Bachelorarbeit, 2018
47 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Das Phänomen „Meme“
2.1 Etymologie
2.2 Aufbau
2.3 Webseiten und Apps zur Herstellung von Memes
2.4 Popularität
2.5 User
3 Die Plattform Instagram
4 Instagram-Memes im religiösen Kontext
4.1 Jesus, Gott und die Kirche
5 Glaubenskommunikation
6 Fallstudie: Gottes-Memes auf Instagram im Zeitraum 01.03.2017 - 01.09.2018
6.1 Fallbeispiel 1: Theodizee-Frage
6.2 Fallbeispiel 2: Naturwissenschaft und Religion
6.3 Fallbeispiel 3: Schöpfung
6.4 Ergebnis der Fallstudie
7 Intention und Relevanz von Gott-Memes
8 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle von Memes als Instrument moderner Religions- und Gotteskritik auf der Social-Media-Plattform Instagram. Ziel ist es, zu analysieren, wie religiöse Themen im Internet visuell aufbereitet werden, welche Auswirkungen dies auf die Glaubenskommunikation hat und ob dabei ein lebhafter kritischer Diskurs zwischen verschiedenen Weltanschauungen entsteht.
6.1 Fallbeispiel 1: Theodizee-Frage
Die Abbildung ist ein Beitrag des Instagram Users bullit_666. Sie zeigt mittig ein Gemälde eines Mannes auf einer Wolke mit ausgestreckten Händen und rot-grünem Gewand. Der Kopf des dargestellten Mannes hebt sich vom Rest des Gemäldes ab. Er ist überproportional groß und stellt einen alten, lachenden Mann mit weißem Haar und langem Bart dar. An den horizontalen Bildrändern der Abbildung befinden sich zwei Sätze in weißer Schriftart in Großbuchstaben auf schwarzem Hintergrund. Stilistisch lässt sich das Gemälde in die Kunstepoche der Renaissance einordnen. Der Kopf wurde nachträglich eingefügt und entspricht dem Cartoon-Stil. Das Bild zeigt Gott nach christlicher Tradition als Vaterfigur. Die Sätze beziehen sich syntaktisch aufeinander und prangern die fehlende Nachvollziehbarkeit göttlichen Handelns auf der Erde an.
Konkret kritisiert der Verfasser die sexuelle Gewalt, Folter und den Mord an Kindern, also das Leiden unschuldiger Geschöpfe Gottes. Er bezweifelt die Omnipräsenz Gottes in Anbetracht seiner Allmacht, dieses Leid verhindern zu können. Damit ist der Beitrag inhaltlich in der theologischen Theodizeeproblematik zu verorten. Der Plan Gottes und seine unergründlichen Wege scheinen für ihn keine hinreichende Erklärung zu liefern, sodass er seinen Frust über diese Tatsache durch dieses Meme in sarkastisch, passiv-aggressiver Weise äußert. Die Theodizeefrage stellt für den gläubigen Menschen die größte Schwierigkeit in der Gottesbeziehung dar, weil es durch Krankheiten, Gewalt und Tod schwer fällt, Vertrauen in Gott zu setzen.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz von Memes als humorvolles Sprachrohr der digitalen Generation ein und definiert die Zielsetzung, die Religionskritik im Netz anhand der Plattform Instagram zu erforschen.
2 Das Phänomen „Meme“: In diesem Kapitel wird der Begriff „Meme“ etymologisch hergeleitet und als soziales Phänomen analysiert, wobei der Fokus auf dem „Image Macro“ und dessen Verbreitung im Internet liegt.
3 Die Plattform Instagram: Dieses Kapitel erläutert die technischen Charakteristika und die Funktionsweise von Instagram, um das Medium als zentralen Schauplatz für die Verbreitung medialer Inhalte und Kommunikation zu etablieren.
4 Instagram-Memes im religiösen Kontext: Hier wird untersucht, wie zentrale christliche Glaubensinhalte und Institutionen auf Instagram dargestellt und als Zielscheibe für religionskritische Beiträge genutzt werden.
5 Glaubenskommunikation: Das Kapitel analysiert die Dynamik in Kommentarspalten, um zu evaluieren, ob kontroverse Memes tatsächlich zu einem inhaltlichen Austausch und Dialog zwischen Christen und Nicht-Christen führen.
6 Fallstudie: Gottes-Memes auf Instagram im Zeitraum 01.03.2017 - 01.09.2018: Anhand dreier konkreter Beispiele (Theodizee, Naturwissenschaft und Schöpfung) wird das vorherrschende Gottesbild in Memes qualitativ untersucht und kritisch hinterfragt.
7 Intention und Relevanz von Gott-Memes: Dieses Kapitel bewertet die Bedeutung von Memes für die Glaubensgemeinschaft und diskutiert deren Rolle in Prozessen der Säkularisierung und der gesellschaftlichen Meinungsbildung.
8 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse und stellt fest, dass Memes ein neuartiges, wenn auch oft verzerrtes Ventil für religiöse Kritik darstellen.
Memes, Instagram, Religionskritik, Theodizee, Glaubenskommunikation, Säkularisierung, Image Macro, digitale Popkultur, Gottesbild, Internetphänomen, christliche Tradition, Netzgemeinde, soziale Medien, Atheismus, religiöser Dialog.
Die Arbeit analysiert die Darstellung von Gott und Religion in Form von Internet-Memes auf der Plattform Instagram und untersucht deren Rolle als Instrument der Religionskritik.
Die zentralen Felder umfassen die mediale Beschaffenheit von Memes, die Theodizee-Frage, den Konflikt zwischen Naturwissenschaft und Religion sowie die Glaubenskommunikation in Online-Kommentarspalten.
Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, ob Memes als moderne Form der Religionskritik dienen können und welchen Einfluss diese auf das Gottesbild und den religiösen Diskurs auf Instagram haben.
Es wird ein qualitativer Ansatz gewählt, insbesondere die Methode der qualitativen Bildanalyse nach Jörg Astheimer, um Deutungsmuster in den ausgewählten „Image Macros“ zu rekonstruieren.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung des Phänomens Meme, eine Analyse der Plattform Instagram, die Untersuchung der Glaubenskommunikation sowie eine tiefergehende Fallstudie zu spezifischen Gottes-Memes.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Memes, Religionskritik, Säkularisierung, Theodizee und Glaubenskommunikation geprägt.
Der Autor verortet die untersuchten Memes in aktuellen Säkularisierungsprozessen, wobei die Memes oft als Ausdruck einer Entfremdung von traditionellen kirchlichen Strukturen und einem Verlust religiöser Monopolstellungen gedeutet werden.
Die Analyse zeigt, dass viele Meme-Ersteller komplexe theologische Themen stark vereinfachen, aus ihrem ursprünglichen Kontext reißen und den christlichen Gott häufig zynisch als „Lückenbüßer“ oder negativen „Gegenpart“ darstellen.
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