Magisterarbeit, 2005
118 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1 Impuls und Problemstellung der Arbeit
1.2 Literaturlage
1.3 Weg der Bearbeitung
1.4 Dank und Widmung
2. Innovatives Denken und Handeln
2.1 Der Begriff der Innovation
2.1.1 Innovation als erfolgreiche Neuerung
2.1.2 Gesellschaftliche Veränderungen, der Bedarf und das Auftreten von Innovationen
2.1.3 Orte und Arten von Innovationen
2.2 Der Entstehungsprozess von Innovationen
2.2.1 Innovation als Leistung und Ergebnis
2.2.2 Initiieren von Innovationen
2.2.3 Prüfen und Entscheiden von Innovationen
2.2.4 Entwickeln von Innovationen
2.2.5 Umsetzen von Innovationen
2.3 Charakteristika von Innovationen
2.3.1 Neuheit und Neuartigkeit von Innovationen und deren implizite Bedeutung
2.3.2 Komplexität und Reichweite von Innovationen
2.3.3 Unsicherheiten von Innovationen
2.3.4 Konfliktgehalt von Innovationen
2.4 Innovatives Denken und Handeln und seine Rahmenbedingungen
2.4.1 Voraussetzungen und Bedingungen für Innovationen
2.4.2 Innovatives Denken und Handeln
3. Kulturelle Bildung
3.1 Begriffe Kultureller Bildung
3.1.1 Begriffe der Bildung
3.1.2 Begriffe der Kultur
3.1.3 Kulturelle Bildung als Bildung von und mittels Kultur
3.2 Zeiten, Objekte und Orte Kultureller Bildung
3.2.1 Lebenslanges Lernen als Zeiten Kultureller Bildung
3.2.2 Gebiete der Kunst und Interkulturalität als Objekte Kultureller Bildung
3.2.3 Institutionen und andere Wirkungsbereiche als Orte Kultureller Bildung
3.3 Bildende Faktoren und Wirkungen Kultureller Bildung
3.3.1 Emotionalität und Wahrnehmung
3.3.2 Sinn und Wissen
3.3.3 Vielfalt und vielfältige Zugänge zur Realität
3.3.4 Kreativität
3.3.5 Kommunikation und kommunikative Fähigkeiten
3.3.6 Herausforderung und Lernen
3.3.7 Gelingende und hemmende Kulturelle Bildung
3.4 Prozess, Zugänge und Voraussetzungen Kultureller Bildung
3.4.1 Kulturelle Bildung als Leistung und Ergebnis
3.4.2 Der selbsttätig-kreative Zugang kultureller Bildung
3.4.3 Der reflexiv-rezeptive Zugang kultureller Bildung
3.4.4 Der verstehend-kommunikative Zugang kultureller Bildung
4. Wirkungen Kultureller Bildung als Faktoren von innovativem Denken und Handeln
4.1 Kreativität als kognitiver Faktor
4.1.1 Kreativität als originelles Erschaffen und überwiegend kognitives Problemlösen
4.1.2 Konstruktive Zerstörung, Neukombination und visionäre Phantasie
4.1.3 Merkmale kreativer Persönlichkeiten
4.1.4 Der Zusammenhang von Innovation und Kultureller Bildung über Kreativität
4.2 Selbstbewusstsein, Antrieb und Risikobereitschaft als emotional bedingte Faktoren
4.2.1 Emotion als wahrnehmbare Bewertung
4.2.2 Selbstbewusstsein als emotionale Basis
4.2.3 Antriebsfähigkeit und Risikobereitschaft
4.2.4 Der Zusammenhang von Innovation und Kultureller Bildung über Selbstbewusstsein, Antrieb und Risikobereitschaft
5. Ausblick
5.1 Forschungsausblick: Idee eines Nachweises
5.1.1 Innovativität und Kulturelle Bildung: Kriterien für eine Vergleichbarkeit
5.1.2 Die tendenzielle Relationalität einzelner Faktoren
5.1.3 Ein möglicher Ansatz für eine Befragung
5.2 Andere Sichtweisen und weiterführende Fragen
5.3 Schlussbemerkungen
Die vorliegende Magisterarbeit untersucht den potenziellen Zusammenhang zwischen der kulturellen Bildung und der Entwicklung von innovativem Denken und Handeln. Dabei wird eine individuelle, lerntheoretische Perspektive eingenommen, um zu prüfen, inwieweit kulturelle Bildungsprozesse als förderliche Basis für die Entstehung von Innovationen im beruflichen und persönlichen Kontext dienen können.
1.1 Impuls und Problemstellung der Arbeit
Ohne Zweifel können die Bezeichnungen "Innovation" beziehungsweise "innovativ" als derzeitige Modebegriffe bezeichnet werden. Viele Unternehmen und andere Organisationen beschreiben sich, ihre Angebote und Arbeitsweisen in werbewirksamer Weise als innovativ. Sie folgen damit, zumindest in ihrer Selbstdarstellung, dem allgemeinen Ruf nach einer zukunftsfähigen Gesellschaft, die durch fortschrittliche und wachstumsfördernde Innovationen geprägt ist. Die Fülle an plötzlich "Innovativen", wie sie nicht nur im Internet geboten ist, lässt einen vielfach an der gerechtfertigten Verwendung des Begriffs "innovativ" zweifeln. Er erscheint inflationär benutzt zu werden und verliert als unreflektiertes Etikett an allgemeinem Gebrauchswert.
Dieser Erscheinung zum Trotz ist Innovation in Zeiten immer schnellerer und damit stärkerer Veränderung nach wie vor von Bedeutung. Sie liegt notwendigerweise im Hinterherkommen der Gesellschaft oder besser: im Mitgehen und im vorausgehenden Mitgestalten des stetigen Wandels. Damit bleibt das Phänomen der Innovationen interessant und führt zu der Frage nach den Ursachen von Innovationen. Eine nähere und kritische Beschäftigung mit dem Thema ermöglicht dem Betrachter zudem, auch im Großen und Kleinen solchen Entwicklungen zu begegnen, die meiner Meinung nach gerechtfertigt als Innovation bezeichnet werden können.
Ein zudem weiter Blick über die oft ökonomisch-technisch konzentrierte Innovations-Diskussion hinaus bezieht die möglichen Wirkungen von Kultur und Bildung und damit wichtigen Aspekte als Faktoren des gesamtgesellschaftlichen Lebens mit ein. In diesem Zusammenhang fielen mir an verschiedenen Orten immer wieder speziell die Kulturelle Bildung und ihre Potenziale für Veränderungen und Entwicklungen auf. Es scheint einen Zusammenhang zu geben zwischen ihr und dem Phänomen der Innovation. Nicht nur, dass gerade der Kunst eine Vorreiterrolle bei Veränderungen zukommt, die sich über die Kultur oft bis weit in die Gesellschaft niederschlagen. Auch theoretisch erscheint der Bezug zwischen Kultureller Bildung und innovativem Denken und Handeln als fast offensichtlich, ein empirischer Beleg dagegen als so gut wie unmöglich.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema ein, beleuchtet die inflationäre Nutzung des Innovationsbegriffs und formuliert das Forschungsinteresse am Zusammenhang zwischen kultureller Bildung und innovativem Denken.
2. Innovatives Denken und Handeln: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Innovation, beschreibt dessen Entstehungsprozess in vier Phasen sowie dessen zentrale Merkmale und Rahmenbedingungen.
3. Kulturelle Bildung: Hier werden die Begriffe Bildung und Kultur geklärt, bevor die kulturelle Bildung als lebenslanger Prozess definiert und ihre verschiedenen Orte sowie bildenden Wirkfaktoren erläutert werden.
4. Wirkungen Kultureller Bildung als Faktoren von innovativem Denken und Handeln: Dieses Kapitel verknüpft die Wirkungen kultureller Bildung mit den Voraussetzungen für innovatives Handeln, wobei insbesondere Kreativität, Selbstbewusstsein und Risikobereitschaft analysiert werden.
5. Ausblick: Der abschließende Teil skizziert eine Idee für eine empirische Untersuchung zur Relationalität der Faktoren und reflektiert die Arbeit kritisch sowie persönlich.
Innovation, Innovatives Denken, Innovatives Handeln, Kulturelle Bildung, Kreativität, Lebenslanges Lernen, Individuelle Entwicklung, Selbstbewusstsein, Risikobereitschaft, Innovationsprozess, Kulturarbeit, Persönlichkeitsmerkmale, Sinnstiftung, Ästhetische Erfahrung, Problemlösung
Die Arbeit analysiert, ob und wie kulturelle Bildung als Potenzial für die Entwicklung von innovativem Denken und Handeln bei Individuen fungieren kann.
Die zentralen Felder sind zum einen die Betriebswirtschaftslehre (Innovationsmanagement) und zum anderen die erziehungswissenschaftlichen Diskurse der kulturellen Bildung.
Das primäre Ziel ist es, den theoretischen Bezug zwischen der individuellen kulturellen Bildung und den für Innovationen notwendigen persönlichen Kompetenzen herauszuarbeiten und aufzuzeigen.
Es handelt sich um eine theoretische Literaturanalyse, die verschiedene Ansätze der Innovationsforschung mit bildungstheoretischen und pädagogischen Modellen zusammenführt.
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Beschreibung der Innovationsprozesse sowie der kulturellen Bildung, um anschließend deren wechselseitige Wirkungszusammenhänge (Kreativität, Emotion, Risikobereitschaft) zu untersuchen.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Innovation, Kulturelle Bildung, Kreativität, lebenslanges Lernen, individuelle Kompetenzentwicklung und Identität.
Der Autor greift den Begriff der "schöpferischen Zerstörung" auf, da Innovationen bestehende, eingespielte Produkte oder Verfahren ablösen und somit altes Wissen oder Strukturen in Frage stellen.
Ästhetische Erfahrungen fördern laut Arbeit Flexibilität, Wahrnehmungsoffenheit und die Fähigkeit, Probleme aus neuen Perspektiven zu betrachten, was wesentliche Voraussetzungen für innovative Lösungsansätze sind.
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