Masterarbeit, 2018
66 Seiten, Note: 5.1 (6.0 max. Note)
1 Einleitung
1.1 Ausgangslage, Forschungsproblem und -frage
1.2 Zielsetzungen, inhaltliche Abgrenzung
2 Theoretischer Teil
2.1 Zum Change-Management
2.1.1 Die Auslöser des Wandels
2.1.2 Menschen meiden die Veränderung
2.1.3 Modelle und Konzepte des Change-Managements
2.1.3.1 Das Drei-Phasen-Modell nach Lewin
2.1.3.2 Das Sieben-Phasen-Modell nach Streich
2.1.3.3 Das Acht-Stufen-Modell nach Kotter
2.1.3.4 Das Implementierungsmodell von Wimmer
2.1.3.5 Die Intensität der Veränderung
2.1.3.6 Die Werkzeuge des Change-Managements
2.2 Zum Lean-Management
2.2.1 Ursprung von Lean-Management
2.2.2 Ist Lean eine Philosophie?...
2.2.3 …Oder ist Lean eine kulturelle Eigenschaft des japanischen Volkes?
3 Methodische Vorgehensweise
3.1 Ein Rückblick
3.2 Weiteres Vorgehen
3.3 Ethische Aspekte
4 Praktischer Teil
4.1 Allgemeines zum Praxisbezug: Das Vorhaben «Lean@KSW»
4.2 Die Intensität von Lean-Veränderungen
4.2.1 Praxisbezug: Erfahrungen aus dem Vorhaben «Lean@KSW»
4.3 Die Einführung von Lean-Management ist kein Projekt
4.3.1 Unterscheidung zwischen Projekt und Lean-Vorhaben
4.3.2 Praxisbezug: Erfahrungen aus dem Vorhaben «Lean@KSW»
4.3.3 Passende Tools des Change-Managements
4.4 Auch eine Lean-Einführung kann Angst machen
4.4.1 Praxisbezug: Erfahrungen aus dem Vorhaben «Lean@KSW»
4.4.2 Passende Tools des Change-Managements
4.5 Hinweise zur spezifischen Verwendung der Change-Management Tools im Lean-Kontext
5 Fazit
Ziel dieser Master Thesis ist die Erarbeitung einer Toolbox mit Strategien und Instrumenten des Change-Managements, die gezielt zur Unterstützung von Lean-Management-Vorhaben eingesetzt werden können, um den Erfolg des Wandels sicherzustellen.
2.1.2 Menschen meiden die Veränderung
Menschen meiden aber evolutionsbedingt, wenn immer möglich, die Veränderung. Diese verursacht oft eine grosse Verunsicherung und löst im Extremfall Angstzustände aus. Seit der prähistorischen Zeit ist im Stammhirn 4 unserer Spezies eingebrannt, dass Veränderungen und neue Gegebenheiten das Leben bedrohen können. Diese Angst führt – sehr vereinfacht gesagt – zu einem Adrenalin-Ausstoss und verursachte damals je nach Situation eine der drei möglichen Ur-Reaktionen: Flucht, Kampf oder Todesstarre. In der modernen Welt hat der Mensch meistens gelernt, diese Signale zu relativieren und adäquat darauf zu reagieren. Ausgestorben ist aber der Adrenalin-Schub aufgrund von Veränderungssignalen nicht. Deutinger (2017, S. 49) bezieht sich auf eine Studie der Universität Hohenheim zur Rolle der Kommunikation im Change-Management von Deutschlands Top-Unternehmen und zitiert die Studienautorin Claudia Mast wie folgt: «Menschen sind bilanzierende Wesen, die Veränderungen erst einmal als Unsicherheiten erleben. Emotionen wirken dabei wie Vergrösserungsgläser».
Wie in Abbildung 1 bereits gezeigt, sind Veränderungen im unternehmerischen Kontext unabdingbar. Aber: «Die Veränderung hat keine Anhänger. Die Menschen hängen am Status quo. Man muss auf massiven Widerstand vorbereitet sein» (Jack Welch, langjähriger CEO von General Electrics, zitiert von Deutinger, 2017, S. 49).
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Ausgangslage, in der Change-Management bei Lean-Vorhaben oft vernachlässigt wird, und definiert die Forschungsfrage sowie die Zielsetzung der Arbeit.
2 Theoretischer Teil: Dieses Kapitel fundiert die Arbeit durch eine Analyse gängiger Change-Management-Modelle (Lewin, Streich, Kotter, Wimmer) und die Auseinandersetzung mit der Lean-Philosophie.
3 Methodische Vorgehensweise: Das Kapitel erläutert den Rückblick auf die theoretischen Erkenntnisse und das weitere methodische Vorgehen, inklusive der Herangehensweise an den praktischen Teil.
4 Praktischer Teil: Hier wird der Praxisbezug zum Vorhaben "Lean@KSW" hergestellt, die Intensität von Lean-Veränderungen untersucht und eine Toolbox passender Change-Management-Tools abgeleitet.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit von bewusstem Change-Management zur Unterstützung langfristiger Lean-Transformationsprozesse.
Change-Management, Lean-Management, Kaizen, Veränderungsintensität, Lean-Thinking, Unternehmenskultur, Projektmanagement, Organisationsentwicklung, Führung, Kommunikation, Kontinuierlicher Verbesserungsprozess, Lean@KSW, Transformationsmanagement, Widerstand, Toolbox
Die Arbeit untersucht, wie Change-Management-Methoden gezielt eingesetzt werden können, um Lean-Management-Initiativen in Unternehmen erfolgreich zu begleiten und nachhaltig zu verankern.
Die zentralen Themen sind die Kombination von Change-Management-Modellen mit den spezifischen Anforderungen einer Lean-Transformation, die Analyse von Widerständen und die Schaffung einer Toolbox zur praktischen Anwendung.
Die Arbeit fokussiert auf die Frage: "Welche Strategien, Instrumente und Methoden des Change-Managements lassen sich bei der Entwicklung einer Lean-Thinking Unternehmung verwenden?"
Es wird eine theoretische Fundierung durch Literaturanalyse mit einem empirischen Praxisbeispiel kombiniert, basierend auf einem Interview zur Einführung von "Lean@KSW".
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung von Change-Modellen und Lean-Prinzipien sowie einen praktischen Teil, der durch das "Barometer der Veränderung" und eine Tool-Matrix die Anwendungsempfehlungen liefert.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Change-Management, Lean-Management, Kaizen, Unternehmenskultur, kontinuierlicher Verbesserungsprozess (KVP) und Veränderungsbereitschaft.
Lean-Vorhaben sind meist kontinuierliche Verbesserungsprozesse ohne festes Ende, während Projekte klassisch zeitlich begrenzt sind und ein klar definiertes Ziel verfolgen.
Da Lean-Transformationen tiefgreifende kulturelle Veränderungen erfordern und auf Widerstände durch den "Faktor Mensch" stoßen, ist eine gezielte Begleitung notwendig, um die Akzeptanz und Motivation langfristig zu sichern.
Die Arbeit analysiert das Vorhaben "Lean@KSW" am Kantonsspital Winterthur, um die Anwendung der Change-Management-Tools in einem Dienstleistungsunternehmen zu evaluieren.
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