kampagnenführung, Wahlrecht, Kandidaten.
Die Arbeit untersucht den quantitativen Einfluss von sozialen Medien, spezifisch der Plattform Facebook, auf das Abschneiden einzelner Kandidaten bei der Hamburger Bürgerschaftswahl 2015.
Zentrale Themen sind die Auswirkungen von Web 2.0-Applikationen auf den Wahlkampf, die Bedeutung von Listenplatzeffekten und die Rolle der persönlichen Online-Kommunikation für den Erfolg bei der Präferenzwahl.
Das primäre Ziel ist es festzustellen, ob ein Zusammenhang zwischen der Präsenz oder dem Nutzungsverhalten eines Kandidaten auf Facebook und seinem Anteil an Vorzugsstimmen besteht.
Die Verfasserin verwendet lineare Regressionsmodelle, um den Einfluss von Facebook-Accounts sowie Kontrollvariablen auf das Wahlergebnis bei verschiedenen Kandidatengruppen (Wahlkreisliste vs. Landesliste) zu prüfen.
Der Hauptteil umfasst die theoretische Herleitung der Hypothesen, die Beschreibung des Hamburger Wahlsystems, die detaillierte Vorstellung der Datenbasis sowie die deskriptive und empirische Auswertung der Ergebnisse.
Wichtige Begriffe sind insbesondere die Hamburger Bürgerschaftswahl, das Phänomen der Präferenzwahl, Listenplatzeffekte und die Effektivität von Facebook im politischen Marketing.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass eine Facebook-Interessenseite einen signifikanten positiven, wenn auch bescheidenen Einfluss auf den Anteil der erhaltenen Stimmen haben kann.
Die Autorin argumentiert, dass der Einfluss der Accounts eher über einen indirekten Multiplikatoreffekt funktioniert, bei dem Anhänger als Botschafter fungieren und Inhalte in ihrem privaten Netzwerk weiterverbreiten.
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