Diplomarbeit, 2004
65 Seiten, Note: 1,7
Einleitung
1. Definition, allgemeine Aufgaben und Ziele von Marketing
2. Marketing im Krankenhaus
3. Marketing für Psychiatrische Kliniken
3.1 Die Psychiatrische Klinik des Bezirkskrankenhauses Mainkofen
3.2 Marketing bei unterschiedlicher Auslastung
3.3 Krankenhaus-Marketing für die Psychiatrie
3.3.1 Leistungen des Krankenhauses
3.3.1.1 medizinische Qualität
3.3.1.2 nicht-medizinische Qualität
3.3.2 Preise für Krankenhausleistungen
3.3.3 Distribution der Krankenhausbehandlung
3.3.4 Kommunikation
3.3.4.1 Zielgruppen
3.3.4.1.1 Patienten
3.3.4.1.2 Mitarbeiter
3.3.4.1.3 Externe Ansprechpartner
3.3.4.1.3.1 Niedergelassene Ärzte
3.3.4.1.3.2 Einweisende Krankenhäuser
3.3.4.1.3.3 Kostenträger
3.3.4.2 Kommunikationsmanagement
3.3.4.2.1 Öffentlichkeitsarbeit
3.3.4.2.2 Werbung
3.3.4.2.3 Werbebeschränkungen
3.3.4.2.4 Verkaufsförderung
3.3.4.3 Internet
3.3.4.3.1 Juristische Rahmenbedingungen
3.3.4.3.2 Anwendungsmöglichkeiten
3.3.4.3.2.1 niedergelassene Ärzte
3.3.4.3.2.2 Allgemeinheit
3.4 Realisierung von Marketing für Psychiatrische Fachkliniken
3.5 Voraussetzungen
3.6 Imageanalyse
4. Allgemeine Marketing-Maßnahmen
4.1 Klinik-Leitfiguren
4.2 Umgang miteinander in der Klinik
5. Fazit
Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, ein fundiertes Marketing-Konzept für psychiatrische Fachkliniken zu entwickeln, wobei das Bezirkskrankenhaus Mainkofen als exemplarisches Fallbeispiel dient. Dabei wird untersucht, wie Krankenhäuser trotz zunehmendem wirtschaftlichen Druck und Wettbewerb eine kundenorientierte Ausrichtung erreichen können, um sowohl ihre wirtschaftliche Stabilität als auch die Qualität der Patientenversorgung zu sichern.
3.3.1.2 nicht-medizinische Qualität
Außermedizinische, relativ gut beurteilbare menschliche Qualitäten müssen mindestens genau so gut sein, wie die schwer beurteilbaren medizinischen Qualitäten. Denn grundsätzlich fällt immer das auf, was nicht funktioniert. „Der barsche Ton des Pförtners, die ständig von Zigarettenqualm vernebelte Lobby, der chronisch verschmutzte Aufzug und die Putzfrauen die, nach dem Weg gefragt, immer nur „nix verstehen“, da sie als externe Reinigungskräfte mit der Klinik nicht vertraut sind - es sind die vielen kleinen Negativerlebnisse, die den Klinikeindruck nachhaltig prägen.
Und da Patienten nicht die medizinische Qualität eines Krankenhauses beurteilen können, suchen sie sich ein Beurteilungssurrogat. Von der schlechten Verpflegung, dem schmutzigen Waschbecken, den wenigen Schwestern oder den dauergestressten Ärzten wird auf die medizinische Kompetenz des Krankenhauses geschlossen. Hier nun Wiedergutmachung zu leisten wird teuer, denn nun muss man viel Zeit aufwenden, um solche Patienten „mundtod“ zu machen.“ Grundsätzlich ist Qualität das, was der Kunde dafür hält. Also kommt es auf die von außen wahrgenommene Qualität stärker an als auf die von innen geforderte. Entscheidend ist demnach der Qualitätsruf einer Klinik.
Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende wirtschaftliche Herausforderung für psychiatrische Kliniken durch Reformen im Gesundheitswesen und die Notwendigkeit, sich dem Wettbewerb durch betriebswirtschaftliches Marketing zu stellen.
1. Definition, allgemeine Aufgaben und Ziele von Marketing: Dieses Kapitel erläutert den Marketingbegriff als zielgruppenorientierte Unternehmensführung und führt die vier klassischen Marketinginstrumente (Product, Price, Placement, Promotion) im Krankenhauskontext ein.
2. Marketing im Krankenhaus: Hier werden die ökonomischen Rahmenbedingungen und der steigende Wettbewerbsdruck dargestellt, die Krankenhäuser zu einem Umdenken in Richtung Kundenorientierung zwingen.
3. Marketing für Psychiatrische Kliniken: Das Kapitel überträgt die allgemeinen Marketingprinzipien auf die Psychiatrie, betont die Notwendigkeit der Entstigmatisierung und analysiert spezifische Herausforderungen bei der Versorgung psychisch Kranker.
4. Allgemeine Marketing-Maßnahmen: Dieses Kapitel stellt praktische Ansätze für Kliniken vor, wie durch den Einsatz von Leitfiguren und einen positiven Umgang miteinander die Patienten- und Mitarbeiterbindung gestärkt werden kann.
5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Marketing für psychiatrische Kliniken unverzichtbar ist, um Vertrauen als zentrales Betriebskapital aufzubauen und langfristig wirtschaftlich zu bestehen.
Krankenhaus-Marketing, Psychiatrie, Patientenorientierung, Qualitätssicherung, Öffentlichkeitsarbeit, Wettbewerb, Gesundheitswesen, Einweiser-Marketing, Kundenbindung, Unternehmenskultur, Marketing-Instrumente, Imageanalyse, Psychiatrische Institutsambulanzen, Patientenführung, Servicequalität.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Entwicklung eines professionellen Marketing-Konzepts für psychiatrische Fachkliniken, um diesen dabei zu helfen, sich in einem zunehmend kompetitiven Gesundheitsmarkt erfolgreich zu positionieren.
Zentrale Themen sind die Übertragung betriebswirtschaftlicher Marketingstrategien auf den Klinikalltag, die Bedeutung der Kundenorientierung, die Rolle der Öffentlichkeitsarbeit bei der Stigmatisierung psychischer Krankheiten sowie die Qualitätssicherung.
Das primäre Ziel ist es, den Nutzen von Marketing für psychiatrische Kliniken aufzuzeigen und Strategien abzuleiten, die sowohl den wirtschaftlichen Erfolg sichern als auch das Vertrauen in die psychiatrische Versorgung fördern.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse zu aktuellen Trends im Krankenhausmanagement sowie einer praxisorientierten Fallstudie am Bezirkskrankenhaus Mainkofen, ergänzt durch Experteninterviews.
Der Hauptteil behandelt detailliert die vier klassischen Marketingbereiche (Leistung, Preis, Distribution, Kommunikation), die Anwendung von Marketinginstrumenten bei verschiedenen Zielgruppen (Patienten, Mitarbeiter, Einweiser) sowie die Umsetzung im Klinikalltag.
Die wichtigsten Begriffe sind Krankenhaus-Marketing, Patientenorientierung, Psychiatrie, Entstigmatisierung, Qualitätssicherung und Wettbewerbsfähigkeit.
Während die grundlegenden Instrumente identisch sind, spielt in der Psychiatrie die zusätzliche Dimension der Entmystifizierung und das aktive Entgegenwirken von Vorurteilen in der Öffentlichkeit eine entscheidende Rolle für den Marketingerfolg.
Da psychische Erkrankungen in der Bevölkerung häufig mit Ängsten und Vorurteilen behaftet sind, ist eine aktive, transparente Öffentlichkeitsarbeit entscheidend, um Vertrauen zu schaffen und das Krankenhaus als Teil der medizinischen Normalversorgung zu etablieren.
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