Masterarbeit, 2016
102 Seiten, Note: 2,3
I Einleitung
II Grundlagen
II.1 Maschinen- und Anlagenbau
II.2 Interorganisationale Beziehungen und Management
II.3 Dienstleistungen
II.4 Innovationen
II.5 Serviceinnovation
III Untersuchungskontext und Methodik
III.1 Übersicht der Themenfelder
III.2 Abgrenzung und Fokus der Arbeit
IV Ergebnissteil
IV.1 Der Dreiklang von Serviceinnovationen, interorganisationalen Beziehungen und Unternehmen im Maschinen- und Anlagenbau
IV.1.2 Möglicher Ablauf von der Unternehmensstrategie zur Netzwerkstrategie
IV.2 Besondere Herausforderungen der Serviceinnovationen - Bedeutung und Möglichkeiten interorganisationaler Beziehungen
IV.3 Open Innovation - Bedeutung und Möglichkeiten interorganisationaler Beziehungen
IV.4 Abschließende Zusammenfassung der vorteilhaften Wesenszüge der Serviceinnovation im Netzwerk
V Diskussion
VI Fazit
VII Anhang
Die Arbeit untersucht das Potenzial und die Anwendungsmöglichkeiten von interorganisationalen Beziehungen zur Förderung von Serviceinnovationen innerhalb von Unternehmen im Maschinen- und Anlagenbau. Sie analysiert, wie durch netzwerkbasierte Strategien und spezifische Managementpraktiken – wie Selektion, Allokation und Regulation – ein nachhaltiger Unternehmenserfolg in einem zunehmend volatilen Marktumfeld erzielt werden kann.
II.2 Interorganisationale Beziehungen und Management
Der Begriff Interorganisationsbeziehungen beschreibt allgemein das Unterhalten gemeinsamer Beziehungen von wenigstens zwei Organisationen, seien es Unternehmen, Behörden, private oder öffentliche Forschungseinrichtungen. Zwischen den beiden Polen Markt und Hierarchie finden sich eine Vielzahl an unterschiedlichsten Formen von rechtlich und wirtschaftlich selbständigen Unternehmen, diese pflegen längerfristige und kooperative Beziehungen miteinander (Sydow 1992:2). Eine geraume Zeit waren in der Ökonomie der Markt und die Hierarchie die einzig bekannten Organisationsformen des ökonomischen Handelns. Aktuell steht fest, dass sich mit Netzwerken und Kooperationen eine dritte Form etabliert hat und das Management nicht an den Grenzen der Organisation endet (Sydow/Duschek 2011:14). Die drei generischen Organisationsformen – Markt, Netzwerk und Hierarchie - der formalen Unternehmensführung bzw. Organisationslenkungsform werden in Abb. II-1 zusammengefasst und in Bezug zu den strategischen Alternativen der Make, Buy or Cooperate – Entscheidung gesetzt. Die Pfeile zeigen die möglichen Wege der organisationsübergreifenden Übergänge zwischen den einzelnen Formen. Der Kauf einer Dienstleistung oder einer Ware auf einem Markt ersetzt oder, zumindest im Prinzip, auch die interne Herstellung (Sydow/Schüßler/Müller-Seitz 2016:22).
Die Kooperation innerhalb eines Netzwerkes bietet somit eine zusätzliche Alternative. Alle namentlichen Kreationen und Varianten dieser Interorganisationsformen, wie Allianzen, Kooperationen, strategische Allianzen, B-2-B-Geschäftsbeziehungen, Netzwerke, Unternehmenskooperationen, Cluster und Supply Chains sind mehr oder minder auf interorganisationalen Beziehungen basierend, siehe Abb. II-2 (Sydow/Duschek 2011:14). Einige dieser Beziehungen stellen eine der wertvollsten Ressourcen des Unternehmens dar (Håkansson 1987:10). Es versteht sich von selbst, dass diese gemanagt werden muss um zum nachhaltigen Erfolg beizutragen zu können.
I Einleitung: Beschreibt die steigende Bedeutung von Serviceinnovationen im Maschinen- und Anlagenbau und die Notwendigkeit, diese durch interorganisationale Beziehungen und Netzwerkstrategien zu steuern.
II Grundlagen: Vermittelt die theoretischen Basisbegriffe zu den Themengebieten Maschinenbau, Dienstleistungsmanagement, Innovationen und interorganisationalen Beziehungsformen.
III Untersuchungskontext und Methodik: Definiert den Rahmen der Untersuchung, grenzt das Themenfeld ein und erläutert den logischen Aufbau der Arbeit.
IV Ergebnissteil: Analysiert den Dreiklang von Serviceinnovation, Netzwerken und Unternehmensstrategie und stellt spezifische Managementinstrumente für industrielle Dienstleistungen vor.
V Diskussion: Reflektiert die gewonnenen Erkenntnisse und weist auf die Limitationen der theoretischen Modelle sowie den Bedarf an weiterer empirischer Forschung hin.
VI Fazit: Fasst zusammen, dass interorganisationale Beziehungen ein wesentliches Instrument zur Steigerung von Effizienz und Innovationskraft in Maschinenbauunternehmen darstellen.
VII Anhang: Bietet ergänzende Definitionstabellen und Modellübersichten, die zur theoretischen Fundierung der Arbeit beitragen.
Serviceinnovation, Maschinen- und Anlagenbau, Interorganisationale Beziehungen, Netzwerke, Kooperationsmanagement, Dienstleistungsmanagement, Open Innovation, Wertschöpfungskette, Innovationsprozess, Strategisches Management, Industrielle Dienstleistungen, Boundary Spanner, Wettbewerbsvorteile, Serviceportfolio, Risikoreduzierung.
Die Arbeit befasst sich mit der strategischen Bedeutung von Kooperationen und Netzwerken, um in Industrieunternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus erfolgreich Serviceinnovationen zu entwickeln und umzusetzen.
Die Schwerpunkte liegen auf dem Management interorganisationaler Beziehungen, den Besonderheiten industrieller Dienstleistungen und der Anwendung von Open-Innovation-Konzepten.
Ziel ist es, theoretisch-konzeptionelle Modelle zu entwickeln, die Unternehmen dabei unterstützen, den "Thinking in Networks"-Gedanken in ihren Servicebereich zu integrieren, um nachhaltigen Unternehmenserfolg zu sichern.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse etablierter Managementtheorien, die auf den spezifischen Kontext der Serviceinnovation im Maschinenbau adaptiert und theoretisch angewendet werden.
Der Hauptteil analysiert den Zusammenhang zwischen Innovationsdimensionen und Netzwerkpraktiken (Selektion, Allokation, Regulation, Evaluation) und leitet daraus Instrumente wie das Serviceportfolio oder das Business-Reengineering ab.
Die Arbeit lässt sich primär über die Begriffe Serviceinnovation, interorganisationale Beziehungen, Netzwerkstrategie und industrielles Dienstleistungsmanagement definieren.
Diese Akteure fungieren als Bindeglied zwischen den Partnerorganisationen, indem sie Marktinformationen ("Sensoren am Markt") sammeln und in den Innovationsprozess einbringen, was für den Wissensaufbau entscheidend ist.
Ihre Komplexität resultiert aus der Notwendigkeit, immaterielle Leistungen (Services) mit physischen Investitionsgütern über lange Produktlebenszyklen hinweg zu verknüpfen, was hohe Anforderungen an die Koordination stellt.
Es bezieht sich auf das ausgewogene Verhältnis von Qualität, Zeit und Kosten aus Kundensicht, das durch Serviceinnovationen in Netzwerken optimiert werden soll, um Differenzierungsmerkmale gegenüber dem Wettbewerb zu schaffen.
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