Masterarbeit, 2017
89 Seiten
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Vorgehensweise und Untersuchungsansatz
2 Verhandlungsführung im Einkauf – Stand der Wissenschaft
2.1 Die strategische Beschaffung – Definition, Ziele, Aufgaben und Arbeitswerkzeuge
2.2 Psychologische Aspekte der Verhandlungsführung
2.3 Entscheidungstheoretische und spieltheoretische Grundlagen
2.3.1 Einführung zur Entscheidungstheorie
2.3.2 Die Spieltheorie
3 Anwendungsmöglichkeiten im strategischen Einkauf
3.1 Analyse und Strukturierung der Unternehmensbedarfe
3.2 Bestimmung der Machtverhältnisse und Lieferantenanalyse
3.3 Die Spieltheorie im Kontext von Verhandlungen
3.4 Vorbereitung und Durchführung von Verhandlungen aus taktischer, psychologischer und kultureller Perspektive
4 Handlungsempfehlungen
Die Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen und praktischen Anwendungsmöglichkeiten spieltheoretischer und psychologischer Verhandlungsmethoden im strategischen Einkauf, um die Verhandlungsposition von Unternehmen zu stärken und eine optimale Versorgungsleistung sicherzustellen.
2.3.2 Die Spieltheorie
Bei der Spieltheorie handelt es sich um einen Teil der Entscheidungstheorie. Sie analysiert Entscheidungssituationen mit mindestens zwei Akteuren. Diese versuchen, die jeweils für sich optimale Entscheidung zu treffen, um ihren Nutzen zu maximieren. Dazu müssen sie antizipieren, wie sich der jeweilige Gegenspieler vermutlich verhalten wird. Die Situation bzw. das Spiel erhält dadurch einen strategischen Charakter. Spieltheoretische Szenarien sind als exakt beschriebene Interaktionen von Spielern zu verstehen. Unabhängig davon, ob es sich um politische Wahlen, kriegerische Auseinandersetzungen, Brettspiele oder den Konkurrenzkampf zwischen Unternehmen handelt, werden stets die Menge der Spieler und die Menge der Strategien für jeden Spieler festgelegt.
Außerdem beschreibt die Nutzenfunktion, die Auszahlung je Spieler in Abhängigkeit von der genutzten Strategie. Spielregeln legen beispielsweise die Zugabfolge der Spieler fest oder sagen aus, welche Informationen jedem Akteur zur Verfügung stehen. Die klassische Spieltheorie zeichnet sich dadurch aus, dass alle Spieler über alle zuvor genannten Informationen verfügen. Es wird dann von Spielen mit vollständiger Information gesprochen. Daneben existieren Spiele mit unvollständiger Information. Die Handlungsoptionen werden durch die Menge der möglichen Strategien bestimmt. Ein einzelner Spielzug wird als Aktion bezeichnet. Die komplette Planung aller Aktionen ist die Strategie. Grundsätzlich können die folgenden spieltheoretischen Methoden unterschieden werden: 1 Die kooperative bzw. axiomatische Spieltheorie, die nicht den Spielverlauf, sondern den Spielausgang fokussiert und Spielausgänge nur dann als vernünftig ansieht, wenn alles gemäß der Pareto-Effizienz verteilt ist. 2 Die nichtkooperative bzw. explizierende Spieltheorie, die sowohl den Spielausgang als auch den Spielverlauf in den Mittelpunkt stellt und individuelle Anreize der Spieler gemäß dem Nash-Gleichgewicht berücksichtigt. 3 Die evolutionäre Spieltheorie, die auch als Populationsspiel bezeichnet wird. Hier werden mehrere Runden gespielt und aus dem Verhalten der Gegenspieler wird gelernt.
1 Einleitung: Die Einleitung erläutert die zunehmende Transparenz auf den Käufermärkten durch Globalisierung und technische Fortschritte, was die strategische Bedeutung einer professionellen Verhandlungsführung im Einkauf hervorhebt.
2 Verhandlungsführung im Einkauf – Stand der Wissenschaft: Dieses Kapitel liefert eine theoretische Basis, indem es den Verhandlungsbegriff abgrenzt, psychologische Aspekte beleuchtet und entscheidungstheoretische sowie spieltheoretische Grundlagen einführt.
3 Anwendungsmöglichkeiten im strategischen Einkauf: Hier wird die praktische Umsetzung der zuvor behandelten Theorien auf den Einkaufsprozess übertragen, von der Analyse der Unternehmensbedarfe bis hin zur taktischen Vorbereitung von Verhandlungen.
4 Handlungsempfehlungen: Das abschließende Kapitel fasst die wesentlichen Arbeitswerkzeuge zusammen und bietet praktische Anhaltspunkte, um diese systematisch in die Einkaufsorganisation zu implementieren.
Strategischer Einkauf, Verhandlungsführung, Spieltheorie, Beschaffungsmanagement, ABC-Analyse, XYZ-Analyse, Verhandlungspsychologie, Lieferantenbewertung, Nash-Gleichgewicht, Harvard-Konzept, Einkaufsstrategie, Wettbewerbsvorteile, Supply Chain Management, Entscheidungsfindung, Auktionen.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Anwendung von spieltheoretischen und psychologischen Methoden zur Optimierung von Verhandlungen im Bereich des strategischen Einkaufs.
Die zentralen Themen umfassen die strategische Beschaffung, die spieltheoretische Modellierung von Verhandlungssituationen sowie die psychologischen Faktoren bei der Entscheidungsfindung und Kommunikation in Verhandlungen.
Das Ziel ist die Untersuchung und Bewertung verschiedener Methoden aus den Bereichen Strategie, Spieltheorie und Psychologie hinsichtlich ihrer praktischen Anwendbarkeit und Effektivität bei Verhandlungen im strategischen Einkauf.
Die Arbeit nutzt eine fundierte Literaturrecherche sowie die Anwendung klassischer Methoden wie der ABC- und XYZ-Analyse, der Spieltheorie (z.B. Gefangenendilemma) und des Harvard-Konzepts.
Im Hauptteil werden sowohl theoretische Grundlagen (Entscheidungstheorie, Spieltheorie, Psychologie) vermittelt als auch deren praktische Umsetzung, beispielsweise durch Lieferantenbewertungen, Auktionsdesigns und strategische Verhandlungstaktiken, detailliert erörtert.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Verhandlungsführung, Strategischer Einkauf, Spieltheorie, Beschaffungsmanagement und Verhandlungspsychologie.
Die operative Beschaffung fokussiert primär auf abwicklungsorientierte und verwaltende Tätigkeiten, während die strategische Beschaffung langfristig orientiert ist, das Umfeld beobachtet und Methoden zur Risikominimierung sowie zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit einsetzt.
Das Harvard-Konzept bietet einen strukturierten Rahmen, um sachliche Interessen von Positionen zu trennen und durch Kommunikation kooperative, für beide Seiten vorteilhafte Lösungen zu erarbeiten.
Die Spieltheorie liefert die mathematischen Modelle, mit denen Auktionsdesigns (wie die englische Auktion oder die verdeckte Zweitpreisauktion) entwickelt werden, um optimale Gebotsstrategien und Wettbewerb zwischen Bietern zu fördern.
Es dient als kooperative Strategie, bei der der Spieler den letzten Zug des Gegenübers spiegelt, um Vertrauen aufzubauen und bei aggressiven Partnern eine faire Kooperation einzufordern oder zu belohnen.
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