Bachelorarbeit, 2016
65 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
1.1 Motivation und Zielsetzung
1.2 Problemstellung
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Grundlagen der Unternehmensbewertung
2.1 Wert-Definition
2.2 Funktionen der Unternehmensbewertung
2.2.1 Objektive Unternehmensbewertung
2.2.2 Subjektive Unternehmensbewertung
2.2.3 Funktionale Unternehmensbewertung
2.3 Anlässe der Unternehmensbewertung
3 Definition und bewertungsrelevante Charakteristika von Start-ups
3.1 Definition Start-up
3.2 Charakteristika
3.2.1 Lebenszyklus
3.2.2 Junge Unternehmenshistorie und Informationsgrundlage
3.2.3 Kapitalbedarf und Cashflow
3.2.4 Risikograd
3.2.5 Flexibilität, Innovation und Dynamik
3.2.6 Immaterielle Vermögensgegenstände
4 Überblick und Vorauswahl der Bewertungsverfahren
4.1 Überblick der klassischen Bewertungsverfahren
4.2 Beschränkung der Bewertungsverfahren
5 Darstellung der ausgewählten Unternehmensbewertungsverfahren
5.1 Discounted Cashflow-Verfahren
5.1.1 Konzeption
5.1.2 Bewertungsrelevante Cashflows
5.1.3 Diskontierungszinssatz
5.1.4 Methoden des DCF-Verfahrens
5.2 Vergleichsverfahren
5.2.1 Konzeption
5.2.2 Multiplikatorbewertung
5.3 Einzelbewertungsverfahren
5.3.1 Konzeption
5.3.2 Wertansätze
5.4 Venture-Capital-Methode
6 Bewertung der Anwendbarkeit von Unternehmensbewertungsverfahren bei Start-ups
6.1 Discounted Cashflow-Verfahren
6.2 Vergleichsverfahren
6.3 Einzelbewertungsverfahren
6.4 Venture-Capital-Methode
6.5 Auswertung und Analyse
7 Fazit und Ausblick
Diese Bachelorarbeit untersucht die Anwendbarkeit klassischer Unternehmensbewertungsverfahren auf Start-ups, die durch spezifische Charakteristika wie hohe Unsicherheit und begrenzte Historie gekennzeichnet sind. Ziel ist es, eine fundierte Anwendungsempfehlung zu entwickeln, die durch Expertenwissen aus der Praxis gestützt wird.
3.2.1 Lebenszyklus
Die Entwicklung eines Start-ups von der Gründung bis hin zum Verkauf lässt sich in verschiedene Unternehmensphasen einteilen. Diese stehen dabei spiegelbildlich den Finanzierungsphasen gegenüber. Bei den Unternehmensphasen wird unterschieden in die Early Stage, Expansion Stage und Later Stage-Phase. Die Finanzierungsphasen hingegen unterteilen sich bei der Early Stage-Phase in die Seed- und Start-up-Phase. Die Expansion Stage-Phase wird in die Wachstumsphase sowie Bridge-Phase unterteilt und die Later Stage-Phase steht dem Exit gegenüber.
In der Seed-Phase sind die Hauptaufgaben die Geschäftsidee zu definieren, Klärung rechtlicher Angelegenheiten und die Ausarbeitung eines bei Investoren vorlegbaren Businessplans. Es werden meist noch keine Umsätze und Gewinne generiert. In der Start-up-Phase wird sich mit der strategischen Ausrichtung des Unternehmens, dem Beginn der operativen Geschäftstätigkeit und der Suche nach Kapitalgebern in Form von Investoren beschäftigt. Es werden erste Umsätze, jedoch fast keine bzw. negative Gewinne generiert. Die Wachstumsphase ist definiert durch den Ausbau des Vertriebs und die Erweiterung und Verbesserung der Unternehmensstruktur. Die Umsätze steigen rasant und es sind positive Gewinne zu verzeichnen, welche die Anfangsverluste amortisieren. Ziel in dieser Phase ist die Generierung eines positiven Cashflows und die Erreichung des Break-Even-Points.
1 Einleitung: Motivation, Zielsetzung und problemorientierte Einführung in die Thematik der Start-up-Bewertung.
2 Grundlagen der Unternehmensbewertung: Darstellung ökonomischer Wertbegriffe, Funktionen und Anlässe der Unternehmensbewertung.
3 Definition und bewertungsrelevante Charakteristika von Start-ups: Identifikation und Analyse spezifischer Merkmale junger, wachstumsorientierter Unternehmen.
4 Überblick und Vorauswahl der Bewertungsverfahren: Kategorisierung klassischer Methoden und erste Eingrenzung für die Analyse.
5 Darstellung der ausgewählten Unternehmensbewertungsverfahren: Detaillierte Erläuterung von DCF, Vergleichs-, Einzelbewertungsverfahren und Venture-Capital-Methode.
6 Bewertung der Anwendbarkeit von Unternehmensbewertungsverfahren bei Start-ups: Kritische Untersuchung und Analyse der Praxistauglichkeit der gewählten Verfahren für Start-ups.
7 Fazit und Ausblick: Zusammenfassung der Erkenntnisse und Ausblick auf künftige Anforderungen an die Bewertungsmethodik.
Unternehmensbewertung, Start-up, Discounted Cashflow-Verfahren, Multiplikatorbewertung, Venture-Capital-Methode, Unternehmensphasen, Seed-Phase, Wachstumsphase, Substanzwertverfahren, Liquidationswert, Investitionssumme, Kapitalstruktur, Informationsgrundlage, Experteninterview, Finanzierung.
Die Arbeit befasst sich mit der Frage, wie klassische Unternehmensbewertungsverfahren bei jungen Unternehmen, sogenannten Start-ups, angewendet werden können und wo deren Grenzen liegen.
Die Arbeit deckt die theoretischen Grundlagen der Unternehmensbewertung, die spezifischen Merkmale von Start-ups, die Darstellung verschiedener Bewertungsansätze sowie deren praktische Eignung ab.
Das Ziel ist die Untersuchung der Anwendbarkeit klassischer Verfahren auf Start-ups, um eine Anwendungsempfehlung zu geben und zu prüfen, ob neue Ansätze notwendig sind.
Neben einer umfassenden Literaturanalyse zur Unternehmensbewertung wird die Arbeit durch ein Experteninterview mit einem Praktiker von PricewaterhouseCoopers untermauert.
Der Hauptteil analysiert das DCF-Verfahren, Vergleichsverfahren, Einzelbewertungsverfahren sowie die Venture-Capital-Methode hinsichtlich ihrer Vor- und Nachteile bei der Bewertung von Start-ups.
Zu den Kernbegriffen gehören Unternehmensbewertung, Start-up, DCF-Verfahren, Multiplikatoren und die Venture-Capital-Methode.
Aufgrund der oftmals fehlenden Historie, unsicherer Zukunftsprognosen und häufig negativer Cashflows in frühen Phasen ist die Anwendung des DCF-Verfahrens methodisch erschwert.
Sie dient als alternative, praxisnahe Bewertungsmethode, die speziell auf die Interessen von Beteiligungsgesellschaften und die Finanzierungsphasen junger Unternehmen zugeschnitten ist.
Die „Kunst“ besteht darin, bestehende Verfahren optimal miteinander zu kombinieren und auf das spezifische Geschäftsmodell des Start-ups zu adjustieren, anstatt sich auf eine einzelne Methode zu verlassen.
Es fungiert als wichtige Wertuntergrenze, insbesondere wenn der berechnete Unternehmenswert bei Start-ups in der Anfangsphase aufgrund hoher Risiken oder negativer Cashflows niedriger ausfällt als der Liquidationswert.
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