Magisterarbeit, 2017
97 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Phasen des Spracherwerbs
2.1 Lauterwerb
2.1.1 Der kompetente Säugling
2.1.2 Die Entwicklung des Sprechapparats
2.1.3 Vorsprachliche Phase
2.2 Entwicklung des phonologischen Systems
2.3 Wortschatzerwerb
2.3.1 Nichtsprachliche Mittel der Referenz und Vorformen des Benennens
2.3.2 Erwerb der ersten 50 Wörter
2.3.3 Vokabularspurt
2.3.4 Der frühe produktive Wortschatz
2.3.5 Bevorzugte Wortklassen im Verlauf
2.4 Syntaxerwerb
2.4.1 Einwortäußerungen
2.4.2 Zweiwortäußerungen
2.4.3 Drei- und Mehrwortäußerungen
2.4.4 Komplexe Syntax
3. Praxisbezug: Empirische Forschung mithilfe einer Fallstudie
3.1 Fragestellungen
3.2 Rahmenbedingungen
3.3 Beschreibung und Einschätzung des Probanden
3.4 Materialien
3.5 Methoden zur Datenerhebung
3.5.1 Beobachtungsverfahren Off-line: Videoaufnahmen
3.5.2 Beobachtungsverfahren Off-line: Tagebuchstudien
3.5.3 Befragungsverfahren: FRAKIS – Elternfragebogen
4. Darstellung der Ergebnisse
4.1 Tagebuchaufzeichnungen
4.2.Wortschatzzuwachs und Wortarten (Videoaufnahmen und FRAKIS)
4.3 Bevorzugte Inhalte im Lexikon
4.4 Wortschatzspurt
4.5 Phonologische Entwicklung
5. Auswertung der Ergebnisse
5.1 Wortschatzzuwachs und Wortarten
5.2 Bevorzugte Inhalte im Lexikon
5.3 Wortschatzspurt
5.4 Tagebuchaufzeichnungen
5.5 Phonologische Entwicklung
6. Fazit
Die Arbeit untersucht den Verlauf des Spracherwerbs bei Kleinkindern unter besonderer Berücksichtigung der Entwicklung von Wortschatz und Aussprache. Das primäre Ziel ist es, anhand einer qualitativen Einzelfallstudie eines zweijährigen Kindes theoretische Erkenntnisse des Spracherwerbs in der Praxis zu validieren und individuelle Entwicklungsverläufe zu dokumentieren.
2.1.2 Die Entwicklung des Sprechapparats
Die frühkindliche Wahrnehmung von signifikanten Lautmerkmalen und deren großes Spektrum stehen in einem Kontrast zur Produktion von Lauten. Das ist von Geburt an zur Lautrezeption fähig, jedoch nicht zur Lautproduktion. Bedingt ist dies durch biologische Gründe, da ein leistungsfähiger Artikulationsapparat erst entwickelt werden muss. Das Sprechen ist ein feinmotorischer Prozess, der zu den komplexesten und kompliziertesten Bewegungsmustern des Menschen gehört.
An ihm sind verschiedene Körperorgane wie Zunge, Lippen, Kehlkopf, Zähne sowie Vorder- und Hintergaumen beteiligt. Der Mund-, Rachen- und Nasenraum bildet hierbei den Artikulationstrakt. Diese Körperregionen unterscheiden den Menschen deutlich vom Affen (vgl. Andresen 2005: 20), jedoch ist der Sprechapparat eines Säuglings zunächst mit eines Affen vergleichbar (vgl. Bergmann & Pauly & Stricker 2010: 34).
Für die Produktion von Lauten sind einige anatomische Voraussetzungen notwendig, die sich im Laufe der Zeit entwickeln. Der Kehlkopf eines Neugeborenen sitzt sehr hoch im Rachen, da so die Nahrungsaufnahme leichter für den Säugling ist. Somit ist es dem Säugling möglich, gleichzeitig zu atmen und zu schlucken, jedoch ist dadurch die Schallerzeugung stark eingeschränkt. Im Zeitraum zwischen dem zweiten und sechsten Lebensmonat strukturiert um.
1. Einleitung: Diese Einführung erläutert die Bedeutung der Sprache als menschliches Kommunikationssystem und definiert das Ziel der Arbeit, den Spracherwerb theoretisch herzuleiten und empirisch anhand einer Fallstudie zu untersuchen.
2. Phasen des Spracherwerbs: Dieses Kapitel liefert einen umfassenden theoretischen Überblick über die Meilensteine der Sprachentwicklung, unterteilt in Lauterwerb, phonologische Systembildung, Wortschatz- und Syntaxerwerb.
3. Praxisbezug: Empirische Forschung mithilfe einer Fallstudie: Hier wird das methodische Design der Arbeit vorgestellt, inklusive der Fragestellungen, der Beschreibung des Probanden und der angewandten Erhebungsmethoden wie Videoaufnahmen und Fragebögen.
4. Darstellung der Ergebnisse: Dieser Abschnitt dokumentiert die gesammelten Daten des Probanden, insbesondere bezüglich der Wortschatzentwicklung, der Wortartverteilung und beobachteter phonologischer Prozesse.
5. Auswertung der Ergebnisse: In diesem Kapitel werden die erhobenen Daten analysiert und mit den theoretischen Modellen aus dem zweiten Kapitel in Bezug gesetzt.
6. Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse der Arbeit zusammen und überprüft, inwieweit die theoretischen Thesen durch die empirischen Befunde der Fallstudie gestützt oder widerlegt wurden.
Spracherwerb, Wortschatzspurt, Kindersprache, Artikulation, Phonologie, Fallstudie, Late Talker, Wortartenerwerb, FRAKIS, Sprachentwicklung, Vokabular, Einzelfallstudie, Syntaxerwerb, Semantik, Sprache.
Die Arbeit befasst sich mit der frühkindlichen Sprachentwicklung und beleuchtet detailliert, wie Kinder Lautsysteme, Wortschatz und grammatikalische Strukturen erwerben.
Die zentralen Felder umfassen die theoretischen Phasen des Spracherwerbs (Laut, Wort, Satz) sowie die empirische Untersuchung eines zweijährigen Kindes über einen Zeitraum von neun Monaten.
Das Ziel ist es, theoretische Erkenntnisse des Spracherwerbs durch eine qualitative Fallstudie in der Praxis zu prüfen und individuelle Sprachverläufe wissenschaftlich fundiert zu dokumentieren.
Die Arbeit nutzt ein trianguliertes Verfahren bestehend aus Videoanalysen, fortlaufenden Tagebuchaufzeichnungen und standardisierten Elternfragebögen (FRAKIS).
Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen erarbeitet, gefolgt von einer detaillierten empirischen Analyse, die sowohl den Wortschatzzuwachs als auch phonologische Prozesse des Kindes darstellt.
Wesentliche Begriffe sind Spracherwerb, Wortschatzspurt, Kindersprache, Phonologie, Fallstudie und Late Talker.
Ein Vokabularspurt bezeichnet eine Phase der Sprachentwicklung, in der Kinder ein besonders schnelles, sprunghaftes Wachstum ihres aktiven Wortschatzes zeigen, meist nach Erreichen einer gewissen Basis-Wortzahl.
Der Proband zeigt zu Beginn der Studie einen verzögerten Start, lässt sich jedoch als „Aufholer“ einordnen, dessen Sprachentwicklung im weiteren Verlauf den normativen Modellen folgt.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

