Fachbuch, 2019
51 Seiten
1 Einleitung
2 Das Konzept des Economic Value Added
2.1 Einführung in das Konzept
2.2 Elemente des EVA
2.2.1 Darstellung der Gewinn- und Vermögensgröße
2.2.2 Operating Conversions
2.2.3 Darstellung der Vermögensrendite
2.2.4 Darstellung des Kapitalkostensatzes
2.3 Berechnung des EVA
3 Das Konzept des Cash Value Added
3.1 Einführung in das Konzept
3.2 Elemente des CVA
3.2.1 Darstellung der Gewinn- und Vermögensgröße
3.2.2 Darstellung der ökonomischen Abschreibung
3.2.3 Darstellung der Vermögensrendite
3.2.4 Darstellung des Kapitalkostensatzes
3.3 Berechnung des CVA
4 Bewertung und Vergleich der Konzepte
4.1 Anreizsystem und Spitzenkennzahl
4.2 Gegenüberstellung von EVA und CVA
4.2.1 Anreizverträglichkeit
4.2.2 Kommunikationsfähigkeit
4.2.3 Wirtschaftlichkeit
4.2.4 Leistungsorientierung
4.2.5 Manipulationsresistenz
4.3 Übersicht und Bewertung
5 Zusammenfassung
Diese Arbeit analysiert die Eignung der Kennzahlen Economic Value Added (EVA) und Cash Value Added (CVA) als Spitzenkennzahlen für ein managementorientiertes Anreizsystem. Das primäre Ziel besteht darin, eine fundierte Empfehlung abzugeben, welches dieser Konzepte effektiver dazu beiträgt, das Management zu einer eigentümerorientierten Unternehmensführung zu motivieren.
4.2.4 Leistungsorientierung
Eine Belohnung (Bestrafung) des Managements für Sachverhalte, die nicht aus dem Handeln des Managements entstehen, läuft dem Ziel eines Anreizsystems entgegen. Honoriert werden sollen ausschließlich tatsächlich wertsteigernde Aktivitäten. Das bedeutet, dass die Kennzahl frei von Einflussfaktoren sein muss, die nicht auf die Leistung des Managements zurückzuführen sind. Ein positiver (negativer) Ausweis soll nur aufgrund von Sachverhalten erfolgen, auf die das Management Einfluss nehmen oder auf die es reagieren kann. Gleiche Leistungen sollen dementsprechend gleich dargestellt werden.
Die Kapitalkosten werden im EVA-Konzept durch die Multiplikation des Kapitalkostensatzes (WACC) mit der Kapitalgröße (NOA) ermittelt. Durch Abschreibungen sinkt die Kapitalgröße kontinuierlich in jeder Periode, wenn keine weiteren Investitionen durchgeführt werden. Daraus folgt, dass auch die Kapitalkosten in jeder Periode geringer ausfallen. Wird unter sonst gleichen Voraussetzungen im Verlauf der Perioden ein konstanter NOPAT erzielt, steigt der EVA in jeder Periode an. Dadurch wird eine Verbesserung der Unternehmensleistung suggeriert, ohne dass das Unternehmen tatsächlich profitabler agiert hat. Ein weiterer daraus folgender negativer Punkt ist, dass reife Unternehmen mit bereits weit abgeschriebenem Vermögen profitabler dargestellt werden als junge Unternehmen, auch wenn die tatsächliche operative Leistung gleich ist.
Die Vermögensgröße im CVA-Konzept wird hingegen anhand der historischen Investitionen ermittelt. Sowohl Abschreibungseffekte als auch Inflationseffekte werden angepasst. Im Gegensatz zum EVA bleiben die Kapitalkosten konstant, wenn keine neuen Investitionen vorgenommen werden. Die Größe der ÖA wird als konstanter Betrag für die Erwirtschaftung der ursprünglichen Investition angesetzt. Der CVA ist damit frei von Verzerrungen durch Abschreibungen und die Altersstruktur des Vermögens. Eine konstante Performance bewirkt dementsprechend einen konstanten CVA.
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik der Managemententlohnung ein und definiert das Ziel der Arbeit, die Eignung von EVA und CVA als Spitzenkennzahlen zu untersuchen.
2 Das Konzept des Economic Value Added: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen, die erforderlichen Anpassungen (Conversions) sowie die Berechnung von Gewinn, Kapital und Kapitalkosten nach dem EVA-Ansatz.
3 Das Konzept des Cash Value Added: Hier wird das auf dem Cashflow basierende CVA-Konzept vorgestellt, wobei der Fokus auf den spezifischen Anpassungen der Bruttoinvestitionsbasis und der ökonomischen Abschreibung liegt.
4 Bewertung und Vergleich der Konzepte: Dieser Hauptteil vergleicht EVA und CVA anhand von Kriterien wie Anreizverträglichkeit, Kommunikationsfähigkeit, Wirtschaftlichkeit, Leistungsorientierung und Manipulationsresistenz.
5 Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung, in der der CVA aufgrund seiner höheren Leistungsorientierung und Manipulationsresistenz als vorteilhafter für ein Anreizsystem eingestuft wird.
Economic Value Added, Cash Value Added, Anreizsystem, Spitzenkennzahl, Shareholder Value, Residualgewinn, NOPAT, Kapitalkosten, WACC, CFROI, Leistungsorientierung, Manipulationsresistenz, Unternehmenssteuerung, Kapitalgeber, Unternehmenswert.
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Vergleich zweier wertorientierter Kennzahlen, dem Economic Value Added (EVA) und dem Cash Value Added (CVA), im Kontext von Anreizsystemen für Manager.
Zentral sind die Konzeption der beiden Kennzahlen, ihre Berechnungsmethodik unter Berücksichtigung von notwendigen Anpassungen (Conversions) sowie ihre Eignung als Steuerungsinstrument für Unternehmensleistungen.
Ziel ist es, zu analysieren, welche der beiden Kennzahlen (EVA oder CVA) sich besser als Spitzenkennzahl für ein Anreizsystem eignet, um das Management zu einer am Shareholder Value orientierten Unternehmensführung zu motivieren.
Die Arbeit führt eine kritische Gegenüberstellung durch, bei der Kriterien wie Anreizverträglichkeit, Kommunikationsfähigkeit, Wirtschaftlichkeit, Leistungsorientierung und Manipulationsresistenz abgeleitet und angewendet werden.
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung der beiden Konzepte (Kapitel 2 und 3) sowie eine systematische Bewertung und den Vergleich dieser Ansätze (Kapitel 4) anhand der definierten Kriterien.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Economic Value Added, Cash Value Added, Anreizsystem, Spitzenkennzahl, Residualgewinn, Kapitalkosten, NOPAT und Shareholder Value.
Da das Ziel eines Anreizsystems darin besteht, tatsächlich wertsteigerndes Handeln zu belohnen, ist es essenziell, dass die Kennzahl operative Erfolge korrekt widerspiegelt und nicht durch Verzerrungseffekte – wie sie beispielsweise bei EVA durch Abschreibungen entstehen – verfälscht wird.
Obwohl der EVA leichter zu kommunizieren ist, überzeugt der CVA durch eine konsistentere Darstellung der Leistung über verschiedene Perioden hinweg und bietet eine höhere Manipulationsresistenz gegenüber buchhalterischen Einflussnahmen.
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