Fachbuch, 2019
113 Seiten
1 Einleitung
2 Ausgangslage
3 Begriffsdefinitionen
3.1 Paarbeziehung/Partnerschaft
3.2 Elternschaft
3.3 Familie
3.4 Transition
4 Familie im Wandel – ein historischer Überblick
4.1 Familie in der Vormoderne
4.2 Die bürgerliche Familie
4.3 Familie in der Moderne
5 Transitionsprozess
5.1 Theoretische Ansätze
5.2 Resilienz
6 Übergang von der Dyade zur Triade
6.1 Gloger-Tippelt - Phasen der Veränderung
6.2 Fthenakis - Modell zum Übergang zur Elternschaft
6.3 Herausforderungen am Übergang zur Elternschaft
7 Sozialpädagogischer Bezug
8 Empirische Untersuchung
8.1 Untersuchungsmethode
8.2 Datenerhebung und Transkription
9 Falldarstellungen
9.1 Familie Hofer
9.2 Familie Müller
9.3 Familie Kaiser
9.4 Familie Sommer
10 Darstellung der Ergebnisse
11 Zusammenfassung
12 Resümee und Ausblick
Die vorliegende Masterthesis zielt darauf ab, die Herausforderungen beim Übergang von der Partnerschaft zur Elternschaft zu identifizieren und den Fokus dabei explizit auf die Paarbeziehung zu legen. Es soll untersucht werden, welche Faktoren diesen Transitionsprozess beeinflussen und wie sich die Struktur des Familiensystems von einer Dyade zu einer Triade verändert.
6.3 Herausforderungen am Übergang zur Elternschaft
Aus dem vorher beschriebenen Übergang von der Dyade zur Triade beziehungsweise durch die beiden vorher beschriebenen Modelle ist bereits ersichtlich, dass viele Paare, obwohl sie großes Glück und Freude über die Geburt ihres Kindes empfinden, die anfängliche Zeit zu dritt auch als Herausforderung in Bezug auf ihre Partnerschaft erleben und dadurch auch häufig als „krisenhaft“ bezeichnen. Die Entscheidung zur Familiengründung bringt viele weitere Punkte mit sich, die innerhalb der Paarbeziehung verhandelt werden müssen. Diese Aushandlungsprozesse betreffen im Allgemeinen den Wert und die Verteilung von nicht entlohnter beziehungsweise von entlohnter Arbeit. Hierbei steht außer Zweifel, dass die Geschlechterbeziehungen (auch innerhalb der Partnerschaft) noch immer in gesellschaftliche Machtstrukturen eingebettet sind. Denn nach wie vor werden sozial konstruierte Geschlechtscharaktere als „natürliche“ Ordnung angesehen und Tätigkeiten, wie Hausarbeit oder soziale Berufe als typische Frauenarbeit definiert. Die Lebensentwürfe von Frauen und Männern vor dem Übergang in die Elternschaft haben sich weitgehend angeglichen, dies trifft sowohl auf die Erwerbs- beziehungsweise Haushaltsarbeit, als auch auf die Paarbeziehung allgemein zu. Doch mit dem Übergang in die Elternschaft scheint sich dieses Machtgefüge zu verändern (vlg. Geissler 2009, S. 32f.). Die folgenden Unterpunkte sollen nun genauer auf die einzelnen Herausforderungen eingehen und diese erläutern.
1 Einleitung: Einführung in die Thematik der Elternschaft als kritisches Lebensereignis und Definition der Forschungsfrage.
2 Ausgangslage: Überblick über den aktuellen Forschungsstand bezüglich der Veränderungen der Paarbeziehung nach der Geburt.
3 Begriffsdefinitionen: Klärung der zentralen Fachbegriffe wie Paarbeziehung, Elternschaft, Familie und Transition.
4 Familie im Wandel – ein historischer Überblick: Historische Kontextualisierung von Familienformen von der Vormoderne bis zur Moderne.
5 Transitionsprozess: Darstellung theoretischer Ansätze zur Transitionsforschung und Einführung in die Resilienz.
6 Übergang von der Dyade zur Triade: Analyse der spezifischen Veränderungen beim Übergang zur Elternschaft und der Herausforderungen für das Paar.
7 Sozialpädagogischer Bezug: Bedeutung des Themas für die sozialpädagogische Praxis und Interventionsmöglichkeiten.
8 Empirische Untersuchung: Methodologische Beschreibung der qualitativen Untersuchung mittels narrativer Interviews.
9 Falldarstellungen: Detaillierte Vorstellung der vier befragten Paare und ihrer individuellen Erfahrungen.
10 Darstellung der Ergebnisse: Synthese und Interpretation der zentralen Interviewerkenntnisse entlang der identifizierten Kernthemen.
11 Zusammenfassung: Kompakte Wiederholung der Kernpunkte und Ergebnisse der Arbeit.
12 Resümee und Ausblick: Kritische Reflexion der Ergebnisse und Aufzeigen von weiterem Forschungsbedarf.
Elternschaft, Paarbeziehung, Transition, Familienwandel, Rollenverteilung, Retraditionalisierung, Aushandlungsprozesse, Sozialpädagogik, Paarinterviews, Narratives Interview, Resilienz, Vereinbarkeit, Soziales Netzwerk, Familiensystem, Beziehungszufriedenheit.
Die Arbeit untersucht die Herausforderungen, mit denen Paare konfrontiert sind, wenn sie ihr erstes Kind bekommen und den Übergang von einer Paarbeziehung (Dyade) zur Elternschaft (Triade) bewältigen.
Zentrale Themen sind der historische Wandel von Familie, psychologische und soziologische Modelle der Transition, geschlechtsspezifische Rollenverteilungen sowie die Auswirkungen auf die Kommunikation innerhalb der Partnerschaft.
Die zentrale Forschungsfrage lautet: Welche Herausforderungen entstehen für Paare bei der Bewältigung des Transitionsprozesses von Partnerschaft zur Elternschaft?
Die Autorin nutzt eine qualitative Forschungsmethode und führt dazu narrative Paar- und Einzelinterviews mit vier Paaren durch, um ein tiefes Verständnis für das Erleben der Betroffenen zu gewinnen.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Bereich, der historische und psychologische Modelle erläutert, und einen empirischen Teil, der die Interviews auswertet und konkrete Fallbeispiele vorstellt.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Transition, Retraditionalisierung, Aushandlungsprozesse, Paarkommunikation und soziale Netzwerke beschreiben.
Weil die Geburt des ersten Kindes die dyadische Struktur des Paares grundlegend verändert und neue, oft unterschätzte Anpassungsleistungen und Rollenaushandlungen erzwingt, die häufig mit einer Verschlechterung der Beziehungsqualität einhergehen.
Sozialpädagogische Fachkräfte fungieren als Vermittler und Berater, die Paare dabei unterstützen können, Bewältigungsstrategien zu entwickeln, um Konflikte zu minimieren und das Familiensystem zu stärken.
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