Examensarbeit, 2004
122 Seiten, Note: 2,0
I. Gabriele Wittek und das Universelle Leben
1. Aufruf zur Prophetie
2. Aufbau des Universellen Leben
3. Betriebe und Einrichtungen des UL
3.1 Verlag „Das Wort“
3.2 Radio Santec
3.3 Alles für das Tier
3.4 Alles für den Menschen
4. Öffentlichkeitsarbeit des UL
5. Zusammenfassung
II. Die Lehre des Universellen Leben
1. Die Gottesvorstellung im UL
1.1 Wer oder was ist Gott?
1.1.1 Der unpersönliche Gott
1.1.2 Der persönliche Gott
1.1.3 Gott-Sohn
1.1.4 Zusammenfassung
2. Das Reich Gottes
2.1 Himmelsmechanik
2.2 Naturreiche
2.3 Geistwesen
2.3.1 Die sieben Cherubim
2.3.2 Die sieben Seraphim
2.3.3 Die himmlischen Familien
2.3.4 Die Lebensfähigkeit der Geistwesen
2.3.5 Das himmlische Leben
2.3.6 Der Palast Gottes
2.4 Zusammenfassung
3. Die Abkehr von Gott
3.1 Der etwas andere Sündenfall
3.1.1 Die Ursünde
3.1.2 Der Mensch und die Erde
3.2 Die Bewußtseinszentren im Menschen
3.3 Das Gesetz von Ursache und Wirkung
4. Die Endzeit
5. Zusammenfassung
III. Die Kinder und Jugendlichen im Universellen Leben
1. Das Kind und seine Eltern
1.1 Die Eltern
1.2 Das ungeborene Kind
1.3 Der Säugling
1.4 Rolle der Eltern
1.5 Anweisungen für Eltern
2. Liobani – ein Lehrengel lehrt
2.1 Liobani: Ich erzähle - hörst du zu?
2.1.1 Das Kind vom 1.Lebenstag bis zum 3.Lebensjahr
2.1.2 Das Kind vom 3.Lebensjahr bis zum 6.Lebensjahr
2.2 Liobani: Ich berate – nimmst du an?
2.2.1 Das Kind vom 6.Lebensjahr bis zum 9.Lebensjahr
3. Die Privatschule „Lern mit mir“
3.1 Allgemeines
3.2 Erziehungskonzept
3.3 Besondere schulische Angebote
3.4 Arbeitsgemeinschaften
3.5 Freizeiten
3.6 Internat
3.7 Veranstaltungen
3.8 Fazit
4. Medien für Kinder
4.1 Die zehn Gebote für Kinder – Eine Lehrbuch
4.1.1 Gebot 1
4.1.2 Gebot 2
4.1.3 Gebot 3
4.1.4 Gebot 4
4.1.5 Gebot 5
4.1.6 Gebot 6
4.1.7 Gebot 7
4.1.8 Gebot 8
4.1.9 Gebot 9
4.1.10 Gebot 10
4.2 Bilderbücher
4.2.1 Drachwi, der kleine Drache
4.2.2 Weitere
4.3 Hörspielkassetten
4.3.1 Ein Schultag bei den Wichtelkindern
4.3.2 Weitere
IV. Heilsbringer oder Sekte?
1. Begriffsdefinition
2. Merkmale
2.1 Gründer
2.2 Heilstheorie
2.3 Elitebewußtsein
2.4 Kontrolle der Mitglieder
2.5 Isolation von der Umwelt
2.6 Missionsauftrag
2.7 Machtanspruch
2.8 Wirtschaftliche Macht
2.9 Sektensprache
2.10 Überreaktion bei Kritik
2.11 Feindbilder
2.12 Unterorganisationen
3. Persönliche Stellungnahme
Die wissenschaftliche Prüfungsarbeit untersucht das Erziehungs- und Schulkonzept der neureligiösen Bewegung „Universelles Leben“. Dabei wird kritisch beleuchtet, wie die prophetischen Erkenntnisse von Gabriele Wittek das Leben von Kindern und Jugendlichen innerhalb dieser Gemeinschaft prägen und welche potenziellen Auswirkungen diese Strukturen auf die persönliche Entwicklung haben.
1. Aufruf zur Prophetie
Gabriele Wittek wird am 7.10.1933 als das Kind von Mathias Maden (1908-1976) und Mathilde Bunk (1908-1970) in eher schlichten Verhältnissen geboren. Die Familie lebt in der katholischen Kleinstadt Wertingen bei Augsburg. Obwohl ihre Schulausbildung durch das Kriegsgeschehen in Mitleidenschaft gezogen wurde, erlernte Gabriele den Beruf der Kontoristin. 1955 heiratet sie den 1931 geborenen Ingenieur Rudolf Wittek und zieht mit ihm nach München. Erst neun Jahre später, 1964 kommt das einzige Kind des Ehepaares, Michaela, zur Welt, woraufhin Gabriele ihren Beruf aufgibt, um sich um das Kind zu kümmern.
Einige Jahre später erhält der Mann ein Angebot, das ihn beruflich weiterbringen sollte, die Familie aber nach Lengsfeld, in der Nähe von Würzburg, verschlagen sollte. Zunächst zieht lediglich die Familie in die kleine Stadtrandsiedlung, da Herr Wittek noch an München gebunden war. Dort saß Gabriele nun mit ihrer Tochter alleine in einer neuen Umgebung, wo „weit und breit noch niemand [wohnte], die anderen Häuser wurden erst im Laufe der darauffolgenden Monate gebaut.“
Wie sie in ihrer Biographie schreibt, war diese Zeit des Alleinseins nicht einfach für sie: „In dieser Würzburger Zeit hatte ich schwere Seelenkämpfe auszustehen. In der Nacht hatte ich schreckliche Träume, in denen ich sehr geplagt wurde. Wenn ich dann erwachte, war ich oftmals schweißgebadet und konnte stundenlang nicht mehr schlafen. Wenn dann der Morgen graute und ich aufstehen musste, war mir auch das Leben eine Qual, das Alleinsein – mein Mann war noch ein Jahr in München tätig – und immer wieder nachklingenden Empfindungen aus den oftmals schrecklichen Träumen.“
Gabriele Wittek und das Universelle Leben: Dieses Kapitel zeichnet den biografischen Weg von Gabriele Wittek zur Prophetin sowie die Entstehung und den strukturellen Aufbau des „Universellen Lebens“ nach.
Die Lehre des Universellen Leben: Hier werden die komplexen metaphysischen Vorstellungen der Bewegung über Gott, das Reich Gottes, die Schöpfung und das Gesetz von Ursache und Wirkung ausführlich analysiert.
Die Kinder und Jugendlichen im Universellen Leben: Dieser Hauptteil widmet sich der Erziehungspraxis, dem Einfluss der Bewegung auf die Familie sowie den speziellen Bildungsangeboten, wie der Privatschule „Lern mit mir“.
Heilsbringer oder Sekte?: Im abschließenden Kapitel wird anhand wissenschaftlicher Kriterien geprüft, ob die Bewegung als Sekte einzustufen ist, wobei die Autorin eine kritische persönliche Stellungnahme abgibt.
Universelles Leben, Gabriele Wittek, Neureligion, Sektierertum, Erziehungskonzept, Kindheit, Religion, Prophetie, Weltanschauung, Spiritualität, Geistlehre, Pädagogik, Sektenmerkmale, Indoktrination, Liobani.
Die Arbeit befasst sich mit der neureligiösen Bewegung „Universelles Leben“ und untersucht insbesondere deren pädagogische Ansätze und den Einfluss der Lehre auf das tägliche Leben von Kindern und Jugendlichen.
Die zentralen Felder umfassen die Entstehungsgeschichte der Bewegung, die metaphysische Lehre über Gott und die Seele sowie die praktische Umsetzung dieser Lehren in der Kindererziehung und dem Schulalltag.
Das Ziel ist es, ein transparentes Bild über die Strukturen und Praktiken des „Universellen Lebens“ zu vermitteln und die Auswirkungen der Lehre auf die kindliche Entwicklung aus einer pädagogisch-kritischen Perspektive zu hinterfragen.
Es handelt sich um eine literaturgestützte Analyse, die auf Primärquellen der Bewegung und Sekundärliteratur zur Sektenforschung basiert, ergänzt durch eine kritische Auseinandersetzung der Autorin.
Der Fokus liegt auf den Erziehungsvorgaben für Eltern, der Rolle von Engeln und Naturwesen in der kindlichen Weltanschauung sowie dem Konzept der Privatschule „Lern mit mir“.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Universelles Leben, Gabriele Wittek, Erziehungskonzept, Sektenmerkmale, Indoktrination und Kindheit.
Die Autorin betrachtet die Liobani-Bücher kritisch, da sie der Ansicht ist, dass diese den Kindern ein unrealistisches Weltbild vermitteln und die kindliche Identitätsfindung durch ständige Überwachung und Angst vor „Seelenschuld“ belasten könnten.
Die Autorin empfindet die Sichtweise der Bewegung, in der Eltern primär als „Schutzgeister“ oder Zweckgemeinschaften zur Schuldabtragung fungieren, als schädlich für ein intaktes und liebevolles Eltern-Kind-Verhältnis.
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