Bachelorarbeit, 2015
50 Seiten, Note: 1
Einleitung
1. Soziale Kompetenzen
1.1. Allgemeine soziale Kompetenzen
1.2. Die Ausprägung sozialer Kompetenzen
2. Einzelkinder und Geschwisterkinder
2.1. Definition „Geschwisterkinder“
2.2. Definition „Einzelkinder“
2.3. Charakteristika von Geschwisterbeziehungen
2.3.1. Funktionen von Geschwisterbeziehungen
2.4. Charakteristika von Einzelkindern
2.4.1. Einzelkinder im Erwachsenenalter
3. Zielsetzung und Fragestellungen
3.1. Versuchsplan
3.1.1. Auswahl der Stichprobe
3.1.2. Erhebungsinstrument und Durchführung
4. Beschreibung der Stichprobe
4.1. Soziodemographische Daten
4.2. Daten zu Geschwistern
5. Ergebnisse der Hauptfragestellungen
5.1. Skalierung
5.2. Hypothese 1
5.3. Hypothese 2
5.4. Hypothese 3
5.5. Hypothese 4
5.6. Hypothese 5
6. Diskussion
6.1. Kritik
7. Literaturverzeichnis
8. Anhang
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, die Selbsteinschätzung der sozialen Kompetenzen von Einzelkindern und Geschwisterkindern im Alter von 18 bis 30 Jahren zu untersuchen und statistisch zu vergleichen, um bestehende Vorurteile und wissenschaftliche Annahmen zu hinterfragen.
2.3. Charakteristika von Geschwisterbeziehungen
Die ein Leben lang andauernde Beziehung zwischen Geschwistern ist eine individuelle, die von anderen Beziehungen, wie beispielsweise der Beziehung zwischen Gleichaltrigen, zu unterscheiden ist (vgl. Kasten 1993, S. 8-9). Geschwisterbeziehungen sind schicksalhafte, nicht freiwillig eingegangene Verbindungen. Diese sind klar von Freundschaftsbeziehungen abzugrenzen, da Geschwister ein Leben lang miteinander verbunden sind (vgl. Kasten 1993, S. 8-9), während Freundschaften zu jederzeit wieder getrennt werden können und neue Freundschaften immer wieder geknüpft werden können.
Kasten (1994) hebt drei grundlegende Charakteristika für Geschwisterbeziehungen hervor:
Zum ersten, haben sich Geschwister nicht gesucht und gefunden, sie wurden lediglich in die gleiche Familie hineingeboren, oft aber nicht einmal das. Geschwister teilen die Eltern, die Wohnumgebung und oft noch vieles mehr. Ihre Beziehung hält meist nur, weil sie eben Geschwister sind. Aber genau aus diesem Grund sind diese Verbindungen oft tiefer und enger, im Vergleich zu anderen Sozialbeziehungen. Dies lässt sich vor allem auch dadurch erklären, dass die Geschwister eine Familie sind und die meiste Zeit des Alltags miteinander verbringen. Geschwister halten meist zusammen, vor allem wenn es darum geht, sich gegen die Eltern durchzusetzen (vgl. Kasten 1994, S. 109-110).
Zum zweiten ist es für Geschwister unmöglich ihre Beziehung zu beenden. Sie sind praktisch darauf angewiesen, sich einigermaßen gut zu verstehen, vor allem im Kindheitsalter. Dies ändert sich dann später im jungen Erwachsenenalter. In diesem Alter werden die Geschwister unabhängig voneinander, der Kontakt könnte abgebrochen werden, dies passiert aber nur in den seltensten Fällen. Geschwisterbeziehungen existieren also in der Regel ein Leben lang, es kann sich jedoch die Intensität sowie die Qualität ständig verändern (vgl. Kasten 1993, S. 162).
Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Bedeutung sozialer Kompetenzen im Lebensverlauf und führt die zentrale Forschungsfrage ein, ob Unterschiede zwischen Einzel- und Geschwisterkindern bestehen.
1. Soziale Kompetenzen: Dieses Kapitel definiert soziale Kompetenz als komplexes, multidimensionales Konstrukt und erläutert verschiedene Teilkompetenzen sowie deren mögliche Einflussfaktoren.
2. Einzelkinder und Geschwisterkinder: Hier werden zentrale Begrifflichkeiten geklärt und die Charakteristika von Geschwisterbeziehungen sowie spezifische Merkmale von Einzelkindern theoretisch gegenübergestellt.
3. Zielsetzung und Fragestellungen: Dieses Kapitel beschreibt das empirische Forschungsdesign, inklusive der Hypothesenbildung und der methodischen Vorgehensweise bei der Stichprobenauswahl.
4. Beschreibung der Stichprobe: Der Abschnitt präsentiert die demographischen Daten der 140 Probanden, darunter Alter, Ausbildung und Haushaltskonstellationen.
5. Ergebnisse der Hauptfragestellungen: Hier erfolgt die statistische Auswertung der fünf aufgestellten Hypothesen mittels t-Tests, Korrelationsanalysen und multipler Regression.
6. Diskussion: Das Kapitel reflektiert die Ergebnisse, setzt sie in den Kontext existierender Literatur und kritisiert die methodischen Einschränkungen der eigenen Untersuchung.
7. Literaturverzeichnis: Umfasst alle in der Arbeit verwendeten Quellen und wissenschaftlichen Publikationen.
8. Anhang: Enthält den verwendeten Fragebogen sowie ergänzende Informationen zur Erhebung.
Soziale Kompetenzen, Einzelkinder, Geschwisterkinder, Geschwisterbeziehung, junge Erwachsene, Persönlichkeitsentwicklung, Fragebogenerhebung, Sozialisation, quantitative Forschung, Faktorenanalyse, Durchsetzungsfähigkeit, Anpassungsfähigkeit, Interaktion, Sozialverhalten, empirische Untersuchung.
Die Arbeit untersucht, ob es Unterschiede in der Ausprägung sozialer Kompetenzen zwischen jungen Erwachsenen, die als Einzelkinder aufgewachsen sind, und solchen, die mit Geschwistern aufgewachsen sind, gibt.
Neben der Definition und Eingrenzung sozialer Kompetenzen stehen die Dynamiken von Geschwisterbeziehungen, die Auswirkungen des Aufwachsens als Einzelkind und die empirische Messung dieser Persönlichkeitsmerkmale im Fokus.
Die primäre Forschungsfrage lautet, ob es einen signifikanten Unterschied in der Ausprägung sozialer Kompetenzen im jungen Erwachsenenalter von 18 bis 30 Jahren zwischen Personen gibt, die mit Geschwistern aufwachsen, und Personen, die ohne Geschwister aufwachsen.
Die Autorin wählte ein quantitatives Vorgehen und konstruierte einen eigenen Fragebogen, der von 140 Probanden zur Selbsteinschätzung ihrer sozialen Kompetenzen ausgefüllt wurde.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Abschnitt, der Begriffe und Charakteristika definiert, und einen empirischen Abschnitt, in dem die Daten mittels statistischer Verfahren (wie t-Tests und Faktorenanalysen) ausgewertet werden.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Soziale Kompetenzen, Einzelkinderforschung, Geschwisterrivalität, Selbsteinschätzung und Sozialisationsfaktoren.
Nein, es konnten keine signifikanten Unterschiede in der Ausprägung sozialer Kompetenzen zwischen Einzel- und Geschwisterkindern in der untersuchten Stichprobe festgestellt werden.
Es zeigte sich, dass das Geschlecht einen signifikanten Einfluss hat – Männer in der Stichprobe wiesen eine höhere Ausprägung ihrer sozialen Kompetenzen auf als Frauen – sowie ein signifikanter Zusammenhang zwischen dem Alter und den sozialen Kompetenzen besteht.
Die Autorin nutzte eine Faktorenanalyse mit Rotation, um die Items sinnvoll zu gruppieren, und validierte die Reliabilität der gebildeten Skala durch die Berechnung des Cronbachs Alpha, welches mit .97 einen sehr hohen Wert erreichte.
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