Forschungsarbeit, 2005
39 Seiten
Natufian (Levant)
Khiamien (Israel)
Clovis (New Mexico)
Göbekli Tepe (Anatolien)
Jericho (Jordan)
Südliche Tehuelche (Patagonien)
Adivasi (Indien)
Çatal Hüyük (Anatolien)
Santal (Indien)
Haida (Kanada)
Hassun, Samarran, Halafian (Nord Mesopotamien)
Vinca (Donaukultur)
Die vorliegende Studie untersucht die Entwicklung und Verbreitung von Schöpfungsmythen, Weltanschauungen und religiösen Praktiken im Zeitraum von 13.000 bis 6.000 v. Chr. Ziel ist es, durch die Analyse archäologischer Daten und mythischer Überlieferungen ein Standardmodell der frühen Menschheitsgeschichte Eurasiens zu etablieren und kulturelle Verbindungen zwischen verschiedenen Regionen nachzuweisen.
Die ersten Wesen
Mittlerweile hatte Kóoch eine Insel im Urmeer erschaffen, auf der Riesen, zusammen mit den Tiermenschen lebten. Doch einmal entführte das Riesenmonster Nosjthej die Mäusefrau. Daraus wuchs in ihrem Leib, Elal. Als Nosjthej von der Schwangerschaft erfuhr, ermordete er seine Gemahlin und schlitzte ihren Leib mit einem Steinmesser auf, um das ungeborene Kind zu fressen. Doch dann ertönte ein großes Donnern von unterhalb der Erde. Nosjthej erschrak und vergaß für einen Moment Elal. Diesen nützte seine Großmutter, Térrguer - die Feldmaus - und versteckte das Kind tief unten in ihrer Höhle, wo niemand es finden konnte. Elal wuchs auf diese Weise geschützt auf. Eines Tages wurde er sogar so mächtig, dass er seinen Vater nach einem fürchterlichen Kampf tötete.
Natufian (Levant): Untersucht die sesshaft werdende Kultur des Natufian, deren Schädelkult und den Beginn der Domestizierung als Grundlage für nachfolgende Zivilisationen.
Khiamien (Israel): Analysiert den Wandel von runden zu rechteckigen Häusern sowie die Zunahme symbolischer Frauen- und Stierfiguren als Ausdruck matriarchaler Einflüsse.
Clovis (New Mexico): Behandelt die Einwanderung der Clovis-Kultur nach Amerika und vergleicht deren Steintechnologie mit dem europäischen Solutréen.
Göbekli Tepe (Anatolien): Beleuchtet die monumentalen megalithischen Kreisanlagen und deren Bedeutung als frühe religiöse Zentren der Jäger und Sammler.
Jericho (Jordan): Beschreibt die Entwicklung der ältesten ummauerten Stadt und die Praxis der Schädelskonservierung als religiöses Ritual.
Südliche Tehuelche (Patagonien): Dokumentiert die Mythen und kulturellen Eigenheiten der Tehuelche und stellt Parallelen zu eurasischen Schöpfungsvorstellungen her.
Adivasi (Indien): Beschreibt die Lebensweise und den Glauben der Protoaustraloiden und deren Verbindung zu tibetischen Wurzeln.
Çatal Hüyük (Anatolien): Analysiert die frühstädtische Siedlungsstruktur und die Bedeutung von Geier- und Stierkulten in einer der bedeutendsten Fundstellen der Jungsteinzeit.
Santal (Indien): Untersucht die Schöpfungsgeschichten der Santal, deren Clan-Strukturen und die Rolle der „Heiligen Sieben“ in ihrem Weltbild.
Haida (Kanada): Analysiert die Mythenwelt der Haida, insbesondere den Raben-Mythos, und setzt sie in Bezug zu globalen Ursprungsmythen.
Hassun, Samarran, Halafian (Nord Mesopotamien): Beschreibt die kulturelle Verschmelzung dieser mesopotamischen Gruppen und die Kontinuität des Muttergöttinnen-Kultes.
Vinca (Donaukultur): Untersucht die alt-europäischen Schriftzeichen und das Zählsystem der Vinca-Kultur im Kontext weltweiter Handelsbeziehungen.
Schöpfungsmythen, Kosmogonie, Eiszeit, Schamanismus, Natufian, Göbekli Tepe, Matriarchat, Göttermutter, Megalithkultur, Migration, Archäologie, Paläoklimatologie, Totenkult, Stiergott, Eurasien.
Die Arbeit bietet eine wissenschaftliche Analyse der Entwicklung von Religion, Mythologie und Kultur im Zeitraum von 13.000 bis 6.000 v. Chr. unter Einbeziehung archäologischer Daten.
Die zentralen Themen umfassen die Rekonstruktion von Schöpfungsmythen, die Bedeutung von Totenkulten sowie die Ausbreitung religiöser Symbole und Baustile weltweit.
Das Hauptziel ist die Erstellung eines ersten Standardmodells der frühen Menschheitsgeschichte Eurasiens, das kulturelle Zusammenhänge zwischen archäologischen Stätten weltweit aufzeigt.
Es werden archäologische Funde, Radiokarbon-Datierungen und paläoklimatologische Daten mit vergleichenden Mythenanalysen verknüpft, um Migrations- und Kultureinflüsse nachzuweisen.
Im Hauptteil werden einzelne versunkene Kulturen wie Natufian, Clovis, Göbekli Tepe oder die Haida-Indianer detailliert nach Geschichte, Datierung und Kosmologie porträtiert.
Wichtige Begriffe sind Schöpfungsmythen, Kosmogonie, Schamanismus, Megalithkultur und die Verbindung von archäologischen Funden mit religiösen Entwicklungen.
Der Schädelkult wird als ein frühes, weit verbreitetes religiöses Glaubenselement identifiziert, das die Konservierung des menschlichen Geistes oder der Seele symbolisierte.
Die Verbreitung wird durch eine langsame, urtümliche Migrationsbewegung von Süd-Mitteleuropa in den Vorderen Orient erklärt, wobei sie Schamanen-Kulte ablöste.
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