Bachelorarbeit, 2018
71 Seiten, Note: 1,0
1. EINLEITUNG
2. THEORETISCHER UND EMPIRISCHER HINTERGRUND
2.1 Meilensteine in der emotionalen Entwicklung des Kindes
2.1.1 Emotionale Bewusstheit und Ausdrucksverhalten
2.1.2 Erkennen und Benennen von Emotionen
2.1.3 Emotionale Perspektivenübernahme
2.1.4 Emotionsregulation
2.2 Emotionale Kompetenzen
2.2.1 Erklärungskonzepte
2.2.2 Emotionale Kompetenzen als Entwicklungsressource
2.2.3 Mangelnde emotionale Kompetenzen als Entwicklungsrisiko
2.3 Bildung und Sozialisation in der Kindertagesstätte
2.3.1 Bildung als Auftrag für die Kindertagesstätte
2.3.2 Die Kindertagesstätte als Sozialisationsinstanz
2.4 Alltagsintegrierte Förderung emotionaler Kompetenzen in der Kindertagesstätte
2.4.1 Grundsätze und Ziele des Konzepts
2.4.2 Spezifische Alltagssituationen
2.4.3 Förderliche Raumgestaltung
2.4.4 Die Rolle der pädagogischen Fachkraft
2.5 Fragestellung
3. METHODE
3.1 Ein- und Ausschlusskriterien für Literatur
3.2 Begründung des methodischen Vorgehens
3.3 Einbezogene Quellen
4. ERGEBNISSE
4.1 Ergebnisse der Forschungsreviews und der Meta-Analyse
4.1.1 Erzieherinnen-Kind-Bindung
4.1.2 Emotionale Sozialisation durch pädagogische Fachkräfte
4.2 Ergebnisse der Studien bezogen auf deutsche Kindertagesstätten
4.2.1 Sensitive Responsivität
4.2.2 Bedingungsfaktoren für gelingende Fachkraft-Kind-Interaktionen
4.2.3 Evaluationstudie: Fortbildung und Coaching pädagogischer Fachkräfte zu entwicklungsförderlichem Alltagshandeln
4.3 Ergebnisse der Studien aus der internationalen Forschung
4.3.1 Vorschulische Betreuungsqualität in Beziehung zum sozio emotionalen Entwicklungsverlauf
4.3.2 Strategien und Reaktionen pädagogischer Fachkräfte auf kindliche Emotionen
4.3.3 Erklärende Gespräche fördern das Emotionsverständnis
4.3.4 Individuelle und kontextbezogene Einflüsse der emotionalen Sozialisation
4.3.5 Schulung pädagogischer Fachkräfte
5. DISKUSSION
5.1 Zusammenfassung der Ergebnisse
5.2 Tragfähigkeit der Ergebnisse
5.3 Schlussfolgerungen für Forschung und pädagogische Praxis
LITERATUR
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht den Einfluss pädagogischer Fachkräfte auf die Entwicklung und Förderung emotionaler Kompetenzen bei Kindern im Kita-Alter. Ziel ist es, durch eine Analyse wissenschaftlicher Literatur herauszuarbeiten, wie im alltäglichen Interaktionsgeschehen zur Förderung dieser Kompetenzen beigetragen werden kann, um somit die soziale Entwicklung und den späteren Bildungserfolg der Kinder zu unterstützen.
2.1.1 Emotionale Bewusstheit und Ausdrucksverhalten
Wenige Wochen nach der Geburt ist ein Kind dazu fähig, seine emotionale Grundstimmung der Mutter bzw. den Bindungspersonen durch sein Verhalten mitzuteilen. Gefühle wie Schmerz, Hunger, Unbehagen, die Notwendigkeit, die Windeln zu wechseln, können sie emotional mit Schreien zum Ausdruck bringen und verschaffen sich dadurch Gehör (vgl. Michaelis 2012, S.117). Der US-Psychologe und Emotionsforscher Paul Ekman spricht hier von sogenannten Basisemotionen bzw. primären Emotionen. Zu ihnen gehören nach Ekman Freude, Ärger, Traurigkeit, Angst, Überraschung und Interesse (vgl. Ekman 1994, S.15ff). Für ihre Universalität spricht, dass diese anhand ihres Gesichtsausdrucks von Menschen verschiedenster Kulturen, auch von schriftlosen Völkern und von Geburt an blinden Menschen erkannt und gezeigt werden (vgl. Klinkhammer &Salisch 2015, S.15).
Gegen Ende des ersten Lebenshalbjahres haben Babys gelernt, ihre Emotionalität zu genießen, sie einzusetzen und sie haben begriffen, dass sie damit auch ihre Bindungspersonen manipulieren können: Sie lachen gerne und viel, sie lautieren lebhaft, ohne dazu schon vorsprachliche Strukturen, also Silbenketten gezielt zu benutzen. Wenn sie emotional dazu aufgelegt sind, bewegen sie freudig Arme, Beine und Mimik, besonders dann, wenn sie angesprochen werden und Zuwendung erfahren (vgl. Michaelis 2012, S.118).
„Das emotionale Ausdrucksverhalten dient unter anderem zur Herstellung und Aufrechterhaltung des Kontaktes mit der Umwelt sowie zur Kommunikation in zwischenmenschlichen Beziehungen“ (Klinkhammer &Salisch 2015, S.36). Es beschränkt sich nicht nur auf den beobachtbaren Gesichtsausdruck, sondern beinhaltet auch die Gestik, den Klang der Stimme, Geräusche, das Blickverhalten, das Verhalten im Raum, Berührungen und die Art, wie Spiele oder kreative Materialien verwendet werden (vgl. Holodynski &Friedlmeier 2006, S.12). Bereits mit zwei Jahren zeigen Kinder stabile Unterschiede im Emotionsausdruck und typische Verhaltensweisen bei verschiedenen Gefühlen. Hierbei dient das emotionale Ausdrucksverhalten der Eltern den Kindern als Modell, dem sie sich mit der Zeit immer mehr angleichen (vgl. Petermann &Wiedebusch 2016, S.32).
EINLEITUNG: Die Einleitung führt in die Bedeutung von Emotionen für die kindliche Persönlichkeitsentwicklung ein und umreißt die Rolle der Kita sowie der Fachkräfte bei der alltagsintegrierten Förderung emotionaler Kompetenzen.
THEORETISCHER UND EMPIRISCHER HINTERGRUND: Dieses Kapitel erläutert die Meilensteine der emotionalen Entwicklung, definiert emotionale Kompetenzen als wichtige Entwicklungsressource und beschreibt das Konzept der alltagsintegrierten Förderung im institutionellen Kontext der Kindertagesstätte.
METHODE: Der Methodenteil legt die Auswahlkriterien für die verwendete Literatur dar, begründet das wissenschaftliche Vorgehen bei der Suche und führt die einbezogenen Forschungsstudien systematisch auf.
ERGEBNISSE: Dieses Kapitel präsentiert die wissenschaftlichen Erkenntnisse zu den Einflüssen pädagogischer Fachkräfte auf die emotionale Sozialisation von Kindern, basierend auf Forschungsreviews, deutschen Studien und internationalen Untersuchungen.
DISKUSSION: Die Diskussion fasst die zentralen Ergebnisse zusammen, bewertet deren Tragfähigkeit und leitet Schlussfolgerungen für die pädagogische Praxis sowie zukünftige Forschungsbedarfe ab.
Emotionale Kompetenz, alltagsintegrierte Förderung, frühkindliche Bildung, Kindertagesstätte, pädagogische Fachkraft, Interaktionsqualität, Emotionsregulation, Emotionsverständnis, Bindungsbeziehung, soziale Kompetenz, Resilienz, frühpädagogische Forschung.
Die Arbeit befasst sich mit der zentralen Rolle von pädagogischen Fachkräften in Kindertagesstätten bei der Förderung der emotionalen Kompetenzen von Kindern im Alter von zwei bis sechs Jahren.
Die Arbeit deckt die emotionale Entwicklung von Kindern, die Bedeutung emotionaler Kompetenzen für die Lebensbewältigung, das Konzept der alltagsintegrierten Förderung und die Interaktion zwischen Fachkraft und Kind ab.
Die Forschungsfrage lautet: „Inwiefern kann die pädagogische Fachkraft in der alltäglichen Interaktion zur Förderung emotionaler Kompetenzen beitragen?“
Es wurde eine systematische Literaturanalyse durchgeführt, die sowohl nationale als auch internationale Studien, Forschungsreviews und Meta-Analysen heranzieht, um den Einfluss von Fachkräften zu bewerten.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Hintergrund zu emotionalen Entwicklungsprozessen und einen empirischen Ergebnisteil, der den Einfluss von Interaktionen, Bindungen und pädagogischem Handeln auf Basis verschiedener Studien analysiert.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Emotionale Kompetenz, alltagsintegrierte Förderung, Kindertagesstätte, pädagogische Interaktionsqualität und die Rolle der Erzieherin.
Die Studie von Remsperger zeigt, dass die feinfühlige Reaktion einer Fachkraft auf die kindlichen emotionalen Signale eine Grundvoraussetzung für gelingende Interaktionen und die Förderung emotionaler Ausdrucksfähigkeit ist.
Die Evaluation des Projekts KOMPASS verdeutlicht, dass gezieltes Coaching und Training dazu beitragen, das entwicklungsförderliche Verhalten von Fachkräften im Alltag zu reflektieren und die Unterstützungsmöglichkeiten für die sozio-emotionale Entwicklung der Kinder zu verbessern.
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