Diplomarbeit, 2018
58 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung und Problemstellung
2. Anatomie des Fußes
3. Fußfehlstellungen – Formen, Ursachen und Folgen
3.1. Formen von angeborenen sowie erworbenen Fußfehlstellungen
3.1.1. Spitzfuß
3.1.2. Sichelfuß
3.1.3. Klumpfuß
3.1.4. Hackenfuß
3.1.5. Hohlfuß
3.1.6. Der Knickfuß und Knick-Senkfuß
3.1.7. Senk-Plattfuß
3.1.8. Spreizfuß
3.2. Ursachen von Fußfehlstellungen
3.3. Folgen von Fußfehlstellungen
4. Entwicklung des Kinderfußes
4.1. Neugeborene und Säuglinge
4.2. Kleinkinder
4.3. Schulkinder
4.4. Jugendliche
4.5. Der richtige Schuh
5. Fußgymnastik
5.1. Gesunde Füße als Ziel der Fußgymnastik erkennen
5.1.1. Gerade Fersenbelastung
5.1.2. Normales Fußgewölbe
5.1.3. Gesunder Vorfuß
5.1.4. Aufgerichtetes Becken
5.1.5. Gerade Bein- und Fußachsen
5.2. Wichtige Hinweise zur Fußgymnastik
6. Übungen zur Umsetzung von Fußgymnastik in Schule und Alltag
6.1. Einführung – Den Füßen auf der Spur
6.1.1. Auf die Socken – fertig – los!
6.1.2. Die eigenen Füße betrachten
6.1.3. Einen Fußpass erstellen
6.1.4. Fußgesichter
6.2. Basisübungen
6.2.1. Reiben, Klatschen und Paddeln
6.2.2. Fußkreisen
6.2.3. Seitliches Abrollen und Zehen spreizen
6.2.4. Zehenstand und freier Stand auf einem Vorfuß
6.2.5. Zehen- und Fersengang
6.2.6. Wippen und Schaukeln
6.2.7. Krallen
6.2.8. Raupengang
6.2.9. Tierparade
6.2.10. Pumpen und Fahrradfahren zu Zweit
6.2.11. Tipp-Tapp mit Füßen
6.2.12. Bewegungen spiegeln
6.3. Wahrnehmungsübungen – Tasten, Fühlen und Spüren
6.3.1. Barfußparcours oder Taststraße
6.3.2. Tastbox
6.3.3. Fußmassage zur Entspannung
6.4. Greifübungen – Greifen, Festhalten und Loslassen
6.4.1. Greifen- Loslassen – Bauen - Umblättern
6.4.2. Fußzange und Ball werfen
6.4.3. Stäbchen stapeln
6.4.4. Becher stapeln und Ringe einfädeln
6.4.5. Bällecocktail
6.4.6. Weit und Zielwerfen – Sockenball
6.4.7. Wäscheklammern
6.4.8. Papier falten und reißen
6.4.9. Knoten binden
6.4.10. Mit den Schnüren laufen
6.4.11. Zehen- Wettziehen
6.4.12. 6.5.1 Basisübung Balance – Auf einer Linie gehen
6.4.13. Basisübung Balance – Abrollen
6.4.14. Balancieren auf Alltagsgegenständen
6.4.15. Springen und Hüpfen
6.5. Kreatives für die Füße
6.5.1. Fuß-Picasso – mit dem Fuß malen oder schreiben
6.5.2. Kunstwerke legen
6.5.3. Bunte Füße
6.5.4. Fußmemory
6.5.5. Fußtheater
6.5.6. Schaufensterfüße
6.5.7. Musik mit den Füßen
6.5.8. Basteln mit den Füßen
6.6. Weitere Spiel- und Sportideen für die ganze Klasse
6.6.1. Lauf- und Fangspiele
6.6.2. Ballspiele
6.6.3. Spiele mit Teppichfliesen
6.6.4. Der barfüßige Tausendfüßler
6.6.5. Hahnenkampf
6.6.6. Staffelwettbewerbe
7. Resümee
Das Hauptziel dieser Diplomarbeit ist es, Eltern sowie Pädagogen und Pädagoginnen für die essenzielle Bedeutung gesunder Kinderfüße zu sensibilisieren und ein praxisorientiertes Konzept für die Umsetzung von Fußgymnastik im schulischen und alltäglichen Kontext bereitzustellen.
3.2. Ursachen von Fußfehlstellungen
Grundsätzlich ist zu den Ursachen von Fußfehlstellungen zu sagen, dass ein Drittel Vererbung ist und zwei Drittel Gewohnheit sind (vgl. Larsen/Miescher/Wickihalter 2012, S. 17).
Genetische Faktoren sowie der Platzmangel in der Gebärmutter wurden bereits genannt und ebenso können Verletzungen oder Vernarbungen an den Füßen zu Fehlhaltungen führen.
Es kann auch ein längerer Zeitraum der erzwungenen Entlastung des Fußes, beispielweise ein Gipsverband nach einem Bruch verantwortlich sein. Eine Bindegewebsschwäche, darunter versteht man eine angeborene herabgesetzte Haltefähigkeit des gesamten passiven Bewegungsapparates, kann ebenfalls eine Fußfehlstellung begünstigen. Diese wird wiederum durch ungesunde Ernährung sowie Bewegungsarmut verstärkt.
Daraus folgt eine weitere Ursache, nämlich fehlendes Training der Fußmuskulatur. Durch zu wenig Bewegung und Abwechslung in den Untergründen, auf denen wir gehen, wird die Fußmuskulatur nicht richtig ausgebildet und verkümmert (vgl. Köhler/Reber 2003, S. 15). Überlastung durch Dauerbelastung und/oder Übergewicht gefährdet ebenfalls die Fußgesundheit, denn beispielsweise beim Stehen, werden ununterbrochen die gleichen Muskeln, ohne Erholungsphase beansprucht (vgl. Köhler/Reber 2003, S. 16).
Wie die angeführten Beispiele verdeutlichen, ist vor allem die heutige Lebensweise für die Fußprobleme verantwortlich. Bereits Sebastian Kneipp, ein deutscher Naturheilkundler und Theologe sagte, dass der Schuh eine Verkümmerungsmaschine sei. Zu früh werden Kinderfüße in Schuhe gesteckt und oftmals ist das Schuhwerk nicht passend.
1. Einleitung und Problemstellung: Dieses Kapitel erläutert die komplexe Funktion der Füße als Fundament des Körpers und die Notwendigkeit von Aufklärungsarbeit über Fußgesundheit, da viele Kinder mit gesundheitlichen Fußproblemen aufwachsen.
2. Anatomie des Fußes: Hier werden die anatomischen Grundlagen, der Aufbau des Fußskeletts aus verschiedenen Knochenbereichen und die funktionellen Zusammenhänge wie das „Keil-“ und „Spiralprinzip“ beschrieben.
3. Fußfehlstellungen – Formen, Ursachen und Folgen: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über verschiedene Fußdeformationen sowie deren Entstehung und warnt vor den weitreichenden negativen Auswirkungen auf den gesamten Bewegungsapparat.
4. Entwicklung des Kinderfußes: Es wird der Entwicklungsprozess vom Säuglingsalter bis zum Jugendlichen dargestellt, wobei besonderer Wert auf die Reifung der Fußstruktur und die Kriterien für den richtigen Schuh gelegt wird.
5. Fußgymnastik: Dieser Teil definiert die Ziele der Fußgymnastik, beschreibt Merkmale gesunder Füße und gibt wichtige Verhaltenshinweise für die Durchführung der Übungen.
6. Übungen zur Umsetzung von Fußgymnastik in Schule und Alltag: Das Kernstück der Arbeit liefert eine umfangreiche Sammlung an praktischen Übungen und Spielideen, unterteilt in Basisübungen, Wahrnehmungstraining und Greifübungen, zur Förderung der Fußgesundheit.
7. Resümee: Die Autorin zieht ein Fazit über die Wichtigkeit der spielerischen Integration von Fußübungen und betont die nachhaltige Bedeutung von Eigenverantwortung und Vorbildwirkung der Erwachsenen für die Fußgesundheit der Kinder.
Fußgesundheit, Kinderfüße, Fußgymnastik, Fußfehlstellungen, Bewegungsförderung, Feinmotorik, Fußwahrnehmung, Fußanatomie, Kinderschuhe, Gesundheitserziehung, Körperhaltung, Prävention, Motorik, Fußmuskulatur, spielerisches Lernen
Die Diplomarbeit behandelt die Bedeutung gesunder Füße bei Kindern und liefert ein praxisorientiertes Konzept für Eltern und Pädagogen, um durch gezielte, spielerische Fußgymnastik die Fußgesundheit zu fördern.
Die Arbeit umfasst die Anatomie des Fußes, die Entstehung und Folgen von Fehlstellungen, die natürliche Entwicklung des Kinderfußes sowie praktische Anleitungen für Übungen und Spiele zur Stärkung der Fußmuskulatur.
Das Ziel ist die Aufklärung über Fußgesundheit sowie die Bereitstellung eines leicht umsetzbaren Übungskonzepts, um Kindern ein lebenslanges gesundes Stehen und Gehen zu ermöglichen.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche zu anatomischen und pädagogischen Aspekten der Fußentwicklung, ergänzt durch die praktische Erprobung der Übungseinheiten im pädagogischen Alltag.
Im Hauptteil finden sich neben theoretischen Grundlagen zu Anatomie und Fehlstellungen vor allem umfangreiche Anleitungen für Basisübungen, Wahrnehmungs- und Greifspiele sowie kreative Ansätze, die ohne großen Aufwand im Alltag integrierbar sind.
Wichtige Schlagwörter sind Fußgesundheit, Kinderfüße, Fußgymnastik, Fußfehlstellungen, Bewegungsförderung und Fußwahrnehmung.
Da Kinderfüße sehr weich und biegsam sind, können sie sich schmerzlos an zu enge oder zu kurze Schuhe anpassen, was zu schwerwiegenden Wachstumsfehllenkungen führen kann, die erst im Erwachsenenalter sichtbar werden.
Dies ist ein praktischer Handgriff, bei dem durch leichtem Druck geprüft wird, ob sich ein Schuh mit einer Hand leicht biegen und verwinden lässt, um sicherzustellen, dass er die natürliche Abrollbewegung des Fußes nicht behindert.
Die Autorin empfiehlt Partner- und Gruppenübungen, wie etwa Staffelwettbewerbe oder gemeinsame Barfußpfade, da diese nicht nur die Beweglichkeit trainieren, sondern auch Freude am gemeinsamen Tun vermitteln.
Fußgesichter dienen als spielerische Methode, um Kindern das gezielte Anspannen des Fußquergewölbes zu vermitteln, indem sie aufgefordert werden, die "Stirn" ihres Fußgesichts zu runzeln, ohne die Zehen zu bewegen.
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