Diplomarbeit, 2005
71 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Aufbau der Arbeit und methodisches Vorgehen
2. Begriffliche Grundlagen
2.1 Personalentwicklung und betriebliche (Weiter-) Bildung
2.2 Controlling, Personalcontrolling und Bildungscontrolling
3. Modelle des Bildungscontrolling
3.1 Prozess-/phasenorientierte Ansätze
3.2 Ebenenorientierte Ansätze
4. Maßnahmenzyklus eines Bildungscontrolling
4.1 Bildungsbedarfsanalyse
4.2 Zielbestimmung
4.3 Planung, Konzeption, Vorbereitung der Bildungsmaßnahmen
4.4 Durchführung der Bildungsmaßnahmen
4.5 Erfolgskontrolle
4.6 Transfer
5. Kritische Betrachtung und Ausblick
5.1 Kritische Betrachtung
5.2 Ausblick
Diese Arbeit setzt sich kritisch mit dem Konzept des Bildungscontrollings auseinander. Ziel ist es, die Vielfältigkeit des Konzepts aufzuzeigen, verschiedene Modelle zu analysieren und zu untersuchen, wie Weiterbildungsmaßnahmen bedarfsgerecht eingesetzt und deren Nutzen sowie Erfolgsfaktoren bewertet werden können.
Vier-Ebenen-Ansatz von Kirkpatrick
Im Rahmen dieses Ansatzes wird das Ziel verfolgt, den Bildungserfolg soweit durchführbar auf der Ebene des Unternehmenserfolges zu ermitteln. Die Ergebnisse einer vorangehenden Ebene werden dabei als Indikatoren für den Erfolg in einer folgenden Ebene verwandt. Kirkpatrick stellt auf die Auswertung von Bildungsmaßnahmen ab und berücksichtigt dabei die vier Ebenen Teilnehmerzufriedenheit, Lernerfolg, Transfererfolg und Ergebnisse.
Mit diesem Ansatz wird versucht, über eine einseitige Verfahrensweise einer entweder pädagogischen oder ökonomischen Betrachtung hinauszugehen und sich als eine mehrdimensionale Konstellation aus kognitiven und affektiven Komponenten darzustellen.
Auf der ersten Ebene wird die Zufriedenheit der Teilnehmer mit der Frage: „How well did the conferees like the programm?“ erfasst. Die Erhebung des „Happiness-Index" nach Beendigung einer Bildungsmaßnahme stellt die häufigste und einfachste Form des Bildungscontrolling dar und soll Aufschluss über die Motivation, Lernbereitschaft sowie Akzeptanz von Lerninhalten der Teilnehmer geben. Die Rahmenbedingungen sind als ein gewichtiger Faktor zu berücksichtigen. Auf dieser Ebene wird die Qualität der Inputfaktoren sowie der Durchführung untersucht. Gemäß Kirkpatrick beeinflusst eine hohe Trainingszufriedenheit das Lernklima positiv und führt zu einem verbesserten Lernerfolg. Diesbezüglich wird allerdings kritisch angemerkt, dass die Trainingszufriedenheit als Bewertungsmaßstab eher emotional und situativ als tragfähig formuliert wird. Sie stellt daher als Reaktion zwar keine ausreichende, jedoch immerhin eine erforderliche Bedingung erfolgsversprechender Entwicklung dar. Zudem ist der Lernprozess zu vielschichtig, als dass die Lern- bzw. Lehrqualität anhand der Teilnehmerzufriedenheit ausreichend festgestellt werden könnte.
1. Einleitung: Darstellung der Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit, die sich mit dem investiven Charakter betrieblicher Weiterbildung befasst.
2. Begriffliche Grundlagen: Definition und Abgrenzung der Kernbegriffe Personalentwicklung, betriebliche Weiterbildung, Controlling und Bildungscontrolling.
3. Modelle des Bildungscontrolling: Vorstellung und kritische Analyse prozess- und ebenenorientierter Modelle, wie dem Neun-Phasen-Modell und dem Drei-Ebenen-Ansatz.
4. Maßnahmenzyklus eines Bildungscontrolling: Detaillierte Untersuchung der sechs Schritte vom Bildungsbedarf bis zur Transfersicherung.
5. Kritische Betrachtung und Ausblick: Zusammenfassende Würdigung der Problematik der Erfolgsmessung und Ausblick auf die praktische Anwendung.
Bildungscontrolling, Personalentwicklung, betriebliche Weiterbildung, Erfolgsmessung, Bildungsbedarfsanalyse, Effektivität, Effizienz, Transfererfolg, Bildungsziele, Controlling-Instrumente, Lernprozess, Personalmanagement, Humankapital, Maßnahmenzyklus, Evaluation.
Die Arbeit befasst sich mit der kritischen Betrachtung des Bildungscontrollings als Konzept zur Steuerung und Bewertung betrieblicher Weiterbildungsmaßnahmen.
Die Schwerpunkte liegen auf der begrifflichen Fundierung, der Vorstellung verschiedener Controlling-Modelle und der detaillierten Beschreibung des operativen Umsetzungszyklus.
Das Ziel ist die kritische Analyse, wie Bildungscontrolling dazu beitragen kann, den Nutzen von Weiterbildung transparent zu machen und Prozesse effizienter zu gestalten.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und einer systematischen Gegenüberstellung bestehender theoretischer Modelle und Konzepte.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die Vorstellung verschiedener Controlling-Modelle (prozess- und ebenenorientiert) sowie den konkreten Ablauf des Maßnahmenzyklus.
Die wichtigsten Schlagworte sind Bildungscontrolling, Bildungsbedarfsanalyse, Effizienz, Effektivität und Transfererfolg.
Die Transferlücke beschreibt die Problematik, dass das nach Abschluss einer Maßnahme erreichte Leistungsniveau aufgrund verschiedener Hemmnisse nicht dauerhaft auf den Arbeitsplatz übertragen werden kann.
Es gibt kaum standardisierte Instrumente, um Aspekte wie Werthaltungen oder Einstellungen direkt zu messen, weshalb häufig nur auf indirekte Tendenzaussagen zurückgegriffen werden kann.
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