Bachelorarbeit, 2018
51 Seiten, Note: 1,3
Psychologie - Klinische Psychologie, Psychopathologie, Prävention
1. Einleitung
1.1 Stand der Forschung
1.2 Fragestellung
2. Phobische Störung
3. Soziale Phobie
3.1 Diagnostik und Klassifizierung
3.1.1 Symptomatik
3.1.2 Subtypen
3.2 Epidemiologie und Verlauf
3.2.1 Soziodemographische Daten
3.2.2 Störungsbeginn und Verlauf
3.3 Komorbidität
3.4 Erklärungsmodelle und Aufrechterhaltung
3.4.1 Entstehung
3.4.2 Aufrechterhaltung
3.5 Intervention
4. Methode
4.1 Datenerhebung
4.1.1 Qualitative methodische Vorgehensweise
4.1.2 Gütekriterien
4.1.3 Problemzentriertes Interview
4.1.4 Konstruktion des Interviewleitfadens
4.2 Datenauswertungsmethode
4.2.1 Zusammenfassende Inhaltsanalyse
4.3 Kategoriensystem
4.3.1 K1 aktiver Umgang mit der Erkrankung
4.3.2 K2 unterstützender Faktor
4.3.3 K3 schützender Faktor
4.4 Auswahl der Interviewpartner und Ablauf des Interviews
5. Ergebnisse
5.1 Darstellung der Kategorien
5.2 Interpretation
6. Fazit
6.1 Ausblick
6.2 Limitation
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht den effektiven Umgang mit der Sozialphobie aus der Perspektive Betroffener im Alltag. Da der individuelle Umgang mit dem Krankheitsbild bisher in der Forschung unterrepräsentiert ist, wird dieser durch qualitative, leitfadenbasierte Interviews mit männlichen Probanden analysiert, um spezifische Bewältigungsstrategien und unterstützende Faktoren zu identifizieren.
4.1.3 Problemzentriertes Interview
Nach Langer (1985) spielt der verbale Zugang als Erhebungsmethode in der qualitativen Forschung eine zentrale Rolle. Die subjektiven Erfahrungen und Meinungen können so zum Vorschein kommen. Die verschiedenen Formen der möglichen Interviews schwanken vor allem zwischen dem Strukturiertheitsgrad, aber auch zwischen Offenheit und Auswertung. Da das problemzentrierte Interview in der vorliegenden Arbeit angewendet wird, wird im folgenden Abschnitt eine detaillierte Beschreibung aufgezeigt.
Nach Witzel (1985) soll die Interviewform eine offene Beantwortung der Fragen für den Probanden gewähren. Ebenso ist es relevant, den Fokus der Problemstellung nicht zu verlieren. Der Interviewer soll bewusst auf diese während des Interviews zurückkehren. Im Voraus hat der Forscher die Problemstellung analysiert und die wichtigsten Aspekte in einem Interviewleitfaden festgehalten. Diese werden während des Gesprächs immer wieder von ihm angesprochen. Ein weiteres Merkmal des problemzentrierten Interviews ist, dass an gesellschaftlichen Problemen angesetzt wird. Hier hat der Wissenschaftler vor dem Interview objektive Aspekte erörtert. Als weiteres Prinzip dient die Prozessorientierung, hierbei geht es „um die flexible Analyse des wissenschaftlichen Problemfeldes, eine schrittweise Gewinnung und Prüfung von Daten, wobei Zusammenhang und Beschaffenheit der einzelnen Elemente sich erst langsam und in ständigem reflexiven Bezug auf die dabei verwandten Methoden herausschälen“ (Witzel, 1982, S. 72).
Bei der Interviewdurchführung steht die Offenheit im Mittelpunkt. Vorgegebene Antwortalternativen sollen vermieden werden, dadurch kann der Interviewte frei antworten. Anhand dieser Technik kann überprüft werden, ob der Befragte den Forscher verstanden hat. Subjektive Eindrücke und Perspektiven können offen dargelegt werden und größere Zusammenhänge können sich entwickeln (Kohli, 1978).
1. Einleitung: Beschreibt die Problematik der Sozialphobie, den aktuellen Stand der Forschung und definiert die Forschungsfrage bezüglich eines effizienten Umgangs im Alltag.
2. Phobische Störung: Gibt einen theoretischen Einblick in das Störungsbild der Phobie gemäß ICD-10 und erläutert die allgemeinen Mechanismen der Angst.
3. Soziale Phobie: Detaillierte Darstellung der Symptomatik, Epidemiologie, Komorbidität, Erklärungsmodelle sowie der gängigen therapeutischen Interventionsmöglichkeiten.
4. Methode: Erläutert das qualitative Vorgehen, inklusive der Gütekriterien, der Datenerhebung mittels problemzentrierter Interviews sowie des entwickelten Kategoriensystems.
5. Ergebnisse: Präsentiert die aus den Interviews gewonnenen Kategorien, wie Konfrontation, Kommunikation, Vertrauen und Motivation, und visualisiert deren Zusammenhänge.
6. Fazit: Fasst die Ergebnisse zusammen, gibt Ausblicke auf zukünftige Therapieansätze und reflektiert die Limitationen der vorliegenden Forschungsarbeit.
Soziale Phobie, Sozialphobie, Qualitative Forschung, Problemzentriertes Interview, Konfrontation, Bewältigungsstrategien, Vertrauen, Selbstwertgefühl, Kognitive Verhaltenstherapie, Eigenverantwortung, Angststörung, Psychische Gesundheit, Soziale Interaktion, Gruppenlernen, Patientenperspektive.
Die Arbeit befasst sich mit der Frage, wie Betroffene im Alltag effektiv mit einer Sozialphobie umgehen und welche Strategien ihnen bei der Bewältigung ihrer Ängste helfen.
Zentrale Themen sind die klinischen Grundlagen der Sozialphobie, die Bedeutung von Konfrontationstherapie, der Einfluss sozialer Unterstützung sowie die Rolle von Eigeninitiative und Selbstwertstärkung.
Ziel ist es, individuelle Umgangsformen und hilfreiche Bewältigungsstrategien aus der Sicht der Betroffenen zu identifizieren, um diese mit therapeutischen Methoden zu verknüpfen.
Die Autorin verwendet einen qualitativen Forschungsansatz, basierend auf leitfadenbasierten, problemzentrierten Interviews mit vier männlichen Probanden, die ihre Sozialphobie weitestgehend überwunden haben.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Auseinandersetzung mit der Sozialphobie sowie einen empirischen Teil, in dem ein Kategoriensystem aus den Interviews abgeleitet und interpretiert wird.
Wichtige Begriffe sind Soziale Phobie, Konfrontation, Eigenverantwortung, Vertrauen, qualitative Inhaltsanalyse und verhaltenstherapeutische Ansätze.
Vertrauen wird von den Probanden als essenzieller unterstützender Faktor genannt, da es Betroffenen hilft, sich zu öffnen, Kommunikationsbarrieren abzubauen und das Selbstwertgefühl in einer Gruppe zu stärken.
Flucht wird als schützender Mechanismus identifiziert, der kurzfristig den Selbstwert bewahrt, aber langfristig eine notwendige Konfrontation verhindert und somit die Genesung behindert.
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