Wissenschaftlicher Aufsatz, 2005
18 Seiten
1. Einleitung
2. Prinzip der biologischen Abwasserreinigung
2.1 Allgemeines
2.2 Aerobe und anaerobe Abwasserreinigung
2.3 Voraussetzungen für eine biologische Abwasserreinigung
3. Abwasseranalytik und Betriebsparameter
CSB – Chemischer Sauerstoffbedarf
BSB5 – Biologischer Sauerstoffbedarf
Redox-Potential
Sauerstoffkonzentration
Absetzbare Stoffe
Ammonium-Stickstoff
TOC- Gesamter organisch gebundener Kohlenstoff
4. Vorbehandlung des Abwassers
4.1 Mechanische / physikalische Behandlungsverfahren
4.2 Chemisch / physikalische Behandlungsverfahren
5. Hauptreinigung: Die biologische Abwasserbehandlung
5.1 Allgemeines
5.2 Die biologische Kohlenstoffelimination
5.2.1 Aerobe Kohlenstoffelimination
5.2.2 Anaerobe Kohlenstoffelimination
5.3 Die biologische Stickstoffelimination (Nitifikation und Denitrifikation)
5.4 Die biologische Phosphatelimination
6. Nachbehandlung des gereinigten Abwasser
7. Schlammbehandlung
8. Schluss
Die vorliegende Arbeit gibt einen fundierten Überblick über die Prinzipien der biologischen Abwasserreinigung und deren praktische Anwendung in Industriebetrieben. Das primäre Ziel ist es, Betrieben Möglichkeiten zur Kosteneinsparung bei Abwassergebühren und zur Ressourcenschonung durch Brauchwassernutzung aufzuzeigen und gleichzeitig die technischen Voraussetzungen sowie Methoden zur betriebseigenen Reinigung zu erläutern.
2. Prinzip der biologischen Abwasserreinigung
Durch die biologische Abwasserreinigung werden die im Abwasser gelösten Schadstoffe durch Mikroorganismen abgebaut. Diese Stoffe verwerten die Mikroorganismen für ihre Lebenserhaltung und für ihre Vermehrung. Die Schadstoffe werden daher als Nährstoffe genutzt. Einige Schadstoff-Verbindungen sind für die Verwertung durch die Organismen zu komplex und zu langkettig. Die Bakterien können diese nicht unzerlegt aufnehmen. Daher setzen sie Enzyme ein, die diese Verbindungen in „kleinere Stücke zerschneiden“. Voraussetzung für deren Abbau ist die Wasserlöslichkeit und die Ungiftigkeit der Schadstoffe.
Die Mikroorganismen benötigen für eine optimale Stoffwechseltätigkeit ein Kohlenstoff-Stickstoff-Phosphor-Verhältnis von rund 100:10:1. Dieses Verhältnis stellt die ungefähre Zusammensetzung der Organismen dar. Hierdurch begründet sich die gute Eignung der biologischen Abwasserreinigung für den Abbau organischer und anorganischer Kohlenstoff- und Stickstoffverbindungen, sowie zur Phosphoreliminierung.
Des weiteren werden Wasserstoff und Schwefel, sowie geringe Mengen an Mineralien gebraucht. Sollten nicht alle Nährstoffe im Abwasser enthalten sein, müssten sie zugegeben werden. Es kann in einigen Fällen auch hilfreich sein, verschiedene Abwässer zu mischen. Die Abwässer der Lebensmittelindustrie und der Kommunen sind zumeist sehr reichhaltig, so dass eine Zufuhr von weiteren Nährstoffen nicht erforderlich ist.
1. Einleitung: Das Kapitel erläutert die wirtschaftlichen Motive des produzierenden Gewerbes für eine eigene Abwasserbehandlung, insbesondere im Hinblick auf steigende Trinkwasserpreise und Abwassergebühren.
2. Prinzip der biologischen Abwasserreinigung: Hier werden die mikrobiologischen Grundlagen, die Unterscheidung zwischen aeroben und anaeroben Abbauprozessen sowie die notwendigen Voraussetzungen für die biologische Aktivität dargestellt.
3. Abwasseranalytik und Betriebsparameter: Dieses Kapitel führt zentrale Kennzahlen wie CSB, BSB5 und Redox-Potential ein, die für eine effektive Überwachung und Auslegung der Reinigungsanlagen unerlässlich sind.
4. Vorbehandlung des Abwassers: Es werden physikalische, mechanische und chemische Methoden beschrieben, die notwendig sind, um das Abwasser für den biologischen Prozess vorzubereiten.
5. Hauptreinigung: Die biologische Abwasserbehandlung: Dieses Kernkapitel behandelt verschiedene Anlagentypen wie Belebtschlamm- und Festbettverfahren sowie die spezifischen Prozesse zur Elimination von Kohlenstoff, Stickstoff und Phosphor.
6. Nachbehandlung des gereinigten Abwasser: Das Kapitel beschreibt Verfahren zur Entfernung restlicher Trübstoffe und Biomasse aus dem bereits gereinigten Abwasser.
7. Schlammbehandlung: Hier werden Methoden zur Eindickung, Konditionierung und Stabilisierung des entstehenden Klärschlamms erläutert.
8. Schluss: Der Abschluss resümiert die vielseitige Anwendbarkeit der biologischen Verfahren und betont die Notwendigkeit standortspezifischer Anlagenkonzepte unter Berücksichtigung rechtlicher Vorgaben.
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Die Arbeit behandelt die theoretischen Grundlagen und die praktische Umsetzung der biologischen Abwasserreinigung in Industriebetrieben.
Die Schwerpunkte liegen auf der Mikrobiologie, der Abwasseranalytik, den verschiedenen Reinigungstechnologien sowie der Schlammbehandlung.
Das Ziel ist es, einen Überblick über kosteneffiziente Methoden der Abwasserreinigung zu geben, die es Betrieben ermöglichen, Einsparpotenziale bei Entsorgungsgebühren zu nutzen.
Es handelt sich um eine verfahrenstechnische Übersichtsarbeit, die auf anerkannten Grundlagen der Wasserwirtschaft und biologischen Abbauprinzipien basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analytik, die Vor- und Nachbehandlung sowie detaillierte biologische Hauptreinigungsstufen zur Nährstoff- und Schadstoffelimination.
Wichtige Begriffe sind insbesondere die verschiedenen Reinigungsstufen (aerob/anaerob), die Stickstoff- und Phosphorelimination sowie die prozesstechnische Schlammbehandlung.
Vorhandene unlösliche oder toxische Stoffe können die empfindliche Biologie der Reinigungsanlage hemmen, weshalb eine physikalische oder chemische Vorreinigung zwingend erforderlich ist.
Mit steigender Temperatur sinkt die Sauerstofflöslichkeit im Wasser, was die Effizienz der aeroben Reinigung beeinträchtigen kann und eine angepasste Belüftung erfordert.
Anoxische Verfahren dienen der Denitrifikation; hierbei entziehen Bakterien dem Nitrat den gebundenen Sauerstoff, wodurch gasförmiger Stickstoff entsteht.
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