Bachelorarbeit, 2018
71 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. System der Hilfen zur Erziehung (HzE)
2.1 „Das Herausfallen“
2.2 Etikett „Systemsprenger/innen“
3. Empirisches Vorgehen
4. Der theoretische „Anspruch“
4.1 Lebensweltorientierung nach Hans Thiersch
4.2 Soziale Integration
5. Die „Wirklichkeit“
5.1 Jugendhilfemaßnahmen
5.2 Ambulante Jugendhilfemaßnahmen
5.3 (Teil-)stationäre Jugendhilfemaßnahmen
5.3.1 Tagesgruppe
5.3.2 Intensivgruppen
5.3.3 Heimerziehung
5.3.4 Geschlossene Unterbringung (GU)
5.4 Möglichkeiten der Jugendhilfemaßnahmen
5.5 Grenzen der Jugendhilfemaßnahmen
5.5.1 Bildungssystem
5.5.2 Kinder- & Jugendpsychiatrie (KJP)
5.5.3 Zusammenarbeit der Bezugssysteme
6. Das „Scheitern“
6.1 Zielgruppe
6.1.1 Lebensverhältnisse
6.1.2 Drei Formen von jugendlichen „Systemsprenger/innen“
6.1.3 Verhaltensmerkmale
6.1.4 Das soziale Netzwerk
6.1.4.1 Familie
6.1.4.2 Peergroup
6.1.4.3 Alternative Lebensräume
6.2 Institution
6.3 Profession der Sozialen Arbeit
6.4 Methoden
7. Implikationen für die Zukunft
7.1 Hilfreiche Strukturen einer Maßnahme
7.1.1 Pädagogische Haltung
7.1.2 Institutionelle Ebene
7.1.3 Betreuungssetting
7.2 Individualpädagogische Maßnahmen
7.3 Praxisbeispiel „Systemsprenger - Homebase“
8. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie individuelle Jugendhilfemaßnahmen die soziale Integration von jugendlichen „Systemsprenger/innen“ fördern können. Ziel ist es, die spezifischen Lebenswelten dieser jungen Menschen zu verstehen und Rahmenbedingungen für eine wirkungsvolle Unterstützung aufzuzeigen, um den Kreislauf aus Abbruch und Ausschluss aus dem Hilfesystem zu durchbrechen.
6.1.2 Drei Formen von jugendlichen „Systemsprenger/innen“
Die jugendlichen „Systemsprenger/innen“ haben schon früh starke Bindungsstörung erlebt. Dadurch lässt sich aufzeigen, dass jede/r Adressat/in anders mit dem Erlebten umgeht und versucht die erlebte Diskontinuität zu bewältigen. Das Ziel der einzelnen Jugendlichen ist es, durch Eskalation vereinzelt Kontinuität zu erleben. Die einzelnen Kategorien zeigen sich sehr variabel in Bezug auf die Kontinuitätserfahrung und lassen sich daher in drei unterschiedliche Kategorien A, B und C unterteilen (Baumann, 2016, S. 98 ff.3). Durch diese drei Unterteilungen wird hervorgehoben, dass die einzelnen jugendlichen „Systemsprenger/innen“ nicht alle homogen sind und zusammengefasst werden können, sondern auch eine heterogene Gruppe mit individuellen Bedürfnissen darstellen (ebd., S. 99, Schwabe, 2014, S. 54 ff.).
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der „Systemsprenger/innen“ ein und stellt die Relevanz der Forschungsfrage für eine gelingende soziale Integration dar.
2. System der Hilfen zur Erziehung (HzE): Dieses Kapitel erläutert die gesetzlichen Grundlagen und Ziele des Hilfesystems sowie die Problematik des „Herausfallens“ aus den Erziehungshilfen.
3. Empirisches Vorgehen: Hier wird der methodische Rahmen der Arbeit dargelegt, der primär auf einer vertiefenden Literaturrecherche aktueller Studien basiert.
4. Der theoretische „Anspruch“: Der Abschnitt diskutiert das theoretische Konzept der Lebensweltorientierung nach Thiersch und das Ziel der sozialen Integration als wirkungsorientierten Ansatz.
5. Die „Wirklichkeit“: Hier werden die verschiedenen Jugendhilfemaßnahmen wie Tagesgruppen, Heimerziehung und geschlossene Unterbringung hinsichtlich ihrer Wirkung und Grenzen in der Praxis analysiert.
6. Das „Scheitern“: Dieses zentrale Kapitel untersucht Ursachen für das Scheitern von Hilfeprozessen, unterteilt die Zielgruppe in Kategorien und beleuchtet das soziale Netzwerk sowie die Rolle der Institutionen.
7. Implikationen für die Zukunft: Das Kapitel entwickelt Perspektiven für die Arbeit, inklusive pädagogischer Haltungen, notwendiger Strukturen und eines Praxisbeispiels für individualpädagogische Settings.
8. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit von Kontinuität, Beziehung und fachübergreifender Kooperation für den Erfolg der Jugendhilfe.
Jugendliche Systemsprenger, Hilfen zur Erziehung, Lebensweltorientierung, Soziale Integration, Pädagogische Haltung, Individualpädagogische Maßnahmen, Fallverstehen, Bindungsstörung, Jugendhilfekarriere, Beziehungsdynamik, Systemkritik, Krisenbewältigung, Einzelfallhilfe
Die Bachelorarbeit beschäftigt sich mit jugendlichen „Systemsprenger/innen“, die in regelmäßigen Abständen aus herkömmlichen Hilfesystemen fallen, und analysiert die Möglichkeiten sowie Grenzen individueller Jugendhilfemaßnahmen.
Die Arbeit fokussiert sich auf die Lebenswelt dieser Jugendlichen, das professionelle Handeln in der Sozialen Arbeit, die Bedeutung der Beziehungsgestaltung und die Notwendigkeit einer interdisziplinären Zusammenarbeit zwischen den Hilfesystemen.
Ziel ist es zu untersuchen, welche Ansätze und Settings dazu beitragen können, dass Jugendliche trotz komplexer Problemlagen in das Hilfesystem integriert bleiben und eine positive Lebensperspektive entwickeln können.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und wertet bestehende Studien, insbesondere die der Forscher M. Baumann, M. Schwabe und die EVAS-Studie, kritisch aus.
Im Hauptteil werden die Zielgruppe und ihre Lebensumstände, die Gründe für das „Scheitern“ im bestehenden System, die institutionellen Rahmenbedingungen sowie konkrete Lösungsansätze und individualpädagogische Hilfemaßnahmen diskutiert.
Wesentliche Begriffe sind unter anderem Systemsprenger, Lebensweltorientierung, soziale Integration, individualpädagogische Maßnahmen, Fallverstehen und Beziehungsdynamik.
Die Kategorien A, B und C unterscheiden sich in der Art, wie die Jugendlichen ihre Eskalationen nutzen: als Mittel zur Kontrolle von Unsicherheit, als Kampf um Autonomie oder als verzweifelte Suche nach haltgebenden Grenzen.
Die geschlossene Unterbringung ist freiheitsentziehend und widerspricht dem Grundrecht der Freiheit, weshalb sie nur als letzte Maßnahme zur Abwendung von Gefahren (z.B. Suizidalität) und bei gleichzeitigem Schutzauftrag in Erwägung gezogen werden sollte.
Es bietet eine niedrigschwellige Kombination aus stationärer Wohnmöglichkeit und ambulanter Betreuung, die dem Jugendlichen Stabilität und eine verlässliche Beziehung bietet, ohne ihn aus dem Alltag zu reißen.
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