Fachbuch, 2019
96 Seiten
1 Hinführung zum Thema
2 Demografischer Wandel und Multimorbidität
2.1 Demografie und demografischer Wandel – eine begriffliche Einordnung
2.2 Veränderungen innerhalb der Bevölkerung durch den demografischen Wandel
2.3 Relevanz des demografischen Wandels für das Gesundheitswesen
2.4 Zur Begrifflichkeit Multimorbidität – eine theoretische Einsortierung
2.5 Auswirkungen der Multimorbidität auf das Gesundheitswesen
3 Pflegebedürftigkeit in Deutschland
3.1 Begriffsverständnis von Pflegebedürftigkeit
3.2 Entwicklung und Prävalenz von Pflegebedürftigkeit
3.3 Prognosen zur Entwicklung der Zahl von Pflegebedürftigen
3.4 Pflegende Angehörige
3.5 Professionelle Pflege durch ambulante Pflegedienste und Pflegeheime
4 Klinische Sozialarbeit
4.1 Begriffsverständnis von klinischer Sozialarbeit
4.2 Historische Entstehung
4.3 Praktische Tätigkeitsfelder
4.4 Case Management in der klinischen Sozialarbeit
4.5 Klinische Sozialarbeit und Pflegebedürftige
5 Auswirkungen des demografischen Wandels auf die klinische Sozialarbeit
5.1 Beeinträchtigung der Planungsphase während dem Krankenhausaufenthalt
5.2 Entstehung von Interventionsschwerpunkten
5.3 Erschwerende Faktoren für die ambulante und stationäre Nachsorge
6 Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie sich der demografische Wandel und die daraus resultierende Zunahme an Multimorbidität und Pflegebedürftigkeit auf die Interventionen der klinischen Sozialarbeit in Krankenhäusern auswirken, um so Schnittstellen der Patientenversorgung bedarfsgerecht zu managen.
4.4 Case Management in der klinischen Sozialarbeit
Für die folgende Auseinandersetzung mit dem Case Management muss vorangestellt werden, dass in diesem Kapitel das Case Management als Methode der klinischen Sozialarbeit betrachtet und verstanden wird. Demnach ist es nicht mit einer eigenständigen Fachabteilung oder Stabstelle innerhalb des Krankenhauses gleichzusetzen (Wendt, 2015, S. 36).
Das Case Management stammt ebenso wie die klinische Sozialarbeit aus den USA. Dort wurde aufgrund der verbreiteten Zerstückelung von Angeboten der Sozialen Arbeit das Case Management Ende der 1970er Jahre entwickelt, um so die einzelnen Angebote miteinander zu verbinden und eine institutionsübergreifende Vernetzung herzustellen. Ziel war es, den Klientinnen und Klienten das Zusammenstellen von einem individuellen „Mix“ aus Angeboten abzunehmen und gleichzeitig die Angebote zu bündeln, umso mehr Transparenz gegenüber dem Klientel herzustellen, da diese die Vielfalt und Unterschiedlichkeit der Angebote oft nicht überblicken konnten. In Deutschland wurde das Case Management Ende der 1980er Jahre aus denselben Gründen wie in den USA verstärkt übernommen und eingesetzt. (Galuske, 2013, S. 200)
Für das Case Management gibt es unterschiedliche Bezeichnungen, die unterschiedliche Schwerpunkte zum Ausdruck bringen. Im Setting des Krankenhauses kann zunächst angenommen werden, dass von einem klinischen Case Management gesprochen werden kann, was jedoch den Patientinnen und Patienten nicht gerecht werden würde, da diese Bezeichnung sich schwerpunktmäßig an Menschen mit psychischen Störungen und Problemlagen richtet (Wendt, 2015, S. 72). Für die Aufgaben der klinischen Sozialarbeit, welche zuvor im Kapitel dargestellt wurden, sind andere Begrifflichkeiten passender. Der Begriff des geriatrischen Case Managements meint die medizinische und pflegerische Versorgung von alten und pflegebedürftigen Personen, im Sinne einer organisierenden und vernetzenden Tätigkeit. Eine weitere Bezeichnung, die für die klinische Sozialarbeit passt, ist das Case Management im Krankenhaus. Damit wird gezielt die interdisziplinäre Arbeit für und mit Patientinnen und Patienten, sowie der Einsatz von vorhandenen Ressourcen für eine gelingende Anschlussversorgung angesprochen (ebd., S. 71), denn bevor
1 Hinführung zum Thema: Dieses Kapitel erläutert die Auswirkungen des demografischen Wandels auf das Gesundheitswesen und führt in die zentrale Fragestellung der Arbeit zur klinischen Sozialarbeit ein.
2 Demografischer Wandel und Multimorbidität: Hier werden die theoretischen Grundlagen des demografischen Wandels sowie der Begriff der Multimorbidität analysiert und ihre Bedeutung für das Gesundheitssystem beleuchtet.
3 Pflegebedürftigkeit in Deutschland: Das Kapitel behandelt die Zunahme pflegebedürftiger Personen sowie verschiedene Prognosen zur zukünftigen Entwicklung und die unterschiedlichen Versorgungsformen.
4 Klinische Sozialarbeit: Dieser Abschnitt definiert das Begriffsverständnis von klinischer Sozialarbeit, beschreibt deren historische Entstehung, Tätigkeitsfelder und stellt das Case Management als Kernmethode vor.
5 Auswirkungen des demografischen Wandels auf die klinische Sozialarbeit: Die zentralen Erkenntnisse werden zusammengeführt, um die Auswirkungen auf die klinische Sozialarbeit im stationären Kontext sowie die Herausforderungen bei der Nachsorge zu analysieren.
6 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftigen Herausforderungen für die professionelle Soziale Arbeit im Gesundheitswesen.
Demografischer Wandel, Multimorbidität, Pflegebedürftigkeit, Klinische Sozialarbeit, Krankenhaus, Entlassungsmanagement, Case Management, Gesundheitswesen, Altersstruktur, Interventionen, stationäre Versorgung, ambulante Nachsorge, Pflegende Angehörige, Ressourcenarbeit, Versorgungsplanung.
Die Arbeit analysiert die Auswirkungen des demografischen Wandels und der damit einhergehenden Zunahme von Multimorbidität sowie Pflegebedürftigkeit auf die klinische Sozialarbeit im Krankenhaus.
Zentrale Themen sind der demografische Wandel, das Phänomen Multimorbidität, die aktuelle Situation der Pflegebedürftigkeit in Deutschland sowie die Rolle der klinischen Sozialarbeit und deren Methoden wie das Case Management.
Die Forschungsfrage lautet: „Wie wirkt sich der demografische Wandel und die daraus resultierende Zunahme an Multimorbidität und Pflegebedürftigkeit auf die Interventionen der klinischen Sozialarbeit bei Multimorbiden und Pflegebedürftigen aus?“
Die Arbeit basiert auf einer umfangreichen Literaturrecherche unter Einbeziehung von Fachdatenbanken, Fachzeitschriften, Studien von Institutionen (wie dem RKI) sowie offiziellen Statistiken.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des demografischen Wandels und der Multimorbidität, eine Bestandsaufnahme der Pflegebedürftigkeit, die Verortung der klinischen Sozialarbeit und schließlich die Zusammenführung dieser Aspekte in Bezug auf die praktische Arbeit der Sozialarbeit.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Demografischer Wandel, Klinische Sozialarbeit, Entlassungsmanagement, Case Management, Multimorbidität und Pflegebedürftigkeit definiert.
Die klinische Sozialarbeit steht durch steigende Fallzahlen bei multimorbiden und pflegebedürftigen Patienten unter wachsendem Zeit- und Effizienzdruck, was dazu führen kann, dass psychosoziale Interventionen hinter administrative Aufgaben im Entlassungsmanagement zurücktreten.
Case Management dient als zentrale Methode, um die komplexe nachstationäre Versorgung zu koordinieren und vorhandene Ressourcen der Patienten zu aktivieren, steht jedoch im Spannungsfeld zwischen ökonomischer Effizienz und der individuellen psychosozialen Unterstützung.
Das Entlassungsmanagement ist die primäre Schnittstelle der klinischen Sozialarbeit im Krankenhaus, um den Übergang von stationärer zu ambulanter Versorgung sicherzustellen, was angesichts knapper Pflegekapazitäten eine zunehmende Herausforderung darstellt.
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